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Der Hitze wegen mußte der Unterricht am 14. und 17. Juni von 11 Uhr ab aus- gesetzt werden. Zum Schlittschuhlaufen wurden die Nachmittage des 17., 20. und 24. Januar freigegeben.
Einen Tag vor Beginn der Sommerferien, am 1. Juli, hatte die Schule die Ehre des Besuchs ihres Dezernenten im Königl. Provinzial-Schulkollegium zu Cassel, des Herrn Geheimen Regierungs- und Provinzial-Schulrats Dr. Paehler. Nach dessen im Herbst unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberregierungsrat erfolgter Ernennung zum Direktor des Provinzial-Schulkollegiums ging infolge der dadurch veranlaßten Verschiebungen im Provinzial-Schulkollegium das Dezernat der Adlerflychtschule an Herrn Provinzial- Schulrat Dr. Kaiser über.
Mehr und mehr ist die Schule bestrebt, unter den Vorgängen der durch die Be- stimmungen gebotenen sogenannten Schlußprüfung die Fortführung des planmäßigen Unterrichts bis zum Ende nicht leiden zu lassen. Die Schüler der obersten Klasse sollen sich bemühen, allen anderen Klassen mit dem guten Beispiele voranzugehen und durch gewissenhaften Fleiß und unausgesetzte Aufmerksamkeit von Anbeginn des Jahres das Aufrücken in die nächsthöhere Klasse der Vollanstalt zu erreichen Wie ist es zu bedauern, wenn leistungsfähige Schüler erst im letzten Vierteljahr sich an die Arbeit machen. Wie viel könnte gelernt sein, und wie anders stände dann die Sache am Ende, wenn sie das ganze Jahr so geschafft hätten wie die letzten Wochen, manchmal nur die allerletzte Woche vor dem Aufstellen der Zensuren! Dann würden wir wahrlich neben den Klassen- erfahrungen besonderer Unterlagen durch jene Schluß-, d. i. Versetzungsprüfung zum Zwecke der Beurteilung unserer Schüler kaum mehr bedürfen. UInd das ist das Ziel, das uns vorschwebt, an dem wir aber ohne ernstere Mitarbeit der Jugend nicht anlangen können. Die mündliche Schlußprüfung des letzten Jahres fand am 21. März statt. 30 von 31 anwesenden Schülern konnte die Versetzungsreife nach der Obersekunda zugesprochen werden, bei einem war dies nicht möglich. Der an Blinddarmentzündung erkrankte Schüler Rumpf wurde am 20. April nachgeprüft und für versetzungsreif erklärt. Mit den Geschäften des Königlichen Kommissars war der unterzeichnete Direktor beauftragt.
Die von dem Kuratorium beschlossene Verdoppelung. der Vorschulklassen der Adlerflychtschule, die Ostern 1903 durch Eröffnung einer Parallelklasse 3 b begonnen hat, wurde zu Anfang des jetzt ablaufenden Schuljahres durch Hinzufügung der entsprechenden 2 ½ fortgesetzt und wird diese Ostern durch Aufsetzung der Vorschulklasse 1b zu Ende geführt werden. Der Direktor läßt es sich angelegen sein, durch persönliche Mitarbeit, soweit es seine Zeit erlaubt, die Entwicklung dieser für die ganze Schule bedeutsamen Anderung zu verfolgen, und wird auch in diesem Jahre die Anordnung der staatlichen Behörde nicht aus dem Auge verlieren, bei der Versetzung aus der Vorschule in die Realschule mit größerer Strenge als ehedem zu verfahren, um so zugleich allmählich einen besseren Ausgleich herbeizuführen zwischen den früher so ungleichen Versetzungsziffern der obersten Vorschul- und der untersten Realschulklasse. Es liegt aber darin auch in Wirklichkeit, wie schon im Vorjahre an dieser Stelle gesagt wurde, nur eine scheinbare Strenge. Denn es ist grundverkehrt, einen Schüler an die Fremdsprache heranzubringen, solange Ohr und Auge in der Muttersprache noch nicht die genügende Vorbildung erreicht haben. Und neuerdings wird sogar allgemein mit stets wachsendem Nachdruck die Frage aufgeworfen, ob es erzieherisch richtig sei, das Kind schon nach dreijährigem Schulbesuch


