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nis eingeprägt, die Kernstellen derselben memoriert.— 2. Lieder memoriert, resp. wiederholt.— 3. Katechismus: Das 1. Hauptstück mit den Erklärungen und vom 2. Hauptstück Art. 1 und 2 mit den Erklärungen wurden gelernt, resp. wiederholt.
Katholische Religion.(Mit Sexta kombiniert.) 2 St. Böhm. Nach einer Repetition der biblischen Geschichte des Alten Bundes nach dem kurzen Abriß der Geschichte im großen Diöcesan-Katechismus wurden die Geschichten des Neuen Bundes nach Dr. G. Schusters biblischer Geschichte erlernt.— Wiederholung der Lehre von den Geboten. Die Lehre von den Gnadenmitteln nach dem großen Diöcesan-Katechismus mit Ausschluß der schwierigeren, besonders bezeichneten Fragen.
Deutsch. 4 St. Winneberger. 1. Lektüre: Genauere Behandlung einiger Lese- stücke, sonst kursorische Lektüre. Memorieren von Gedichten. 2. Orthographische UÜbungen: Wiederholung des Pensums der Sexta mit besonderer Berücksichtigung der selteneren Wörter. Wöchentliche Diktate. 10 nach Form und Inhalt wohl vorbereitete Aufsätze. 3. Grammatik: Befestigung und Ergänzung des Pensums der Sexta, Konjugation und Deklination, Wortarten und Satzglieder vollständig.
Französisch. 8 St. Winneberger. Gründliche Repetition des Pensums der Sexta, besonders der Kapitel von den Pronomina und dem Partitiv; das regelmäßige Verb, namentlich im Indikativ. Zahlreiche Beispiele übersetzt, retrovertiert und memoriert; UÜbungen im Uber- setzen aus dem Deutschen mündlich und schriftlich. Wöchentlich wurde eine schriftliche Arbeit geschrieben. Lektüre: Aus Lüdecking, Franz. Lesebuch, 1. Teil, wurden die Vorübungen gelesen-.
Geschichte. 1. St. Winneberger. Biographische Erzählungen aus Altertum, Mittel- alter und Neuzeit zur Gewinnung eines allgemeinen Uberblicks über das ganze Gebiet der Ge- schichte, namentlich der deutschen Geschichte seit Friedrich dem Großen.
Geographie. 2 St. Im Sommer: Morin. Im Winter: Andrä. Nach einer gründlichen Wiederholung des Pensums der Sexta, namentlich der Globuslehre mit Benutzung des Universal- apparates von Mang, wurden die in der Heimatskunde gewonnenen Grundbegriffe aufs neue befestigt und erweitert. Hierauf orographische und hydrographische Übersicht der außereuro- päischen Erdteile mit Hinzunahme des Wesentlichsten aus der politischen Geographie. Die in Sexta begonnenen Ubungen im Zeichnen wurden fortgesetzt und die Schüler angeleitet, die Zeich- nungen des Lehrers an der Wandtafel unter steter Benutzung des Atlas nachzubilden.(Vergl. Kirchhoff, Schulgeographie III, 46—84.)
Rechnen. 4 St. Dr. Schauf. Brüche und Decimalbrüche. Schlußrechnung(direkte Verhältnisse).(Becker u. Paul, Rechenbuch, 2. Teil.)
Geometrie. 2 St. Dr. Schauf, Geometrischer Anschauungsunterricht. Geometrisches Zeichnen. Nebenwinkel, Folgewinkel, Scheitelwinkel, Parallelenlehre.
Naturbeschreibung. 2 St. Dr. Schauf. Im Sommer Botanik: Vertreter der Familie der Liliaceen, Papilionaceen, Rosaceen, Pomaceen, Ranunculaceen, Primulaceen, Labiaten. Einige ausländische Kulturpflanzen. Im Winter Zoologie: Skelett des Hundes. Übungen im Bestimmen einzelner Säugetierknochen. Säugetiere.
Sexta. Ordinarius: Evangelische Religion. 3 St. O.-L. Lic. Dr. Kretzer. 1. Biblische Geschichte: Die wichtigsten biblischen Geschichten des Alten Testamentes wurden gelesen, erklärt und be- sprochen, von den Schülern nacherzählt und durch Wiederholungen dem Gedächtnis eingeprägt,


