Jahrgang 
1927
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ligten sich zum größten Teil am Unterricht, der für sie wahlfrei ist. Wie schon seit Jahren, dienten auch diesmal unsere Klassen der Ausbildung der Seminaristinnen des Technischen Seminars und wurden demgemätß auch von Herrn Oberschulrat Bär besucht. Die Ausstellung der Schülerinnen- arbeiten fand großen Beifall. Zum ersten Male zeigten wir dabei Puppen in den Trachten der ver- schiedenen deutschen Landschaften.

e) Leibesübungen und Wettkämpfe.

Der Unterricht in den Leibesübungen folgt den Grundsätzen der neuen Lehrplänevom 2 1. Mai 1926, die aber keine wesentlichen Aenderungen für uns brachten, da wir in diesem Sinne zu arbeiten gewohnt sind. Für die drei Quinten fand während des Winterhalbjahres im Städtischen Schwimmbad Pflichtschwimmen statt; eine große Anzahl der Schülerinnen wurden Frei- schwimmer. Am wahlfreien Schwimmen beteiligten sich im Sommer bei Mosler 63, im Winter im Schwimmbad 34 Schülerinnen. Wir legen Gewicht auf gute Haltung, und nicht wenige von unseren Schülerinnen nahmen auf unsere Veranlassung am Haltungsturnen teil. Das Spielen fand im Sommer und teilweise auch im Winter auf der Bertramswiese statt. Bei kalter und feuchter Witterung waren wir auf die Turnhalle angewiesen, die aber nicht ausreichte, so daß der Un- terricht im Winter leider häufig ausfallen mußte. Bei den Wettkämpfen der Frankfurter Schulen im Stadion am 26. August errangen wir eine Reihe von Preisen; wir nennen:

Oberstufe: 1. Preis: Elly Preiling. O IIa.

1. Preis: Irmg. Redecker. U IIa. 2. Preis: Christel letzer. U Ib. 3. Preis: Frika Adomeit. 0 la. 4. Preis: Annie Schulz. O IIa. Mittelstufe: 5. Preis: Irmgard John. O IIIb. Unterstufe: 2. Preis: Fanny Wahlig. IV. 3. Preis: Mariechen Kuckschnat Vb. 6. Preis: Emma Heselschwerdt. Vb. 7. Lisa Bauernfeind. IV. 7. Helene Albrecht. IV. 9. Irmgard Weber. Va.

Turnabteilungen wirkten auch bei verschiedenen Festen der Schule und bei Veranstaltungen des Elisabethenschulvereins mit.

f) Hauswirtschaift.

Seit Ostern 1924 halten wir für unsere Untertertia Hauswirtschaftsunterricht ab. Unsere s. Z. für die ehemalige Seminarübungsschule eingerichtete Schulküche erwies sich als ein großer Segen. Im Berichtsjahre bestanden wiederum zwei Abteilungen zu je 20 Schülerinnen, die abwechselnd alle 14 Tage einen ganzen Nachmittag mit der Zubereitung eines einfachen bürgerlichen Mittagstischs und mit den wesentlichen Aufgaben neuzeitlicher Haushaſtungsführung vertraut gemacht wurden. Am Schlusse des Lehrgangs vereinte ein selbstbereitetes Festmahl die Schülerinnen und die Lehrkräfte der Klasse in der Schulküche.

9) Tanzen.

Mit den Primanern des benachbarten Lessing-Gymnasiums hielten wir in unseren Räumen unter Leitung von Fräulein Humbert einen Tanzlehrgang ab, an dem sich Schülerinnen der Ober- und Untersekunda beteiligten.

h) Kurzschrift.

Unser wahlfreier Lehrgang für Reichskurzschrift(Einheitskurzschrift) stand unter Leitung von Herrn Studienrat Dr. Witzel(Humboldtschule). Daneben bestand noch ein Lehrgang für Fort- geschrittenere nach Stolze-Schrey, den unsere ehemalige Schülerin, Frl. Luise Hobusch, veranstaltete.

i) Schreiben. Aus überschießenden Stunden konnten wir für die beiden Sexten je eine Stunde verbindliches Schreiben einrichten, während die schlechten Schr eiberinnen der anderen Klassen in einer pflicht mäßigen Schreibstunde vereinigt wurden.

VII. Der Kindergarten.

Leitung: Jugendleiterin Frl. Wilhelmine Schneider; Gehilfin: Jugendleiterin Frl. Adelheid Du- bois. Halbe Hilfskräfte: Frl. Therese Hellbach, Frl. Margarete Popp bis 13. VIII. 26, Frl. Käte Köhler ab 13. X. 26. Kindermädchen: Frl. Maria Müller.