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16. bis 23. Dezember, Herr Eckhardt vom 24. Januar bis 4. Februar und Herr Klanert vom 18. bis 26. Februar. Dazu kam noch, daß Fräulein Mommſen und Herr Schwartz während des Schuljahres in der Zahl ihrer Pflichtſtunden erleichtert waren und Fräulein Rauſenberger nach wieder⸗ holter Ermäßigung ihre Tätigkeit vom 13. September an ganz einſtellen mußte. Die Vertretungen wurden teils vom Kollegium, teils von den Schulamtsbewerberinnen Fräulein Dehnhardt, Fräulein Pfannkuch, Fräu⸗ lein Baberadt und der Frau vom Hofe übernommen.
Am Ende des Schuljahres treten Fräulein Rauſenberger, Fräulein Mommſen und Herr Schwartz nach langer, erfolgreicher Dienſtzeit in den Ruheſtand. Fräulein Rauſenberger gehört dem Kollegium ſeit Oſtern 1878 an. Abgeſehen von einer zweijährigen Wirkſamkeit im Ausland hat ſie ihre geſamte Lehrtätigkeit unſerer Anſtalt gewidmet. Das lebhafte Inter⸗ eſſe, das ſie allem, was die Schule betraf, jederzeit entgegenbrachte, ihre Tüchtigkeit und Pflichttreue wie auch ihre perſönlichen Eigenſchaften haben ihre Tätigkeit zu einer überaus ſegensreichen geſtaltet und ſichern ihr für immer den Dank der Schule und die Hochachtung und Liebe aller derer, mit denen ihre Berufstätigkeit ſie verband. Den zahlreichen Schülerinnen, die ſie herangebildet hat, war ſie nicht nur Lehrerin, ſondern auch Er⸗ zieherin und teilnehmende Freundin, die der Eigenart des einzelnen Kin⸗ des nachging und deshalb auch ſtets Fühlung mit dem Elternhaus unter⸗ hielt. Welche Wertſchätzung ihr ſeitens der Behörde und im Kreiſe der hieſigen Lehrerinnen zuteil wurde, geht daraus hervor, daß ſie jahrelang Mitglied der Schuldeputation war und viele Jahre hindurch den Vorſitz im Lehrerinnenverein geführt hat. Fräulein Rauſenberger hing mit ganzer Seele an ihrer Berufstätigkeit, der ſie erſt entſagte, als ihr Geſundheits⸗ zuſtand ſie dazu zwang.
Fräulein Mommſen kam Oſtern 1894 an die Bethmannſchule, nachdem ſie zuerſt privatim und dann 8 Jahre lang an der Merianſchule tätig ge⸗ weſen war. Auch ſie hat durch ihre treue und an Erfolgen reiche Arbeit der Schule die wertvollſten Dienſte geleiſtet und ſich im Kollegium hohen Anſehens und allgemeiner Beliebtheit erfreut. Ihre Schülerinnen, die kleinen wie die großen, hingen mit Liebe und Verehrung an ihr. Ein ſchönes Zeugnis dafür iſt das herzliche Verhältnis, in dem ſie noch heute mit einer ehemaligen, von der Aufnahme bis zur Entlaſſung von ihr ge⸗ führten Klaſſe ſteht, und das äußerlich ſeinen Ausdruck in Zuſammen⸗ künften, Unterhaltungen und gemeinſamen Ausflügen findet.
Herr Schwartz ſteht ſeit Oſtern 1881 im ſtädtiſchen Schuldienſt. Er war zunächſt wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer an der Bockenheimer Realſchule und wurde Herbſt 1882 an die Bethmannſchule berufen, deren Kollegium damals noch mehrere akademiſch vorgebildete Lehrer angehörten. Seinem beſcheidenen und anſpruchsloſen Weſen entſprechend, wirkte er ſtill und geräuſchlos, aber ſeine Arbeit, der er ſich mit vorbildlicher Gewiſſenhaftig⸗ keit hingab, war eine in hohem Maße ſegensreiche. Seinen Schülern ſtand


