tischen Aufgabe der Feststellung der durch die Hirnverletzung bedingten psychischen Aus- fälle suchte er die vielen interessanten Beobach- tungen auch wissenschaftlich zu klären und konnte als Frucht seiner Untersuchungen drei größere Abhandlungen veröffentlichen.
Mit der Auflösung der Merton-Realschule Ostern 1928 ergab sich für ihn die Notwendig- keit, seine Schule, an der er 19 Jahre lang ge- wirkt hatte, zu verlassen und in das Lehrer- kollegium der Adlerflychtschule überzutreten.
Dr. Wilhelm Ludwig ist am 5. VII. 92 in Wiesbaden geboren. Er besuchte dort die Mittel- und die Oberrealschule, die er 1911 mit dem Reifezeugnis verließ. In Bonn widmete er sich dem Studium der Naturwissenschaften. Während der ersten Kriegsmonate war er in einem Laza- rettzug auf dem westlichen Kriegsschauplat⸗ tätig und 1916/17 bei einem Infanterie-Regiment eingezogen. Die Verleihung der Doktorwürde er- folgte am 18. II. 16. Das Staatsexamen wurde am 28. IX. 16 in Bonn abgelegt. Ostern 1917 wurde er dem städtischen Realgymnasium Köln- Deutz mit vollem Lehrauftrag überwiesen und gehörte gleichzeitig dem Seminar des städtischen Realgymnasiums an der Kreuzgasse in Köln an. Am 1. IV. 21 fand die Ernennung zum Studien- rat an dem Realgymnasium Köln-Deutz statt, wo er bis zur Berufung nach Frankfurt a. M. tätig war.
Dr. Theodor Cranz wurde am 31. III. 1889 als Sohn des Pfarrers Paul Cranz zu Wil— dersbach in Thüringen geboren. Nach Besuch des Gymnasiums zu Schleusingen trat er in ein Hamburger Exportgeschäft als Lehrling ein, wandte sich jedoch schon 1910 dem Studium der Germanistik und der Geschichte zu. Der Ab- schluß seines Studiums wurde durch die Jeil— nahme am Kriege(1914—1918) verzögert; er legte die Staatsprüfung in Deutsch, Geschichte, Erdkunde am 25. Januar 1919 ab und promo- vierte am 13. Mai desselben Jahres.
Mit Beginn des Winterhalbjahres ist Stu- dienrat Professor Theodor Morin nach fast ununterbrochener 40 jähriger Tätigkeit aus unserem Arbeitskreis ausgeschieden, da er die Altersgrenze erreichte. Neben seiner unermüdlichen Bemühung um die Beleh- rung und Erziehung unserer Jugend ver- dankt die Schule im besonderen seiner An regung und seinem Weitblick die erste Ein- richtung und weitere Ausgestaltung der erd- kundlichen Lehrmittelsammlung. Ferner war uns seine bahnbrechende Tätigkeit und
Die praktische Ausbildung erhielt er am Gym- nasium zum Kloster u. I. Frauen in Magdeburg. Hier bereits war er als Erzieher am Internat tätig, wie auch während seiner folgenden Lehr- tätigkeit am Realgymnasium zu Langensalza und am Gymnasium zu Schleusingen(1919—1922). Wie soviele Kriegsteilnehmer mußte auch er immer wieder die liebgewordene Wirkungsstätte verlassen, weil Staat und Gemeinden durch Ein- ziehung von Stellen, bzw. Nichterrichtung neuer Stellen zu sparen suchten. Darum verließ er auch nach 6 jähriger Wirksamkeit die Oberreal- schule zu Eisleben, der er nach Zusammenlegung der Primen des Schleusinger Gymnasiums im April 1922 überwiesen worden war. Am 1. April 1928 trat er in den Lehrkörper der Adlerflycht- schule ein.
Dr. phil. Martin Kilber wurde am 27. Mai 1881 zu Marburg a. d. Lahn geboren. Er besuchte die Volksschule in Marburg, die Prä- parandenanstalt in Fritzlar, das Lehrerseminar in Fulda und bestand 1901 die erste, 1904 die zweite Lehrerprüfung. Nach 3 ⁄ jähriger Tätig- keit auf dem Lande wurde er Lehrer an der Hilfsschule in Bad Orb. Am 1. April 1909 trat er in den Schuldienst der Stadt Frankfurt a. M., zunächst als Lehrer an der Pestalozzischule. 1912 legte er die Mittelschullehrerprüfung in Französisch und Englisch, 1913 die Rektorprü- fung für Volks- und Mittelschulen ab. Am 1. April 1913 wurde er Mittelschullehrer an der Ostend-Mittelschule. Vom Frühjahr 1916 an stu- dierte er Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Sprachwissenschaft an der Universität Frankfurt a. M., promovierte 1921 und bestand die Staatsprüfung für das Lehramt an höheren Schulen und die pädagogische Prüfung 1924. Nach 2 ½⁄ jähriger Tätigkeit als Vertreter an ver- schiedenen höheren Schulen Frankfurts wurde ihm am 1. April 1928 eine planmäßige Stelle an der Adlerflychtschule übertragen. Am 1. Juli 1928 wurde er zum Studienrat ernannt.
bestimmende Mitarbeit auf dem Gebiete des Werkunterrichts von großem Wert. Wir bleiben Theodor Morin auch in seinem Ruhe- stand in Dankbarkeit und Verehrung ver- bunden.
Sein Unterricht wurde von Studienasses- sor Dr. Maul übernommen.
Bei einer längeren Beurlaubung des Di- rektors hat der inzwischen verstorbene Stu- dienrat i. R. Honorarprofessor Dr. Schwe-— mer im Unterricht ausgeholfen, und ver- pflichtete die Schule zu herzlichem Dank.


