Deutsch. 4 St. Winneberger. 1. Lektüre: Vorzüglich die geschichtlichen Erzäh- lungen von Paldamus, Lesebuch, 4. Teil, wurden im Zusammenhange gelesen, besprochen und von den Schülern inhaltlich wiedergegeben. Die für die Klasse bestimmten Gedichte wurden gelernt, recitiert, disponiert oder ihr Inhalt erzählt. 2. Schriftliche Ubungen: Im Anschluß an die Lektüre wurden 10, nach Inhalt und Form wohl vorbereitete Aufsätze geschrieben. Zur Befestigung der Orthographie wurde alle 14 Tage ein längeres Diktat geschrieben entweder zusam- menhängenden Inhalts oder in Sätzen über durchgenommene Wörter aus den wichtigsten früheren Abschnitten und dem neu hinzukommenden Kapitel der Fremdwörter. Besondere Beachtung wurde der Interpunktion geschenkt. 3. Grammatik: Befestigung des früher Erlernten aus Wort- und Satz- lehre. Starke, schwache und gemischte Deklination und Konjugation; Wortarten; Satzglieder. Außerdem Satzarten mit vorzüglicher Berücksichtigung der daran anzuknüpfenden Interpunktions- lehre. Alles wurde namentlich an Beispielen aus der Lektüre geübt.
Französisch. 8 St. Dr. Hub. a) Grammatik und Ubersetzen, 5 Stunden. Die Konjugation der wichtigsten sog. unregelmäßigen Verben nebst den vorzüglichsten Zusammen- setzungen und Ableitungen derselben. Die betreffenden Sätze aus Scholderers Lehrbuch(§ 62 bis Schluß) wurden übersetzt und zurückübersetzt, die zugehörigen Vokabeln gelernt. Scholastica und Domestica. b) Lektüre, 3 Stunden. Sämtliche prosaische und einige poetische Stücke von Lüdecking I..
Geschichte. 2 St. Morin. Übersichtliche Wiederholung der griechischen Sagen- geschichte. Geographie Griechenlands. Zusammenhängende Behandlung der griechischen Ge- schichte bis zum Tode Alexanders des Großen. Römische Geschichte bis zum Untergange der Republik. Die für die Gegenwart wichtigsten Erscheinungen des Altertums in kulturgeschicht- licher Hinsicht wurden hervorgehoben.(Paldamus und Scholderer, Abriß der Geschichte.)
Geographie. 2 St. Morin. Besprechung der außerdeutschen Länder Europas, nament- lich in oro- und hydrographischer Hinsicht.(Kirchhoff, Schulgeographie,§§ 19— 28.) Kartenzeichnen,
Rechnen. 2 St. Dr. Schauf. Die Decimalbrüche repetiert. Schlußrechnung: ein- fache und zusammengesetzte, direkte und indirekte Verhältnisse, Kettenrechnung.(Becker und Paul, Rechenbuch, 3. Teil.).
Algebra. 1 St. Dr. Schauf. Einführung in die Buchstaben-Rechnung. Gebrauch der Klammern. Die 4 Species mit relativen Größen. Einübung der Formeln für(a+ b)², (a+† b)(a— b).
Geometrie. 2 St. Dr. Rausenberger. Die Anfangsgründe wiederholt. Parallelen- lehre. Die Lehre vom Dreieck. Fundamentalaufgaben und zahlreiche Konstruktionen.
Naturbeschreibung. 2 St. Dr. Schauf. Im Sommer Botanik: Die wichtigsten Familien der einheimischen monokotylen und dikotylen Pflanzen. Die Palmen. Das Linnésche System, Knospung. Im Winter Zoologie: Skelett der Gans. Die Vögel, insbesondere die bekann- teren einheimischen. Übungen im Bestimmen einzelner Skelettteile der Säugetiere und Vögel.
Quinta. Ordinarius: Dr. Schauf.
Evangelische Religion. 2 St. O.-L. Lic. Dr. Kretzer. 1. Biblische Geschichte: Die wichtigsten biblischen Geschichten des Neuen Testamentes(nach Köhler) wurden gelesen, erklärt und besprochen, von den Schülern nacherzählt und durch Wiederholungen dem Gedächt-


