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25. September bestimmt worden. Das heiße Wetter dieses Tages konnte keine Abhaltung bilden, und gegen 2 Uhr trafen über 11 000 Schüler und Schülerinnen aus den Bürger-, Mittel- und höheren Schulen Frankfurts unter Führung ihrer Lehrer auf dem Altaracker ein. Um 2 ½ Uhr war der Anordnung gemäß der nach dem einheitlichen Plane vorgesehene Aufmarsch in Säulen vollzogen. Es folgte die Aufstellung zu den beabsichtigten Freiübungen, und dann wurden diese von der ganzen großen Masse gemeinsam nach Fahnenschwingen und Glocken- zeichen ausgeführt. Man mag über den Zweck solcher Massenvorführungen denken, wie man will: die Genugtuung und Freude über ein wirklich gutes Gelingen in der Gesamt- wirkung sowohl bei Teilnehmern als bei Zuschauern läßt sich nicht in Frage ziehen. Und für einen ersten Versuch ist am 25. September— so heißt es allgemein— ein wirklich guter Erfolg zu verzeichnen gewesen. Nach dem Abmarsch der Massen reihte sich noch ein Sonderschauturnen und Spielen einzelner Schulen an, bei dem die Adlerflychtschule durch Keulenübungen und Hindernislaufen vertreten war. Der Verlauf der ganzen Veran- staltung war von guter Vorbedeutung für das kommende Purnfest.
Allen Schülern, die durch rege Teilnahme ihre Freude an der Sache der Turnspiele bekundet hatten, sollte, wie in den früheren Jahren, durch eine Turnfahrt gelohnt werden. Da diese in den üblichen Herbsttagen aus verschiedenen Gründen nicht stattfinden konnte, so wurde ein Winterausflug in Aussicht genommen und am 5. Februar zur Ausführung gebracht. Es war ein wirklicher Winterausflug, zu dem alle Vorbedingungen diesmal aber auch in vollem Maße erfüllt waren. So nahmen denn auch alle Spieler bis auf wenige Aus- nahmen teil. Wir fuhren alle miteinander— die Unter- und Oberabteilungen der Schüler aus den Klassen VI. bis U. II wurden zusammengenommen— mit einem Frühzug nach Cronberg, und hinauf ging es durch die unvergleichlich schöne Winterlandschaft, an ungefährlichen und schon eher Gefahr bringenden Rodelbahnen vorbei, über Schnee und Eis zum Feldberg. Unterwegs Sstießen wir auf elegraphenstangen, die gebrochen am Boden lagen, auf Drähte, die weithin am Boden schleiften, man hatte auch sonst durch Beobachtungen an den Bäumen Anlaß, an die Verheerungen zu denken, die durch die Schnee- und Eismassen in der Natur angerichtet werden; aber auch nur eine Spur von Trauer darüber konnte nicht. aufkommen, so sehr war man am Staunen über die Pracht der Winterlandschaft, über die wahrhaften Wunderwerke, die Reif, Schnee und Eisbildung, vielfach zusammenwirkend, zustande gebracht hatten, über die bemerkenswerte Mannig- faltigkeit der Kunstgebilde der Natur, die man gesehen haben muß, um daran zu glauben. s war ein klarer Tag, die Luft war vollkommen ruhig, das Märackicter unter solchen Umständen überaus erfrischend und angenehm, und hätten wir auf der Höhe noch Sonnen- schein angetroffen mit einem Rundblick über die schneebedeckten Berge, Wälder und Felder des Taunus, so wäre uns nichts mehr zu wünschen übrig geblieben. Aber man darf nicht zu viel verlangen: Oben kamen wir in die Wolken, von Aussicht Konnte keine Rede sein, der Aufenthalt im Freien war unfreundlich, und es hätte daher nicht gelohnt, ihn länger auszudehnen, als von Anfang an geplant worden war. Die Schüler tummelten sich nur kurze Zeit draußen herum und nach der vorgesehenen Rast wurde alsbald der Rückweg angetreten. Auf diesem kam die Freude der Jugend in ihrer Weise zum Ausdruck durch ein fröhliches ungezwungenes Treiben im Schnee bergab konnte man gleiten, oder man liel sich von Kameraden vorwärts ziehen. Es ging nur allzu schnell hinab, und érst als wir wieder in der Gegend der Rodelbahnen angelangt waren, wurde zeitweise
Die Turnfahrt.


