Jahrgang 
1926
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richt im Städt. Schwimmbad. Am freiwilligen Schwimmen bei Mosler nahmen im Sommer 87 Schüle- rinnen der Elisabethenschule und 38 Schülerinnen der Ubungsschule teil. Wiederum haben Ssich sehr viele Schülerinnen freigeschwommen.

Zum erstenmal seit Jahren konnten wir neben den üblichen auch wieder größere Wande- rungen unternehmen(Spessart. Odenwald. Rhön. Rhein, Lahn. Neckar). keider lieſsen sich aber bei der schlechten Witterung die monatlichen Ausflüge nicht durchführen. Unser altes Wanderheim in Oberhöchstadt am Taunus fand wiederum eifrige Besucher. Es ist aber für unsere Schule viel zu klein und zu dürftig ausgestattet; es fehlt an einem Zimmer für die Lehrer. Wir haben immer noch keinen Ersat, dafür gefunden. Die Schülerinnen zahlen zurzeit monatlich 25 Pfg. für das Ileim. Wir können damit alle Unkosten decken und sammeln zugleich einen Oberschuß für die Zukunft.

Auf der Wegscheide befanden sich im Sommer 1925 vier klassen, und zwar die S-Klasse, die beiden Untertertien und die r. Klasse der Ubungsschule; sie haben trotz des schlechten Wetters dort in bester Laune durchgehalten.

An der städtischen Schulkinderspeisung nahmen durchschnittlich 18 Schülerinnen teil; wesentl- lich stärker war der Besuch der Speisung beim Schulhausverwalter. Das Schulbad wurde von den Ubungsschülerinnen regelmäſsbig und auf Wunsch auch von den Elisabethenschülerinnen benutzt.

Der Gesundheitszustand lies bei Lehrern und Schülerinnen noch zu wünschen übrig. Nicht wenige Schülerinnen suchten städtische und private Erholungsstätten auf. Herr Kreisarzt Dr. Ascher besichtigte die Räume der Schule am 14. Mai in staatlichem Auftrag.

Die Impfungen nahm Ilerr San.-Rat Dr. Rumpf am 13. Mai vor.

Auch in diesem Schuljahr hat sich die Beratung unserer Schülerinnen durch das Städtische Be- rufsamt aus beste bewährt.

Zwei Schülerinnen der Schule erhielten die hohe Auszeichnung einer Reichserziehungsbeihilfe gemäſ Artikel 146 der Reichsverfassung.

Schöne Beziehungen sind herangewachsen zwischen unserer Schule und derschwiegertöchter- lichen Lotteschule(Lyzeum) in Weltzlar; die Wetzlarerinnen haben unsere Schülerinnen dort in hergä- lichster Weise aufgenommen, was ihnen mit gleicher Herzlichkeit vergolten wurde. Bilder von Wetz- lar, Geschenke der Lotteschule, hängen im Vorzimmer des Direktors. Wir wollen die Freundschaft zur Schule Lotte Buffs auch fernerhin pflegen.

Auch im 5. Jahre ihres Bestehens hat unsere Schulgruppe desVereins für das Deutschtum im Ausland sich eifrig betätigt. Dank dem Opferwillen der Eltern konnten wir manche Not lindern helfen durch Gaben für das Kinderheim des V. D. A. in Crossen a. O., durch eine Spende an Geld. Lebensmitteln und Kleidern für das Optantenlager in Schneidemühl, durch Unterstützung einer aus- landdeutschen Iitschülerin und durch Versand von Büchern. Auch der Hauptleitung in Berlin haben wir wieder eine größere Summe als Beitrag zur Erhaltung auslanddeutscher Schulen überwiesen. Zahlreiche Schülerinnen sämtlicher Klassen haben zu diesem schönen Erfolge beigetragen. An der Fahrt des V. D. A. nach Kufstein beteiligten sich sieben Schülerinnen unter der Führung von lerrn Prof. Sommerlatt, Fräulein Dr. Geering und Fräulein Heinrich.

Der Vorsitz des Elternbeirats blieb im Berichtsjahr in den Händen des Herrn Hans Eheleben für die Elisabethenschule und des lIlerrn Stud.-Rat Dr. Schumann für die Seminarübungsschule. In gelegentlichen Sitzungen wie in Einzelbesprechungen wurden die Beziehungen zwischen Elternhaus und Schule gepflegt. Die Elternschaft unterstützte unsere Landheimpläne und trat für die nochmalige Beibehaltung einer Seminarklasse, leider erfolglos, ein.

1 Elisabethenschulverein.

Der Verein zeigte einen erfreulichen Wiederaufschwung. Mehrere gemeinsame Feiern mit dem Musterschulverein wurden abgehalten. Am 28. Oktober gab unsere Obersekunda unter Leitung von Fräulein Dr. Geering einen Rilke-Abend, am 26. November sprach Fräulein Dr. Liefmann über die Gefährdeten der Gesellschaft, am 3. Dezember trug Fräulein Gerda von Hlirschheydt Gedichte vor, am

Februar führten Fräulein Moll und Fräulein Jäger mit einer Schülergruppe dem Verein rhyth- mische ÜUbungen und Volkstänze vor.

Mitglied des Vereins kann jede ehemalige Schülerin werden, ebenso die Mütter unserer jet- zigen Schülerinnen. Anmeldungen an Fräulein Oberschullehrerin Pfeifer.