4. Kurzſchrift.
Unterricht in der Einheitskurzſchrift wurde in zwei Lehrgängen erteilt. Jeder Kurſus hatte wöchentlich 1 Unterrichtsſtunde, die ſich an den Vormittagsunterricht an⸗ ſchloß. An Hand des Lehrbuches der deutſchen Einheitskurzſchrift von Profeſſor Dr. G. Amſel wurden die Schüler in das Lehrgebiet der neuen Kurzſchrift eingeführt. Auf Er⸗ zielung einer beſtimmten Geſchwindigkeit wurde bisher noch kein Gewicht gelegt; das ſoll Aufgabe des ſich anſchließenden Fortbildungskurſus ſein. Leiter des Lehrgangs war Herr Oberſchullehrer Freſe von der Humboldtſchule.
3. Die Lehrer.
a) Deründerungen im Lehrkörper.
Am 1. 4. 1925 trat Studienrat Friedrich Jung*) ein. Am 1. 10. 25 wurde Studien⸗ aſſeſſor Dr. Joſef Görres**) zum Studienrat ernannt. Zur Verwaltung der Biologieſtelle, die bis Oſtern 25 dem nach Biedenkopf verſetzten Studienaſſeſſor Dr. Robert Nold übertragen war, wurde zum 1. 4. 25 Studienaſſeſſor Lothar Hoger berufen, der Herbſt 1925 an das Staatliche Realgymnaſium in Wiesbaden verſetzt und zunächſt von Studienaſſeſſor Adalbert Dreger, ab 1. November 25 von Studienaſſeſſor Rudolf Weidenbuſch abgelöſt wurde.
Den katholiſchen Religionsunterricht übernahm zu Herbſt für Dr. Hörle Kaplan Schmidt.
Die längere Zeit erkrankten Studienräte Dr. Lange, Th. Morin, Dr. Kreutzer, Dr. Waß⸗ muth, wurden von den Studienaſſeſſoren Rudolf Schwab und den Studienreferendaren Koma⸗ rek, Haas und Kaemmer vertreten; für den erkrankten Oberſchullehrer Möller half Schulamts⸗ bewerber Köhler aus.
b) Pehrerausſchuß.
In den ſtändigen Lehrerausſchuß wurden die Studienräte Dr. P. Wohlfeil(Vorſitzen⸗ der), Th. Morin und Dr. G. Schindehütte gewählt.
c) fortbildung.
An einem mathematiſch⸗naturwiſſenſchaftlichen Fortbildungskurſus der Univerſität Frank⸗ furt vom 14.—17. Oktober 1925 nahmen die Studienräte Löwe, Dr. Schindehütte, und Dr. Schneider teil.
*) Friedrich Jung, geboren 10. Februar 1888 zu Düren im Rheinland. evangeliſcher Konfeſ⸗ ſion, beſuchte das Realgymnaſium zu Kaſſel bis zur Reifeprüfung Oſtern 1908, ſtudierte zu Frank⸗ furt a. M., Marburg und GSöttingen neuere Sprachen und Erdkunde und beſtand im Juni 1914 die Staatsprüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Das Seminar⸗ und Probejahr leiſtete er am Wöhlerrealgymnaſium zu Frankfurt ab, wo er auch am 1. April 1920 zum Oberlehrer ernannt wurde. Am 1. April 1926 wurde er an die Adlerflychtſchule verſetzt.
**) Dr. Joſef Görres, geboren zu Aachen am 8. Juli 1878, katholiſcher Konfeſſion beſuchre die dortige Volksſchule, um ſich dann dem praktiſchen Leben zuzuwenden. Erſt ſpät bot ſich ihm die Möglichkeit, Schüler des Aachener Kaiſer⸗Karls⸗Gymnaſiums zu werden und das Reifezeugnis zu erlangen. Zu Münſter und Berlin ſtudierte er Deutſch und Geſchichte. 1907 wurde er in Berlin zum Dr. phil. promoviert; in Münſter beſtand er das Staatsexramen. Das Seminarjahr legte er am hieſigen Goethegymnaſium, das Probejahr an der Merton⸗Realſchule ab. Am 1. X. 1925 wurde er zum Studienrat an der Adlerflycht⸗Schule ge wählt, derem Lehrkörper er ſeit 1920 als Studien⸗ aſſeſſor angehört.
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