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Auch diese Sache brachte der Direktor in geeigneter Stunde zur Kenntnis der Schüler und erlebte die Freude, daß so viel Christbaumzimtsterne mit Zubehör in die Schule gebracht wurden, daß sie nur von einem Kärrner an die bekanntgegebene Sammelstelle geschafft werden konnten.„Wenn die Könige bauen“,— das drängte sich hier besonders in mehrfachem Sinne auf, und es war mit Wohlgefallen nachzuempfinden,—„haben die Kärrner zu tun“.— Ende Januar traf ein Dankschreiben des Offiziersstellvertreters Matti aus Belgisch-Flandern ein, das folgenden Wortlaut hatte:
„Sehr geehrter Herr Direktor! Nach Empfang der Frankfurter Liebesgaben für unsere Sanitäts- kompanie drüngt es mich, auch speziell Ihnen, verehrter Herr Direktor, im Namen unserer Kompanie unsern verbindlichsten Dank auszusprechen, den ich bitte auch Ihren Schülern übermitteln zu wollen.— Es freut mich sehr, daß unsere Vaterstadt Frankfurt unser in so reichem Maße gedacht hat, und noch mehr, daß die Adlerflychtschule dabei so stark beteiligt war.— Im Felde kann man alles verwerten, und was dem einen nicht dient, kann wieder der andere brauchen.— Esswaren, Konfekt usw. fanden großen Anklang, besonders bei unseren Verwundeten. Ebenso Wollwaren, die wir größtenteils an unsere Mann- schaften zur Verteilung brachten. Bei dem hier herrschenden öftern anhaltenden Regenwetter und den grundlosen, schlechten Wegen ist es für die Leute eine große Wohltat, wenn sie sich öfter frisch kleiden können.— An ein Vorwürts ist hier auf beiden Seiten wohl kaum zu denken, da zwischen der See und Dixmuiden eine einzige oft kilometerbreite Uberschwemmung herrscht.— Ich stehe viel südlicher als Dixmuiden, in der Nähe von Roulers, doch waren wir letztens zu Pferd im UÜberschwemmungsgebiet, das einen trostlosen Anblick bietet.— Für den mir übermittelten Glückwunsch zur Auszeichnung danke ich herzlichst.
Indem ich bitte, mich den Herren empfehlen zu wollen, bin ich
Ihr dankbar ergebener gez. Josef Matti.“
12. Unmittelbar vor Weihnachten am 22. Dezember lieferte Herr Lehrer Franz Stieler wieder 2 Kisten mit Liebesgaben aus seiner Klasse ab, und zwar diesmal für die Verwundeten in den Feldlazaretten des 18. Armeekorps und Reserve-Armeekorps.
13. Am 27. Januar beteiligten sich die meisten Klassen der Adlerflychtschule mit je einem Vertreter an dem Vertrieb der Schleifchen und Kaiserpostkarten, die von der Hauptstelle der Kriegsfürsorge öffentlich zum Verkauf für 10 Pfg. ausgeboten wurden. Der Ertrag der Büchsen, die dabei in Umlauf kamen, betrug 108,38 M.
14. Noch einmal ließ am 17. Februar Herr Lehrer Franz Stieler 12 Feldpostpakete abgehen an Väter und Brüder von Schülern, sowie an frühere Adlerffychtschüler, die zugleich alle mit Briefen von seinen Schülern der 1. Vorschulklasse beglückt wurden.
15. Eine Sammlung, die für den deutschen Verein für Sanitätshunde veranstaltet wurde, brachte 37,50 M. zusammen.
— 16. Als ein Aufruf durch das Land ging, die Schule solle helfen, die noch im Umlauf befindlichen Goldmengen der Reichsbank zuzuführen, wurden auch unsere Schüler veranlaßt, sich nach Kräften an dieser hochwichtigen Sache zu beteiligen. Zur Ermunterung wurde ihnen am 1. März ein schulfreier Tag in Aussicht gestellt für den Fall, daß sie 10 000 M. zusammen- brächten, und für jede weiteren 2000 M. ein schularbeitsfreier Tag. Drei Tage später, am 4. März, waren 13 650 M. in Gold abgeliefert, und deshalb fiel zunächst am 6. März der Unter- richt aus. Die Sammlung schreitet unterdessen rüstig fort. Bis jetzt wurden 25 360 M. Gold gewechselt. Unsere Jugend beweist, daß auch sie noch immer erreichen kann, was sie will.
17. Zu Anfang März wurde die Sammlung von Staniol noch einmal mit bestem Erfolg wiederholt. UÜber das Ergebnis bei der Hauptsammelstelle kann zur Zeit des Abschlusses dieses Jahresberichts noch nichts mitgeteilt werden.
Neue Liebes- gaben.
Vertrieb von Kaiserpost- karten am 27. Januar.
Zwölf Feld- postpakete.
Sammlung für Sanitäts- hunde.
Gold gegen Papier.
Noch einmal Staniol!


