— 14—
10. Februar. Mitteilung einer Anweisung betreffend die Vorkehrungen zur Sicherstellung fiskalischer Gebäude gegen Feuersgefahr.
14. Februar. Den höheren Schulen der Provinz werden auf Grund der Ministerial- Verfügung d. d. 10. Nov. 1884 und der s. Z. eingeholten Vorschläge der Lehrer- kollegien drei Ordnungen für die Erholungspausen zur Wahl gestellt.*)
—G—
IlI. Chronik.
Beginn des Schuljahrs Montag 21. April in folgender Weise: morgens 7 Uhr: Aufnahmeprüfung; 10„ Versammlung sämtlicher Klassen in der Turnhalle und feier- liche Eröffnung; „ 11„ Aufnahme der für die 3. Vorklassc angemeldeten Kinder; nachmittags 3 Uhr: Beginn des Unterrichts..
Am gleichen Tage trat in das Lehrerkollegium und wurde verpflichtet der wissen- schaftliche Hilfslehrer, Herr Hermann Deskau..
Hermann E. Deskau wurde am 9. September 1857 zu Tilsit, Provinz Ostpreufsen, geboren, besuchte das Königliche Realgymnasium seiner Vaterstadt und studierte von Ostern 1876 an zu Berlin und Marburg Französisch, Englisch, Deutsch und Geschichte. Im November 1881 legte er an letzterer Universität die Prüfung pro facultate docendi ab und absolvierte darauf am Königlichen Realgymnasium zu Tilsit das Probejahr. Von Ostern 1883 bis Ostern 1884 war er an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Varel, Grofsherzogtum Oldenburg, beschäftigt und wurde Ostern 1884 als wissenschaftlicher Hilfslehrer an die hiesige Realschule berufen.
Eintritt des cand. prob. Herrn Arnold Metzer in das Kollegium am 24. April.
Am 27. Mai Ausflug sämtlicher Klassen unter Anführung ihrer Ordinarien— die Prima unter Leitung des Herrn Stelz— in die nähere und weitere Umgebung. Praun- heim, Kronberg, der Feldberg, die Saalburg, der Melibokus und Mespelbrunn im Spessart waren die gewählten Reiseziele. Sämtliche Touren verliefen zur gröſsten Befriedigung der Beteiligten.
Pfingstferien vom 31. Mai bis 4. Juni. G 4 Beurlaubung des Herrn Stelz vom 9. bis 21. Juni zwecks Ableistung militärischer Ubungen.
Am 16. Juni morgens besuchten sämtliche Klassen die Singhalesen-Ausstellung im Zoologischen Garten zu Frankfurt a. M.
Sommerferien vom 7. Juli bis 2. August.
Der Hitze halber fiel der Unterricht aus an den Nachmittagen des 1l. 3. 4. Juli und 12. August.
Am 2. September Ausflug sämtlicher Klassen unter Anführung ihrer Ordinarien— die Prima unter Leitung des Herrn Dr. Breyer— bei verschiedenen Reisezielen: Praun-
*)
*) Das Lehrerkollegium hat sich für die 3. Ordnung entschieden, welche der seit Weihnachten 1883 in sämtlichen hiesigen Schulen bezüglich der Pausen geübten Praxis vollständig entspricht. Darnach tritt zwischen je zwei Unterrichtsstunden vormittags und nachmittags eine Pause von 10 bezw. 15 Minuten ein, Die Gesamtdauer der Pausen eines Tages darf 45 Minuten nicht überschreiten, es sei denn, daſs. zu vier Vormittags- und zwei Nachmittagsstunden eine weitere Unterrichtsstunde hinzutrete.


