mäßige Arbeit zu guten Leistungen zu fördern. Ohne individueller Neigung und Veranlagung hinderlch zu sein, lehnen wir die Züchtung ein- zelner zu Spitzenleistungen ab. Unser Ziel ist und bleibt die Ausbildung der Masse unserer Schüler zu durchschnittlich guten Leistungen auf allen Gebieten des deutschen Turnens.
Die Pflege der Frei- und Handgeräteübungen in neuzeitlicher Form— als Mittel zum Zweck — ließen wir uns sehr angelegen sein, gibt doch diese UÜbungsgattung auch den Schwäschsten der Schüler das Ihre zur Erziehung und Gesunder- haltung des Körpers.— Unsere Ubungen wer- den während des ganzen Jahres mit nacktem Oberkörper betrieben.
Turnspiele. Sie wurden während des gan- zen Jahres durchgeführt, im Sommer und Herbst auf dem Spielplatz, im Winter nach Möglichkeit auf dem Schulhofe, sonst in der Turnhalle in Form von Hallenspielen. Neben den üblichen Turn- und Kampfspielen wurde das Prell- ballspiel(in der Halle) besonders ausgebil- det und als Mannschafts-, Doppel- und Einzel- spiel gepflegt.
Fechten. Durch die Stiftung des Eltern- beirats aus der Kasse der Notgemeinschaft ka-
3. Die Lehrer
a) Veränderungen im Lehrkörper
Neu eingetreten sind die Herren: Studien- rat Alfred Jung, Studienrat Dr. Wilhelm Fuchs, Studienrat Dr. Wilhelm Ludwig, Stu- dienrat Dr. Theodor Cranz und Studienrat Dr. Martin Kilber. UÜber ihren Lebenslauf berichten sie folgendes:
Alfred Jung wurde am 26. August 1867 zu Frankfurt a. M. geboren. Er besuchte das Real- Gymnasium Musterschule, das er Ostern 1886 mit dem Zeugnis der Reife verließ, um in Straß- burg, Berlin und Marburg Mathematik und Phy- sik zu studieren. Im Dezember 1891 bestand er zu Marburg das Examen pro fac. doc. und wurde nach Ablegung des Seminar-Probejahres an der Klingerschule bezw. Musterschule, von Ostern 1894 bis Ostern 1900 als Hilfslehrer an der Adler- flychtschule beschäftigt. Ostern 1900 wurde er an dem Gymnasium in Höchst a. M. als Ober- lehrer angestellt und bekleidete dann bis zu Ostern 1905 eine Oberlehrerstelle an der Ge- werbeschule in Frankfurt a. M. Nach dem Ein gehen dieser Schule wurde er zunächst an der Fachschule II und seit Ostern 1927 an der Adler- flychtschule beschäftigt, an die er dann Ostern 1928 definitiv überwiesen wurde.
Dr. Wilhelm Fuchs wurde am 16. Mai 1880 zu Heppenheim(Rheinhessen) als Sohn
men wir in den Besitz von 11 Floretts und 11 Masken, die es uns ermöglichen, unsere Prima- ner in die schöne Kunst des Florettfechtens ein- zuführen. Wir benutzten dazu immer einen Tein der Winterspielstunden.
Schwimmen. Die Quartaner hatten wäh- rend des Winters(an Stelle der Spielstunden) verbindlichen Schwimmunterricht im städtischen Hallenschwimmbad. 26 Schüler legten durch ein 15-Minuten-Brustschwimmen die Freischwimm- probe ab. 68 Schüler, die fast durchweg der Oberstufe angehörten, wurden mit einem 45- Minuten-Dauerschwimmen„Fahrtenschwimmer“. Frei- und Fahrtenschwimmer erhielten einen ent- sprechenden Vermerk in das Zeugnis, des wei- teren wurde jedem ein Schwimmerpaß ausge- stellt.—
Rudern. Dem Entgegenkommen des Herru Universitäts-Turnrats Dr. Maeder verdanken wir es, daß wir, unter Benutzung des Bootsmate- rials der Universität, mit 16 Primanern den Ru- dersport(Gig-Vierer) während des Sommers be- treiben konnten. Nach vorbereitenden Trocken- ruderübungen begannen wir im Mai mit den praktischen Ruderübungen auf dem Main an der Wilhelmsbrücke.(Oberturnlehrer Möller.)
des Landwirtes Jakob Fuchs III geboren. Er besuchte vom 6. bis zum 14. Lebensjahre die Volksschule seines Heimatortes, dann 2 Jahre die Präparandenanstalt zu Wöllstein, endlich 3 Jahre das Lehrerseminar zu Alzey. Von Ostern 1899 an wirkte er 4 ½ Jahre lang als Lehrer an den Volksschulen zu Worms. Im Frühjahr 1899 legte er die zweite Lehrerprüfung, im Sommer 1904 die Reifeprüfung an einer Oberrealschule ab. Im Herbst 1903 bezog er die Universität Gießen und bestand daselbst im Juli 1907 die Prüfung für das höhere Lehramt in Mathematik, Physik und Biologie. Er fand dann von August 1907 ab Verwendung am Lehrerseminar zu Friedberg i. H., dann von Ostern 1908 ab am Lehrerseminar zu Bensheim a. d. Bergstraße.
Ostern 1909 trat er in den höheren Schul- dienst der Stadt Frankfurt a. M. über und wurde als Oberlehrer an der städtischen Handelsreal- schule angestellt. In den Jahren 1911— 1913 bil- dete er sich neben seinem Beruf im psychologi- schen Institut zu Frankfurt a. M. besonders in Psychologie aus. Auf Grund seiner Untersuchun- gen konnte er dann später die Doktorprüfung ablegen.
Während des Krieges und in der ersten Nach- kriegszeit war er als Psychologe am Frankfurter Hirnverletztenlazarett tätig. Neben der rein prak-


