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2. Die Sternwarte am Kap der guten Hoffnung hat 33 56' z' südliche Breite und 18° 28 52 östliche Länge; die von Washington 38 53' 38“ nördliche Breite und 770 2' 40 westliche Länge. Wieviel Kilometer beträgt die kürzeste Entfernung zwischen beiden Orten? z. Der Inhalt eines abgestumpften geraden Kegels ist V= 439,825 m'’, die Höhe= 15 m, der Radius der unteren Grundfläche doppelt so groß wie der der oberen; wie groß ist der Mantel dieses Kegels? Englische Jahresarbeit: On English Romanticism, verfaßt von Bertha Schwarz.
VI. Künstlerischer und technischer Unterricht, Wettkämpfe. a) Zeichnen.
In den Unterklassen dienen Form und Farbe zur ungezwungenen Wiedergabe des Gesehenen und Erlebten.
Unterrichtsstoff, Märchen, Jahreszeiten und Schulfeste lieferten den Stoff zu Zeichnungen und Malereien im freien Gestalten.
Erst in Quarta strebten wir eine genauere Beobachtung und Wiedergabe der darzustellenden Gegenstände an, wobei auf Flächenaufteilung, Anordnung und Aufbau besonderes Gewicht gelegt wurde.
In den Mittel- und Oberklassen fanden neben der weiteren Durchbildung dekorativer Auf-— gaben strengere Form- und Raumstudien nach der Natur ihren Platz.
Für die Oberklassen gab der nahe Holzhausenpark reiche Gelegenheit zu Landschafts- und Architekturstudien. Der Besuch von Kunstausstellungen regte zu eigenem Schaffen in freier Ge— staltung an.
Schrift und Linolschnitt wurden als künstlerische Ausdrucksmittel gepflegt und vielfach für Schulfeste nutzbar gemacht.
Von Sekunda ab waren geometrische Körper, Grundformen verschiedener Baustile der Aus— gangspunkt für einfache parallel- und zentralperspektivische Arbeiten.
In der Kunstbetrachtung förderte der Besuch größerer moderner Ausstellungen erkennendes und einfühlendes Sehen. Im Anschluß an das Linearzeichnen wurden antike und gotische Baustile besprochen und der moderne Bauwillen an Beispielen der neuen Frankfurter Siedlungen eingehend gezeigt.
b) Werkunterricht.
Zwei Arbeitsgemeinschaften für Papparbeiten gaben Gelegenheit zu reicher praktischer Tätig-
keit. Neben vielen anderen Arbeiten wurden Vorsatzpapiere, Kästen und Bucheinbände angefertigt.
c) Musik.
Lehrplan, Stoffverteilung und Lehrweise des Musikunterrichtes beachten die Forderungen einer zeitgemäßen Unterrichtsgestaltung und lehnen sich an die in den Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen autgestellten Grundsätze für die musikalische Erziehung und Bildung der Jugend an.
Der Unterricht vollzieht sich seit Jahren nach den Grundsätzen des Arbeitsschulbetriebs und sucht die Selbsttätigkeit und Erfindungsgabe der Schülerinnen zu wecken und zu fördern. Dabei hält er Fühlung mit dem häuslichen und öffentlichen Musikleben und verwertet die musikalischen Erscheinungen in Natur und Alltag.
Die von der untersten Klasse an betriebene rhythmische Ausbildung vollzieht sich nach der Methode„Elementare körperlich-motorische Rhythmik als Hilfsmittel musikalischer Erziehung“ (W. Meister) und zeitigt gute Erfolge.
Bei dem Liedgesang kommen Begleit- und Auszierinstrumente tunlichst zur Verwendung. Das Einzelsingen findet besondere Beachtung. Die in den Oberklassen betriebene Besprechung von musikalischen Kunstwerken wurde erweitert und ergänzt durch den unter Führung des Musiklehrers abwechselnden Besuch(Kl. OI bis U II) der im Sommerhalbjahr stattfindenden Hauptproben der Museums-Orchesterkonzerte. Leider hat der jetzige Leiter der Museumskonzerte es dann für richtig ge- halten, seine Proben für jegliche Zuhörerschaft zu sperren. Die Gedenktage für Schubert und na— mentlich für Beethoven gaben Anlaß, uns mit den Werken dieser Künstler eingehend zu befassen. Einzelne Opern wurden besprochen und mit denKlassen besucht.
d) Nadelarbeit. Wie in den vorangegangenen Jahren suchten wir auch im Schuljahr 1926,27 die Grundsätze
des Arbeitsunterrichts, für die sich die Nadelarbeit besonders eignet, durchzuführen. Alle angefertig- ten Arbeiten wurden von den Schülerinnen selbst entworfen. Unsere Untersekundanerinnen betei-


