—3 4, 22, 5, 24, 27.— 3. Katechismus: Das 1. Hauptstück mit den Erklärungen und das 2. Hauptstück(Art. 1 und 2 mit Erklärungen) wurden gelernt, resp. wiederholt.
Deutsch. 4 St. Pietzsch.
a) Lesen in Paldamus, Lesebuch 3. Teil. Einzelne Lesestücke genauer behandelt. Memoriert wurden folgende Gedichte: 1. Harras, der kühne Springer(Körner), 2. Der kleine Hydriot(W. Müller), 3. Das Mahl zu Heidelberg(Gust. Schwab), 4. Muttersprache(Max von Schenkendorf), 5. Der Alpenjäger(Fr. v. Schiller), 6. Fischer, Hirt und Jäger aus Tell(Fr. v. Schiller), 7. Des Deutschen Vaterland(E. M. Arndt), 8. Hoffnung(Em. Geibel).
b) Grammatik. Im Sommer wurden repetiert: Deklination des Substantivs, Konju- gation des schwachen and starken Verbes; Personal-Pronomen, Präposition und Adverb; der einfache Satz.
Neu hinzu traten im Winter: Der sog. zusammengezogene Satz; die Satzverbindungen und die beiordnenden Konjunktionen; direkte und indirekte Rede.— Viele schriftliche Übungen.
c) Orthographie. Dieselbe wurde in 35 Diktaten geübt, der Stoff meist dem »Regeln- und Wörterverzeichnis für preuß. Schulen⸗ entnommen. Wiederholtes Abschreiben der wichtigsten in orth. Hinsicht bemerkenswerten Wörter.
d) Anfsatz. 10 Aufsätze meist geschichtlichen Inbalts mit mündlicher und schrift- licher Korrektur.
Französisch. 8 St. Dr. Scholderer. Gründliche Repetition des Pensums der Sexta, besonders der Kapitel von den Pronomina und dem Partitiv; die regelmäßigen Verba, inkl. der Verba auf oir, in allen Temporibus und Modis. Zahlreiche Beispiele übersetzt, retrovertiert und memoriert; Übungen im Übersetzen aus dem Deutschen mündlich und schriftlich. Wöchentlich wurde ein Extemporale und ein Diktat geschrieben. Lektüre: Leichtere Stücke aus Lüdecking, Fraunz. Lesebuch, 1. Teil.
Geschichte. 1 St. Morin. Biographische Erzählungen: Lykurgos, Solon, Miltiades, Leonidas, Themistokles, Alkibiades, Sokrates, Epaminondas, Demosthenes, Alexander der Große, Hannibal, Cäsar, Hermann, Karl der Große, Heinrich I, Otto I. Friedrich Barbarossa, Rudolf von Habsburg, Columbus, Martiu Luther.
Geographie. 2 St. Morin. Nach einer gründlichen Wiederholung des Pensums der Sexta, namentlich der Globuslehre mit Benutzung des Universalapparates von Mang, wurden die in der Heimatskunde gewonnenen Grundbegriffe aufs neue befestigt und erweitert. Hierauf folgte eine orographische und hydrographische Übersicht der außereuropäischen Erdteile mit Hinzu- nahme des Wesentlichsten aus der politischen Geographie. Die in Sexta begonnenen Übungen im Zeichnen wurden fortgesetzt und die Schüler angeleitet, die Zeichnungen des Lehrers an der Wandtafel unter steter Benutzung des Atlas nachzubilden. Ein Gradnetz wurde von den Schü- lern selbst entworfen und zu Grunde gelegt. Namen und Größenangaben wurden auf das äu- berste beschränkt. Die heimatliche Gegend wurde überall zum Vergleich herangezogen.(Vergl. Kirchhoff, Schulgeographie III, 46—84.)
Rechnen. 4 St. Dr. Schauf. Die Bruchrechnung. Schlußrechnung(direkte Ver- hältuisse).(Becker u. Paul, Rechenbuch, 2. Teil.)
Geometrie. 2 St. Dr. Schauf. Geometrischer Anschauungsunterricht. Geometri- sches Zeichnen. Nebenwinkel, Folgewinkel, Scheitelwiukel, Parallelenlehre.


