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Die Eltern unserer Schüler werden dringend ersucht, diese sorgfältigst von dem in gegenwärtiger Zeit so häufig an Schulen auftretenden Verbindungs- und Klubwesen fern zu halten. Die Schulordnung verbietet jede Teilnahme der Zöglinge in dieser Richtung und Uebertretungen des Verbots werden mit strengen Strafen, nötigenfalls mit Ausweisung von der Anstalt geahndet.
Auch die so unschuldig aussehenden Stoss- und Fussballklub gehören zu den Ver- einigungen, die unsern Schülern untersagt sind. So gerne wir diesen Erholung nach der Arbeit gönnen, so gerne wir es sehen, dass sie durch turnerische Uebungen sich körperlich und geistig stärken, so müssen wir doch auf strengste Ausführung jenes Verbotes halten. Die Erfahrung hat gelehrt, dass sich mit der Frequenz dieser Spielgesellschaften so leicht Gewohnheiten verbinden, die nichts gemein haben mit Zucht, Anstand und Sitte. Und die Wildheit,— um nicht anders zu sagen,— mit welcher sich vielfach diese Spiele in nächster Nähe vollziehen, scheint darzutun, dass nicht alles ex- und importirt werden kann, ohne von seinem edlen Charakter zu verlieren. Wir haben Gelegenheit gehabt, derartige Spiele in England zu beobachten, haben selbst in den Reihen der Mitspielenden gestanden und müssen beim Vergleiche des„Dort“ und„Hier“ zu diesem Urteil kommen. Es können wol englische Kaufwaren mit Erfolg in Deutschland verwendet werden; aber englische Nationalspiele lasse man da, wo sie sich den Anschauungen, den Sitten und dem Charakter des Volkes entsprechend ausgebildet und entwickelt haben. Anderswo wer- den sie zur Karikatur. Pflegen wir dagegen unsere Turnerei, und lassen wir durch sie unsere Jugend sich aneignen Zucht, Anstand, Willenskraft, Sinn für Ordnung, Pünkt- lichkeit, Achtung vor den Gesetzen und der Autorität.
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„Für unsere Jugend ist das Beste eben gut genug.“ So möchten wir denjenigen zurufen, welche über die in dem letzten Jahrzehnt errichteten Schulgebäude und deren so sehr vervollkommneten innern Einrichtungen den Stab zu brechen sich bemühen. Wie oft muss man in wegwerfendem Tone von diesen Schulpalästen, die das„Heidengeld“ kosten, den Ruin der Gemeinden herbeiführen und die hohen Steuersätze verschulden sollen, reden hören und lesen! Dass man bei Schulbauten in vereinzelten Fällen auf Irr- wege geraten, hier und da nicht gerade haushälterisch zu Werke gegangen ist, geben wir gerne zu. Aber das sind Ausnahmen, wenige Ausnahmen, welche die Regel nicht hinfällig machen. Wir können nicht zugeben, dass man inbezug auf Schulbauten auf falsche Bahnen gekommen ist, dass die in dem letzten Jahrzehnt besonders in grösseren Städten errichteten Schulhäuser im Grossen und Ganzen verkehrte Schöpfungen sind, glauben vielmehr, dass man in besonneneren und ruhigeren Zeiten nicht statt dieser so- genannten Schulpaläste— Schulhütten bauen wird. Freuen soll man sich im Gegenteil darüber, dass man angefangen hat, die Schule nicht mehr als das Aschenbrödel der sozialen Institutionen zu betrachten; dass man die äusseren Einrichtungen derselben dem Kleinod, dem sie dienen sollen, unserer Jugend, entsprechend würdig ausstattet; dass man Schul- häuser gleichen Schritt halten lässt mit den übrigen baulichen Anlagen unserer Zeit. Was verwendet man nicht alles auf öffentliche Gebäude anderer Bestimmungen, auf Rat- häuser, Theater, Museen, Kirchen, Gerichtsgebäude, Bahnhöfe,— endlich Gefängnisse, Anlagen anderer Art: Promenaden, öffentliche Plätze u. s. w.!— Wie werden selbst die bürgerlichen Wohnhäuser— von den Palästen der Reichen ganz zu schweigen— aus- gestattet! Wie sieht es da mit Möbeln aus! Welche Bequemlichkeiten werden nicht alle ausgedacht! Soll da die Schule allein in patriarchalischer Einfachheit und früherer Mangelhaftigkeit erhalten bleiben? Wir sagen nein und sind gewiss, dass man auch fernerhin z. B. in Frankfurt Schulhäuser nicht im Stile des alten Gymnasiums in der
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