Jahrgang 
1928
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Um minderbemittelten Schülerinnen den Thneaterbesuch zu ermöglichen, stellte uns die Stadt RWl. 95. zur Vertugung.

Auch in diesem Jahre suchten unsere Schülerinnen die Gehirnverletzten auf, und zwar am 5. Dezember unter huhrung von Frl. Heinrion. Bei den Darbietungen taten sich Elli Witt- ges O. II. b. und Anneliese Seeck U. II. a. hervor. Jeder Verlerzte und alle anwesenden Ninder erhielten Geschenkpakete zum gemeinsamen Kaftee.

Lum Weihnachtsfest sammelten unsere Schülerinen, wie auch in den früheren Jahren, ge- brauchte Spielsachen, Kleider und Schune, womit wirbe dürttigeFamilien deschnenken konnten. Leiterinnen der Sammlung waren Erl. Hif und Frl. Knörk.

Onsere Schulgruppe des Vereins fur das Deutschtum im Auslande wuchs im Laufe des Schufanres 1927,28 auf über 400 Micgueder an und hat auch im 7. Jahre ihres Be- stenens wiederum eine rege Tatigkeit enttaltet. Kegelmabige Beitrage in ansennucher Hone konnten der Beruner Hauptleitung zur Erhaltung deurscner Schulen im Auslande uberwiesen werden. Eine startuche Anzanl von Schülerinnen der Oberklassen nahm unter der Führung von 5 WIitghiedern des Lehrkôrpers an der ernebenden Pfingsttagung in Goslar teu, zu der sich 20,000 Jugenduche aus allen deutschen Gauen und unzahlige Auslanddeutsche zu- sammenranden. Nach den unvergeblichen Tagen in Coslar besuchten unsere Schaerinnen Hildesheim, Braunschwei g und mehrere Harzstädte, und nach fröhlicher Wande- rung durch den Harz tanden sie sich am Kyffhauserdenkmal und in Nordhausen mi den übrigen Frankturter Gruppen noch einmal zu gemeinsamer Schlußfeier zusammen. Mit einem Besuche von Kassel und Wilhelmsnöhe endete die schöne Fahrt. AmFest der deutschen Schule, das am 3. und 4. November alle Frankfurter Grup- pen vereinigte, stellten sich unsere Obertertien durch Aufführung von Reigen in den Dienst der guten Sache; auch zu dem packenden Vortrage der Dichterin Maria Kahle am 6. Febr. er-

schienen wir in stattlicher Anzahl. Zu Weihnachten erfreuten unsere Schülerinnen die In- sassen des V. D. A.-Kinderheims Crossen a. O. mit zum Teil selbst angefertigten Spenden und mancherlei sonstigen Gaben(Backwerk U IIl a, U II b). Zu der deutschen

Schule in Habana(Cuba) sind wir in freundschaftliche Beziehungen getreten. Die mannigfachen Veranstaltungen unserer Gruppe haben das Verständnis für die kulturelle Be- deutung des Auslanddeutschtums wesentlich gefördert.

Die Berufsberatung lag, wie schon früher, in den Händen des Städt. Berufsamtes, das den Eltern und den Schülerinnen jederzeit gerne Auskunft gab. Mit den Geschäften der Be- rufsberatung an der Schule selbst ist Frl. Oberstudienrätin Barth beauftragt.

Der Ostern 1926 gewählte Elternbeirat trat unter dem Vorsitz von Herrn Kremm- ling und dann von Herrn Eheleben zweimal zusammen. Am 22. November hielt Herr San.-Rat Dr. Krekels, Vater einer unserer Schülerinnen, in einem stark besuchten Mütterabend einen Yortrag über Cesuncheitsfragen. Am 26. Januar und am 21. März besprachen wir ähnliche Fragen und den Umbau der Schule in ein Reformrealgymnasium mit den Eltern unserer Ober- und Untertertianerinnen und Quartanerinnen.

Die Zusammenarbeit mit der Elternschaft erleichtert uns nun auch unser Elisabethen- schulverein(gegründet 1905). Er nimmt als Mitglieder nicht nur ehemali ge Schüle- rinnen auf, sondern auch die Mütter unserer jetzigen Schülerinnen. DerVerein will durch wissenschaftliche und gesellige Veranstaſtungen die persönlichen Beziehungen der Mitglieder untereinander und zur Schule pflegen und Schule und Schülerinnen durch ge- eignete Unterstützung fördern. Der jährliche Mindestbeitrag beläuft sich für ehemalige Schüle- rinnen und Freundinnen der Schule auf RM. 3.. Dieser Beitrag schließt den unent- geltlichen Bezug der Vereinszeitung ein, die im Februar 1927 ins Leben trat und unseren Schülerinnen zunächst kostenlos verteilt wurde. Alle Witglieder bitten wir, sich an dem Ausbau der Zeitung durch Einsendung von Aufsätzen zu beteiligen. Vorsitzende ist Frau Dr. Haag, Friedrichstr. 37; unsere Schülerinnen erfahren Näheres durch Frl. Welter und Frl. Küchler. Unter den diesjährigen Veranstaltungen heben wir hervor den Vortragsabend von Frau Ma- thilde Einzig(8. Dezember) und den Musikalischen Abend vom 22. März. Der Verein stiftete am 23. Juni der Witwen- und Waisenkasse der Schule M. 100., und zum 125. Jubiläum de Schule W. 150. für die Schülerinnen.

Am 13. Juli hatten wir die große Freude, unsere älteste ehemalige Schülerin, Frau Emilie Schuchardt, geb. Huhn zum 90. Geburtstag zu beglückwünschen.

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