Jahrgang 
1880
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4. die Klassen VIa und Va ebenso:

5. die Klassen IVb und IIIb ebenso:

6. die Klassen IVa und IIIa ebenso:

7. die Klassen IIa und IIb éebenso:

8. die Klassen la und Ib und die Seminarklassen ebenso.

Alle diese Stunden in die gewöhnliche Unterrichtszeit zu legen war nicht möglich, da dann doch der Unterricht notwendig mit dem evangelischen Unterricht zusammen fallen mußte. Jedoch ist es, trotz des so komplizierten Stunden-Verteilungsplanes gelungen, wenigstens den Unterricht der beiden untersten Abtheilungen in die eigentliche Schulzeit zu legen, sodaß die Abteilung 1 Mittwoch und Samstag von 1112, die Abteilung 2 Montag und Donnerstag von 11 12 gleichzeitig mit den evangelischen Schülerinnen den Unterricht erhielten. Bei den Abtei- lungen der mittleren und oberen Klassen mußten die Stunden Mittwochs und Samstags von 24 in Anspruch genommen werden. In den 4 ersten Abteilungen wurde der Unterricht, wie bei den evangelischen Schülerinnen, einer provisorischen Lehrerin, Frl. Thekla Baer, anvertraut, die von Herrn Dr. Jakob Auerbach vor ihrem Eintritt in unsre Anstalt, als Schülerin der israclitischen Realschule unterrichtet, unter seiner dankenswerten Anleitung und im Einvernehmen mit Herrn Dr. Oelsner sich der Lösung der so wichtigen Aufgabe mit Liebe und regstem Eifer widmete; für die 4 oberen Apteilungen wurde Herr Dr. ÖIsner gewonnen, der früher einer der Hanptlehrer der israelitischen Realschule, seit einer Reihe von Jahren der Wöhler- schule angehört und seit dem Tode des Herrn Direktors Kreyßig provisorisch die Leitung dieser Schule übernommen hat. Mit Genehmigung des Kuratoriums und des Königl. Provinzial- Schulkollegiums hat er bei seinem Unterricht die beiden Teile der Hausbibel von Dr. Jakob Auerbach zu Grunde gelegt; Frl. Baer unterrichtet nach desselben Verfassers piblischen Erzählungen, doch ist die Einführung derselben als Lehrbuches für die Schülerinnen von dem Königlichen Provinzial-Schulkolleginm noch nicht genehmigt.

Eine genaue Verteilung des Lehrstoffes konnte fürs erste noch nicht festgestellt werden, weil bei den Schülerinnen der oberen Klassen großenteils die Grundlagen fehlten und also, wenn auch in rascherem Gange und entsprechendem Vortrag zurückgegangen werden mußte auf die Wege der unteren Klassen. Für jetzt müssen wir uns darauf beschränken, in einem beson- deren Anhang an»die Verteilung der Klassenpensen« anzugeben, was in diesem ersten Halbjahr in den verschiedenen Abteilungen vorgenommen wurde.

Die Einführung des katholischen Religionsunterrichts im Seminar mit wöchentlich zwei Stunden ist von unsern Behörden beschlossen; leider ist eine Lehrkraft für denselben bis jetzt noch nicht gewonnen worden. In Seminarklasse A ist 1. in Seminarklasse B sind 2, in Seminarklasse C 3 katholische Schülerinnen.