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der pensionierte Lehrer Herr Jos. Ramlohr und Herr Prediger Leimbach von der Katharinenkirche. Allen den Herren, die uns im Laufe des Jahres beigestanden haben, auch den oben genannten Herren Wenderoth, Pfarrer Herchenröder und Dr. Pfeffer sei hierdurch der herzliche Dank der Schule ausgesprochen.
Der äußere Verlauf des Schuljahrs brachte nichts Außergewöhnliches mit sich. Zu gemeinsamer Erhebung versammelten sich wie üblich die Schüler am Anfang und am Ende jedes Vierteljahres in der Aula, wo der Direktor zugleich die der Gesamtheit geltenden Mitteilungen machte. Die vaterländischen Gedenktage wurden in herkömmlicher Weise in Erinnerung gebracht.
Am Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers hielt Herr Oberlehrer Suhle die Festrede. In markigen Zügen entwarf er ein Bild von der mächtigen Entwicklung des brandenburgisch-preußischen Herrscherhauses und Staates und sprach zuletzt in begeisterten Worten von der hohen Bedeutung des letzten Gliedes in dieser Entwicklung, der ent- schlossenen und entschiedenen Hebung und Förderung der deutschen Seemacht durch Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. Nachdem das Hoch mit der Nationalhymne verklungen war, wurde auf Konferenzbeschluß dem Schüler der Ib Paul Olbrich für Treue in der Schule das von Seiner Majestät zu diesem Zweck zur Verfügung gestellte Werk„Deutsch- lands Seemacht“ von Kapitänleutnant a. D. Wislicenus durch den Direktor überreicht.
Am Sedantage wurde der sinnige Brauch festgehalten, der sich im Laufe der letzten Jahre an der Adlerflychtschule herausgebildet hat, den Tag, an dem vor wenig mehr als einem Menschenalter Deutschland seine Macht- und Kraftprobe bestanden hat, in festlicher Erinnerung zu erhalten durch eine Vorführung turnerischer, körperlicher Leistungen: Unter Leitung des Herrn Volze und unter Mitwirkung der übrigen Turnlehrer wurde ein Schau- turnen der Realklassen veranstaltet, zu dem die Eltern der Schüler in großer Zahl erschienen waren, und an dem auch die Behörde durch Entsendung eines Vertreters ihre Teilnahme bekundete. Zu Beginn nahm der Direktor Veranlassung, in kurzer Ansprache darauf hinzuweisen, wie ja gerade in diesem Jahre, da man des deutschen Turnvaters Jahn in allen deutschen Gauen festlich gedenke, eine solche Feier so ganz besonders am Platze sei. Demütig dankbar nicht minder als stolz wollen wir aufblicken am Sedantage und auch der Zeit des Tiefstands gedenken, nach der unser deutsches Vaterland, um sich emporzuringen, der Männer wie Jahn bedurfte.
Der Frühlingsausflug fand bei schönstem Wetter am 17. Juni statt.
Bei dem Wettturnen der Schüler der höheren Lehranstalten am 17. September trugen die Schüler Johann Hacker und Johann Hesse aus Ib und Paul Ludwigsen aus IIe Preise davon.
Der Hitze wegen mußte am 2., 3., 4. Juni, 1. Juli und 4. September der Unterricht von 11 Uhr ab ausfallen. Zum Schlittschuhlaufen wurden die Nachmittage des 21. November, 9. Dezember, 16. und 20. Januar freigegeben.
Zufolge der ministeriellen Erlasse vom 25. und 29. Oktober 1901 war schon zu Ostern 1902 an die Stelle der früheren Reifeprüfung der Realschule eine sogenannte Schlub- prüfung getreten, die nur noch die Bedeutung einer Versetzungsprüfung haben soll, wie sie an den neunklassigen Anstalten beim UÜbergang von Unter- nach Obersekunda abgehalten wird. Es steht zu hoffen, daß auch die äußeren Vorgänge hierbei mit der Zeit eine noch immer gleichmäßigere und demnach für die sechsklassige Realschule den ruhigen Fortgang
des Unterrichts bis zum Schluß immer weniger beeinträchtigende Gestaltung gewinnen. Im
vorigen Jahre konnte sämtlichen Schülern der Oberklasse der Adlerflychtschule außer


