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Predigerstraſse, oder der Weissfrauenschule, sondern vielmehr etwa im Stile der Ostend- schule oder des neuen Gymnasiums in der Junghofstraſse bauen wird.
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Die Heizung unserer Wohn- und Arbeitsräume und besonders der Schulen ist wäh- rend der letzten Monate, angesichts der abnormen Witterungsverhältnisse, ein weniger angenehmer als interessanter und ausgiebiger Gegenstand öffentlicher und nicht öffentlicher Diskussion gewesen, und die verschiedenen Heiz- und Ofensysteme sind dabei einer scharfen Kritik unterzogen worden. Besonders haben dabei die Zentralheizungen groſser Gebäude: — Dampfheizung, Warmwasserheizung, Heilſswasserheizung(Perkin's System), Luftheizung und Ventilationsheizung— wie sie die moderne Baukunst verlangt, grosse Anfechtungen zu bestehen gehabt.. 1
Ohne Zweifel müssen diese Zentralheizungen als das Ideal der Erwärmung unserer Wohn- und Arbeitsräume angesehen werden. Doch steht auch fest, dass die verschiedenen zur Anwendung kommenden Systeme noch viel zu neu sind, um in jeder Richtung die Durchbildung erfahren zu haben, welche jeden mangelhaften Betrieb ausschlieſst. Und schlieſslich wird nach erreichter relativer Vervollkommnung dieser Heizsysteme diese oder jene Unannehmlichkeit nicht zu vermeiden sein, und es fragt sich dann nur noch, ob die Schattenseiten, die sich hier vorfinden, nicht weit geringer sind, als die mit Ofenheizung grösserer Gebäude verbundenen.
Das hiesige Realschulgebäude ist mit einer sogenannten Ventilationsheizung versehen.*) Heizung und Ventilation wird dadurch erzielt, dass die in den bewohnten Räumen nötige
*) Inbetreff der Ventilationsheizung wird in der„Gesundheitslehre für Gebildete aller 3tAn de. Von Dr. F. Erismann. 2. Aufl. herausgegeben von Dr. Ad. Schuster, München 1879,“ wie folgt geurteilt:
„Man hat dieser Heizmetode viele Vorwürfe gemacht, die allerdings teilweise gerechtfertigt sind, aber oft nicht dem Prinzipe selbst, sondern nur der mangelhaften Ausführung desselben gelten.——— Rufs und übler Geruch in der erwärmten Luft können bei sorgfältiger Konstruktion der Oefen ohne Zweifel vermieden werden,“ a. a. O. p. 145.— Und ferner p. 147:„In neuerer Zeit hat man übrigens gelernt, der Luft im Heizraum selbst durch besondere Vorrichtungen(Apparate zur Wasserverdampfung in den Kaloriferen) jeden beliebigen Feuchtigkeitsgrad zu erteilen.“ Bezüglich der Anlagekosten bemerkt derselbe Verfasser a. a. O. p. 152:„Wasser- und Dampfheizungen kommen in ihrer Anlage teurer zu stehen als Luftheizungen, ihr Betrieb ist aber wegen Ersparnis an Brennmaterial billiger.“
In dem Buche:„Gesunde Wohnungen. Von H. Schülke, Stadtbaumeister in Duisburg. Berlin, bei Springer, 1880.“ sagt der Verfasser von der Ventilationsheizung p. 80:„Ich war in der Lage, diese Heizung und Lüftung längere Zeit in der eigenen Wohnung zu erproben, und musste dann leider wieder am anderen Orte zur gewöhnlichen Ofenheizung zurückkehren; ich habe Gelegenheit genug gehabt, andere Heizsysteme mit der Zentral-Luftheizung in Vergleich zu stellen, und ich habe aus meinen Er- fahrungen die Ueberzeugung gewonnen, dass kein Heizsystem so angenehm ist und so sehr den Anfor- derungen der Gesundheitslehre entspricht, als dieses.“ Ferner heifst es dort pag. 79:„Die Vorzüge einer Zentralheizung springen sofort in die Augen, wenn man bedenkt, dass die Verunreinigung der Zimmer, Treppen und Flure durch den Transport des Brennmaterials und der Asche zu und von den Oefen gänzlich aufhört und das lästige Rauchen bei einiger Aufmerksamkeit gänzlich vermieden werden kann. Auch ist es für manche Räume, namentlich für Schulzimmer, ungemein wichtig, dass die Oefen in denselben wegfallen können, einmal wegen des Platzes, den sie beanspruchen, dann auch wegen der strahlenden Wärme, welche sie den nächstsitzenden Kindern übermäſsig zuführen.“
Und p. 113 heifst es:
„Ich will hier sogleich einschalten, dass viele in unklarer Vorstellung meinen, eine Wasser- oder Dampfheizung liefere feuchtere Luft als eine Luftheizung; dies ist ein Irrtum, denn das Wasser und der Dampf bleiben in den Röhren und den Kondensations-Gefälsen und es wird deshalb auch mit diesen Hei- zungen nur Wärme, keine Feuchtigkeit geliefert.“
Der Professor der Hygiene an der Universität zu Budapest, Dr. J. v. Fodor, gibt dagegen in einem Werkchen:„Das gesunde Haus und die gesunde Wohnung. Aus dem Ungarischen übersetzt. Braunschweig, bei Vieweg. 1878.“ der Kaminfeuerung vor jeder andern den Vorzug: Seite 73 heilst es:


