Jahrgang 
1913
Einzelbild herunterladen

15

die ſittlichen Gefühle, die Affekte). Das Willensleben(der Trieb, das Begehren, das Wollen, das Handeln, der Charakter, die Temperamente): im weſentlichen nach Heilmann, Handbuch der Pädagogik, Band I, S. 1 205. Lektüre und Beſprechung beſonders auf die Kindespſychologie ſich beziehender Stellen aus Schriftſtellern. G. Bäumer und L. DroeſcherVon der Kindesſeele und W. Peper Junge Seelen.

Franzöſiſch: 2 St. Oberlehrer Sommerlatt. Einführung in das Verſtändnis der wichtigſten Literaturwerke und Dichterperſönlichkeiten des 17.19. Jahrhunderts. Schilderung der in dieſen Jahrhunderten hervortretenden geiſtigen Strömungen und ihres Einfluſſes auf die deutſche Kultur und Dichtung. Charakteriſtik der franzöſiſchen Eigenart und Schilderung deutſchen Weſens in franzöſiſcher Auffaſſung. Gedichte neuerer Autoren auswendig gelernt. Referate, Vortragsübungen. Zugrunde gelegt wurde: Herrig, La France Littéraire(éd. abrégée) par E. Pariselle. Braunſchweig, Weſtermann. Übung im mündlichen Gebrauche der modernen franzöſiſchen Umgangsſprache.(Bahnhof, Reſtaurant, beim Einkaufen uſw.). A travers les journaux français(Velhagen& Klaſing). A. Kron, En France(Bielefeld, Karlsruhe). E. Franke, Phrases de tous les jours(Reisland, Leipzig).

Engliſch: 2 St. Miß Gillard. Geleſen: 1. Ships That Pass in The Night, by Beatrice Harraden(Tauchnitz Edition). 2. The Vicar of Wakefield, by Oliver Goldsmith(Velhagen& Klaſing). 3. Misunderstood, by Florence Montgomery(Tauchnitz Edition). Engliſche Beſprechung des Geleſenen und andere Konverſationsübungen.

Italieniſch: 2 St. Signora Got⸗Pedani. Sauer, Kleine italieniſche Sprachlehre, Kap. 141. Lektüre: Mazzoni e Vettori, Cuori Fratelli, Letture educatrici(Milano, Remo Sandron).

Bürgerkunde und Volkswirtſchaftslehre: 2 St. Profeſſor Dr. Froning. Die Organiſation der ſtädtiſchen Verwaltung in Frankfurt a. M. Ihre wirtſchaftlichen und ſozialen Aufgaben: Städtiſche Bodenpolitik und ſtädtiſche Großbetriebe. Beziehungen zu Staat und Reich. Die wichtigſten Aufgaben des Staates Preußen und des Deutſchen Reiches. Die politiſchen Parteien und ihre Ziele. Die gebräuchlichſten Wahlrechtsformen. Die Stellung des Staates zur Kirche. Die Polniſche Frage. Das Rechtsleben in Deutſchland: Organiſation der Gerichte; über die Beſtrebungen zur Reform des Straf⸗ rechts, beſonders für die jugendlichen Verbrecher; wichtige Fragen des bürgerlichen Rechtes: Eigentum und Beſitz, Enteignung, Autorenrecht. Das Steuer- und das Zollweſen Deutſchlands. Seine Land⸗ und Seemacht. Die Stellung Deutſchlands im Rate der Völker. Gruppierung der Mächte in Europa. Internationale Abmachungen: Die Genfer Konvention und das Haager Schiedsgericht. Beſprechung der wichtigſten kriegeriſchen und politiſchen Ereigniſſe während des Schuljahres, u. a. die Tripolisfrage, die Balkanwirren, die Präſidentenwahl in Frankreich. Die hiſtoriſchen Wirtſchaftsformen. Das Wirtſchaftsleben des 19. und 20. Jahrhunderts. Deutſchlands Stellung im Getriebe der Weltwirtſchaft.

RKunſtgeſchichte 2 St. Oberlehrer Dr. Strasdas. Weſen und Aufgaben der bildenden Kunſt, Die Entwicklung des künſtleriſchen Ausdrucks in Architektur, Malerei, Graphik, Plaſtik und Kunſt⸗ gewerbe unter beſonderer Berückſichtigung des 19. Jahrhunderts. Übungen im Betrachten und Werten von Kunſtwerken vor Originalen und Denkmälern.(Beſichtigung von Muſeen, Ausſtellungen, Ausflüge nach Gelnhauſen, Büdingen, Mainz.)

hauswirtſchaftliches Rechnen: 2 St. Frl. Oberlehrerin Kinkelin. Üben im mündlichen und ſchriftlichen Rechnen. Zinsrechnung. Hauswirtſchaftliche Buchführung. Prozent⸗, Diskont⸗ und Wechſel⸗ rechnung. Wertpapiere.

Geſundheitslehre: 2 St. Dr. med. H. Roſenhaupt. Klima, Waſſerverſorgung, Ernährungs⸗ lehre mit beſonderer Berückſichtigung des Säuglingsalters, Nahrungsmittel und ihre Gewinnung (Milchgewinnung und Kontrolle). Infektion und Desinfektion. Die wichtigſten Volksſeuchen und ihre Verhütung, Schutzpockenimpfung. Wohnungshygiene(Allgemeine Wohnungsfürſorge, Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Kanaliſation und Abfuhrweſen). Perſönliche Hygiene(Zahnpflege, Hautpflege, Kleidung). Pflege und Fürſorge des Säuglings und Kindes. Erſte Hilfe bei Unglücksfällen mit einem Überblick über Bau und Verrichtungen des menſchlichen Körpers. Ausgewählte Kapitel aus der Krankenpflege. Es wurde nach Möglichkeit die ſoziale Seite der Geſundheitspflege berückſichtigt und ſo im Zuſammen⸗ hang z. B. die Tuberkuloſefürſorge, die Bekämpfung des Alkoholismus und weſentliche Kapitel aus der Verſicherungsgeſetzgebung beſprochen. Außerdem war den Schülerinnen Gelegenheit gegeben, ſich in der