Jahrgang 
1926
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Werkzeichnen(freiwillig). In UIIl wurde Kunſtſchrift geübt und die Elemente des Linearzeichnens erlernt.

2. Muſikunterricht.

Serta und Quinta. Geſang. Es wurden Sprech-, Atem, Tonbildungs⸗-, Gehör⸗-, Willens⸗, Taktier⸗, Leſe⸗, Gedächtnis⸗ und Phantaſieübungen beim Erarbeiten der Lieder vorgenommen. Auch Blaſen, Summen und Pfeifen der Lieder wurde geübt. Tier⸗ und Vogelſtimmen wurden nachgeahmt.

Ein⸗ und zweiſtimmige Choräle wurden gelernt. Jeder Schüler ſingt die erſte und zweite Stimme. Die vertonten Lieder aus demLebensgut(1. u. 2. Teih) ſind den Schülern bekannt. Auch wurden die Abhandlungen über Muſik aus den beiden Leſe⸗ büchern durchgeſprochen. Eine Auswahl verſchiedenartiger Lieder bildet den eiſernen Beſtand.

Muſiklehre: Einführung in die Notenſchrift, Pauſen, Taktarten, Intervalle, Tonleitern, Dur und Moll, Vortragszeichen, Rhythmik, Betonung, Melodik, Bewegung und Charatter der Lieder. Geiſtliche und Volkslieder, Märſche, Tänze, Kunſtlied. Das Lied der Straße, der Kirche, des Feſtes, des Berufs, der Oper, des Wanderers, der Vögel. Silbe und Ton Wörter und Taktteile Satz und Tonſatz.

Quartabis Unterſekunda. Geſang: Faſt alle Schüler bilden den großen Chor. Es wurden 4-ſtimmige geiſtliche, Volks⸗, Marſchlieder gelernt und nach ihrer Melodik, Rhythmik, Dynamik, Harmonik beſprochen und auswendig geſungen.

Der kleine Chor beſteht aus ausgeſuchten Sängern. Seine Aufgaben ſind größer und ſchwieriger; er wurde im Winterhalbjahr in Sonderchorſtunden weitergebildet. Inſtrumentalmuſik: Es beſteht eine Lauten⸗ und Mandolinenvereinigungi. Die fort⸗ geſchrittenen Violin- und Klavierſpieler bilden die Anfänge des Schulorcheſters. Muſiklehre und Muſikgeſchichte: Es wurden auch hier Gedächtnis⸗, Leſe⸗, Willens⸗,

Gehör⸗, Phantaſie⸗- und Geſchmacksübungen angeſtellt. Gliederung und Aufbau, Nie⸗

derſchrift der Lieder. Volks⸗ und Kunſtlied. Meſſe. Paukenſymphonie von J. Haydn. Johann Strauß. Vorbereitung des Schülerkonzerts am 3. 2 1926 (Orchſteſterverein).

3. Peibesübungen.

Turnen: Es beſtanden: 11 Turnabteilungen, die kleinſte zählte 17, die größte 37 Schüler bei wöchentlich 2 methodiſchen Turnſtunden für jede Turnabteilung. Im Sommer pflegten wir die volkstümlichen Uebungen des Laufens, Springens. Werfens und Stoßens, Turn⸗ ſviele(beſonders Schlaabal), ſowie Frei⸗ und Handgeräteübungen neuzeitlicher Art. Im Winterhalbiahr ſtand das Turnen an den Geräten im Mittelpunkt des Unterrichts, da⸗ zu Frei⸗ und Handgeräteübungen wie im Sommer, insbeſondere eine Auswahl Schwungübungen(rhythmiſch) nach Dr. BodesAusdrucksgymnaſtik.

Turnſpiele: Geſpielt wurde im Sommer auf dem Sportplatz an der Eſchersheimerland⸗ ſtraße, im Winter größtenteils auf dem Schulhofe. Bei ungeeignetem Wetter wurde in der Halle geturnt oder geſpielt. Bei günſtigen Schneeverhältniſſen wurde von einigen Abteilungen gerodelt: ſolange gutes Eis vorhanden war, beſuchte man die Eisbahn.

Schwimmen: Vom 1. 11. 25 bis Oſtern 1926 erhielten die beiden Quarten anſtelle der Winterſpielſtunden verbindlichen Schwimmunterricht im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad. Der Unterricht lag in den Händen zweier Bademeiſter und des Turnlehrers Möller. Nur auf Grund ſchulärztlichen Atteſtes waren einige Schüler von der Teilnahme befreit. Der Erfolg war in dieſem Jahr außerordentlich günſtig. Nach Abzug der anfänglichen Frei⸗ ſchwimmer und Befreiten erlernten in IVa ſämtliche Schüler(100%), in IVVb 93% das Schwimmen.

Wanderungen: Unter Führung der Klaſſenlehrer wurden 8 Wanderungen im Laufe des Jahres unternommen.