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ist gewiß schon manches Heil aus solcher Hingabe an die Freuden des Spielplatzes ent- sprungen. Der Wind, der da kräftig um Nase und Ohren pfeift, hält den jungen Menschen von so manchen gesundheitsschädlichen Einflüssen und Einwirkungen fern, wie denn über- haupt das Sportleben unserer Tage unzweifelhaft viel Gutes in dieser Beziehung wirkt und deshalb in seiner Bedeutung für das Aufkommen eines an Leib und Seele gesunden Nachwuchses nicht hoch genug geschätzt werden kann. Die Ausschreitungen des Sportes werden trotz Gewährung jeder mõöglichen Freiheit auf dem Spielplatz fern gehalten. Darum sollte aber auch das Elternhaus alle Bedenken beiseite setzen, die sich vielleicht noch hier und da regen, und nicht nur das: Es sollten auch alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt werden, die sich dem Besuche der Turnspiele entgegenstellen; der von der Schule für diese freigehaltene Nachmittag sollte durch keinerlei andere Nebenbeschäftigungen in Anspruch genommen werden. Gilt es doch hier kein geringeres Gut als die Gesundheit des heranwachsenden Menschen, dem man zumal in der Großstadt keine Gelegenheit vor- enthalten sollte, die sich zur Betätigung seiner Bewegungsfreiheit bietet. Das Verlangen nach öffentlichen Spielplätzen, das immer vernehmlicher jetzt an das Ohr der Behörden dringt, ist doch wahrlich Zeugnis genug. Da sollten denn aber auch die Spielplätze, die vorhanden sind, von denen, für die sie geschaffen wurden, nach Gebühr benutzt werden. Ich habe während der Jahre meines Aufenthalts in England die Spielplätze der englischen Jugend kennen gelernt und habe mich gar manchmal des Treibens auf ihnen gefreut. Die Auswüchse brauchen wir nicht nachzumachen, aber das Gute sollten wir nehmen, wo wir es finden; und es sollte mich freuen, wenn ich an der mir nun in meinem Vaterlande anvertrauten Schule einen Aufschwung auf diesem Felde erlebte.
Wie sehr es sich die Anstalt selbst angelegen sein läßt, diesen herbeizuführen, mag daraus ersehen werden, daß im Hinblick auf die Bedeutung der Sache die Neuauf- nahme einer Sitte beschlossen wurde, die an den anderen höheren Schulen Frankfurts schon länger besteht, gegen die aber an der Adlerflychtschule bislang eine gewisse Abnei- gung geherrscht hatte. Von den Schülern, die durch rege Teilnahme ihre Freude an den Turnspielen bekundet haben, soll im Spätjahr an einem geeigneten Tage regelmäßig eine Turnfahrt nach Art der im vergangenen Herbst stattgehabten unternommen werden. Wir fuhren damals(20. Sept.) mit den beteiligten Schülern der Klassen Quarta bis Prima in der Frühe des Tages nach Cronberg, marschierten auf den Feldberg, von hier nach ange- messener Rast weiter auf die Saalburg, nach deren Besichtigung ohne Aufenthalt hinunter nach Dornholzhausen und schließlich in der Abendstunde zum Bahnhof in Homburg, von wo uns der Zug gegen 7 Uhr nach Frankfurt zurückbrachte. Die Schüler der vier Klassen Quinta und Sexta waren ebenfalls früh morgens ausgezogen. Ihr Weg führte durch den Stadtwald nach Heussenstamm und über Bieber zurück. Auch sie verbrachten mit ihren Spielleitern— marschierend und spielend— einen genußreichen Tag in freier Bewegung in der von der Natur so bevorzugten UÜmgebung unserer herrlichen Stadt Frankfurt.
Bei dem Wetturnen der Schüler der höheren Lehranstalten, das am 24. September auf dem Altaracker abgehalten wurde, trugen die Schüler Ludwig Wolf aus IIa, Karl Schenck und Hugo Volze aus IIb Preise davon.
Den Frühlingsausflug ließen wir in diesem Schuljahr ausnahmsweise im Hinblick auf die durch den Umbau der Heizungsanlage bedingte achttägige Verlängerung der Sommerferien ausfallen.


