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R 611(IVb), Robert Schäfer(O IIIæ) und Karl Schott(U IIa). Möchten doch auch alle unsere anderen Schüler, die den Tag mitfeierten, sich im Gedenken daran immer mehr bewußt werden: Je mehr der Mensch auch schon in seinem jungen Leben mit der Arbeit Ernst macht, desto mehr tut er zu seiner Vervollkommnung, daß er brauchbar werde für den Dienst des Gemeinwohls!
Im Sinne des auf das Jubiläum des 16. Juni bezüglichen Erlasses des Herrn Ministers handelten wir, wenn wir beschlossen, mit der Feier noch einen Ausflug der Schule zu verbinden. Das Wetter war günstig, und so zogen schon gleich nach Schluß der Vorgänge in der Schule die obersten Klassen mit einigen Lehrern aus, um das Niederwalddenkmal am Rhein mit seiner Umgebung zu besuchen. Der folgende Tag wurde als„Maifest“, das ja noch ausstand, hinzugenommen, und an ihm, dem 17. Juni, begaben sich dann auch alle anderen Klassen der Adlerfllychtschule auf die übliche frohe Wanderschaft des Früh- jahrs in die nähere oder weitere Umgebung, in Wald und Feld, durch Berg und Tal. Der Abschluß der vorausgegangenen Feier hätte nicht schöner sein hönnen.
Am 29. Juni fand in der Festhalle und auf dem Festhallengelände zur Erinnerung an das 1908 in Frankfurt abgehaltene 11. Deutsche Turnfest ein Turnen der Frankfurter Schulen und der Frankfurter Turnerschaft statt. Die Adlerflychtschule nahm mit den Schülern der Klassen IV bis UIl an dem Schauturnen der Allgemeinen Freiübungen teil.
Während der Sommerferien starb am 28. Juli der seit Ostern 1904 im Ruhestand lebende frühere Lehrer der Adlerflychtschule, Herr Friedrich Fertig. Das Nervenleiden, das ihm die letzten Jahre seiner Tätigkeit so schwer gemacht hatte, war im Laufe der Zeit wieder erträglich geworden. Aber der Körper war doch nicht widerstandsfähig genug, um die Lungenentzündung zu überstehen, die ihn jetzt befallen hatte. Die in Frank- furt zur Ferienzeit anwesenden Mitglieder des Lehrerkollegiums geleiteten den verdienten einstigen Mitarbeiter zur letzten Ruhestätte, und Herr Professor Otto Morin legte in Vertretung des beurlaubten Direktors für das Lehrerkollegium einen Kranz am Grabe nieder.
Der 2. September konnte, nachdem im Jahre zuvor das schlechte Wetter unsere Absichten durchkreuzt und uns zu einer Feier unter uns in der Aula gezwungen hatte, diesmal wieder in der an der Schule eingebürgerten Weise festlich begangen werden. Es war ein wundervoller Herbstmorgen, als sich um 8 Uhr Schüler und Lehrer im Schulhof versammelten; auch das Elternhaus erfreute uns durch eine rege Beteiligung, und so ge- staltete sich die Feier, deren Hauptkosten die Turner der Realklassen zu tragen hatten, wie immer zu einer Art Schulfest der Anstalt im Sommerhalbjahr, in dem wir ja auf dem Hof unter freiem Himmel mehr Raum haben als in der geschlossenen Aula. In diesem Jubiläumsjahr 1913 sah sich der Direktor zu einer etwas eingehenderen Ansprache ver- anlaßt, in der er etwa folgendes ausführte:
Maifest.
Schauturnen in der Festhalle.
Ableben Friedrich Fertigs
Der 2. Septbr.
Vor ungefähr 8 Tagen ist in Gegenwart einer glänzenden Festversammlung im Haag in
Holland der sogenannte Friedenspalast eingeweiht worden, zu dem ein reicher Amerikaner, der bekannte Carnegie, das Geld hergegeben hatte. Beim Dank an den hochherzigen Stifter sagte der Vorsitzende des ständigen Schiedsgerichtshofes, fruchtbare Arbeit könne ja in dem neuen Dalast wohl geleistet werden, aber auch in diesem Tempel werde der ewige Friede nicht geschaffen. Das Verheißungvolle des Tages wurde durch solche Worte an solcher Stelle in solchem Augenblick gewiß einigermaßen gedümpft. Namentlich sollten die Worte aber jene Friedensschwärmer sich zu Herzen nehmen, die gern über das Ziel hinausschießen und z. B. vom 2. September sagen, man solle an dem Tage überhaupt das Wort Sedan gar nie in den Mund nehmen, sondern vielmehr
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