Jahrgang 
1884
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12. Therese Penne, Tochter des() Kaufmanns Herrn Joseph Penne, geb. zu Frankfurt a. M. den 20. Oktober 1861, evangel. Konfession.

13. Jacobine Wagner, Tochter des() Musikers Herrn Heinrich Wagner, geb. zu Bockenheim den 12. August 1862, evangel. Konfession.

14. Johanna Wiedenmann, Tochter des() Regierungsrates Herrn August Wieden- mann, geb. zu Karlstadt in Baiern den 12. Juni 1863, kathol. Konfession.

Die gleiche Berechtigung erhielt:

15. Anna Finking aus Bonn, welche in dem Institute von Frau Schubring in Bonn vorbereitet war;

Für den Unterricht in den neueren Sprachen erhielt die Berechtigung:

16. Sophie Wienands aus Rheydt, ebenfalls bei Frau Schubring in Bonn vorgebildet.

Am 12. September wurde sodann die Schulvorsteherinnenprüfung, ebenfalls unter dem Vorsitze des Herrn Provinzial-Schulrats Kretschel, abgehalten. Nur eine Aspirantin hatte sich gemeldet, Fräulein Auguste Clerck, Vorsteherin der höberen Mädchenschule zu Höchst a. Main. Die Qualifikation, welche sie erstrebte, wurde ihr auf Grund des schriftlichen und mündlichen Examens, sowie ihrer reichen Berufserfahrung zuerkannt.

Am nächsten Tage(13. September) wurde die Prüfung der Handarbeitslehrerinnen, unter demselben Vorsitze, angeschlossen. An derselben betheiligten sich von unseren Schülerinnen:

1. Martha Cuno; 2. Margarethe Eisel; 3. Emma Giebel; 4. Johanna Grüne- baum; 5. Luise Kling; 6. Ida Knopfmacher; 7. Marie Kreyssig; 8. Bertha Lentz; 9. Johanna Meyer; 10. Lili Müller; 11. Therese Penne; 12. Jacobine Wagner; 13. Johanna Wiedenmann; zu diesen gesellten sich die anderweitig vorgebildeten Damen, Fräulein:

14. Anna Brock; 15. Anna Fabel; 16. Thekla Goebel; 17. Emilie Gottwein. 18. Christine Hämmerlein; 19. Amalie Mayer; 20. Pauline Müller; 21. Clara Zehrung.

Von diesen Examinierten erhielten zwanzig die Befähigung zum Unterricht an höheren und mittleren Mädchenschulen, eine derselben für städtische Volksschulen zugesprochen.

Samstag den 22. September wurde das Sommersemester geschlossen. Abweichend von der hergebrachten Ordnung wurden die Schülerinnen des Seminars und der oberen Schulklassen zu einer kurzen Abschiedsfeier in der Aula versammelt. Die Feierlichkeit entsprach der von dem Kollegium allgemein gehegten Empfindung, daß den sämtlichen abgehenden Schülerinnen, insbesondere den examinierten Seminaristinnen ein Wort des Abschieds und ein warmer Wunsch auf ihren ferneren Lebensweg mitgegeben werden möchte. Sind auch Schule und Seminar ideell getrennt, so wohnen doch beide Anstalten unter einem Dache, werden in demselben Geiste geleitet und von demselben Lehrerkollegium unterrichtet. Die Mehrzahl der abgehenden Semi- naristinnen hatten auch der Schule angehört, einige derselben hatten dieselben von der untersten Schulklasse an besucht. Ihnen qurfte mit Recht gesagt werden, daß in ihrem ganzen ferneren Leben kaum ein Abschnitt die gleiche eruste Bedeutung gewinnen werde, wie dieser Augenblick, in welchem zum letztenmale die Schule ihnen die Hand reiche, in welchem ihnen die volle An- erkennung ihres treuen Fleißes, wie ihrer gesetzten, echt weiblichen Haltung ausgesprochen werden dürfe. Hinter ihnen lägen nun die langen arbeitsvollen Jahre, die frohen und sorgen- vollen Stunden. Die Saat, welche in Herz und Geist bei ihnen bereits feste Wurzel gefaßst habe,

werde ihre reichen Früchte erst in späteren Jahren zeitigen; wie wir sie stets zu den Unserigen Elisabethenschule 1884. 4