Französisch. 8 St. Dr. Hub.
a) Grammatik und Ubersetzen, 5 Stunden. Die Konjugation der wichtigsten sog. unregelmäßigen Verben nebst den vorzüglichsten Zusammensetzungen und Ableitungen derselben. Die betreffenden Sätze aus Scholderers Lehrbuch(§ 62— Schlußz) wurden übersetzt und zurück- übersetzt, die zugehörigen Vokabeln gelernt. Diese und ähnliche Sätze dienten auch zu den Scholasticis, wozu öfters noch zusammenhängende Stücke, wie Fabeln, Auekdoten, Erzühlungen, namentlich anch geschichtliche Stoffe hinzukamen.
b) Lektüre, 3 Stunden. Aus dem Lesebuch von Lüdecking I, wurden die Lesestücke
1— 64 sorgfältig repetiert, neu gelesen fast sämtliche übrigen prosaischen Stücke dieses Lese- buches.
Geschichte. 2 St. Morin. Übersichtliche Wiederholung der griechischen Sagengeschichte. Geographie Griechenlands; eine Karte wurde von den Schülern nach Anleitung des Lehrers ge- zeichnet. Sodann folgte eine zusammenhängende Behandlung der griechischen Geschichte bis zum Tode Alexanders des Großen. Alles Unwichtigere und Unwesentlichere wurde ausge- schlossen; die historisch bedeutenden Persönlichkeiten traten in den Vordergrund der Erzählung. Ebenso geschah dies bei der nun folgenden Behandlung der römischen Geschichte bis zum Untergange der Republik. Die für die Gegenwart wichtigsten Erscheinungen des Altertums in kulturgeschichtlicher Hinsicht wurden hervorgehoben.(Paldamus und Scholderer, Abriß der Geschichte.)
Geographie. 2 St. Morin. Besprechung der außerdeutschen Länder Europas, na- mentlich in oro- und hydrographischer Hinsicht.(Kirchhoff, Schulgeographie,§§ 19—28.) Kartenzeichnen.
Rechnen. 2 St. Dr. Schauf. Die Dezimalbrüche. Schlußrechnung: einfache und zusammengesetzte, direkte und indirekte Verhältnisse.(Becker und Paul, Rechenbuch. 3. Teil.)
Algebra. 1. St. Dr. Sehauf. Einführung in die Buchstaben-Rechnung. Gebrauch der Klammern. Die 4 Species mit relativen Größen. Einübung der Formeln für(a+ b)e, (a+ b)¹,(a+ b)(a-— b).
Geometrie. 2. St. Dr. Rausen berger. Die Anfangsgründe wiederholt. Parallelen- lehre. Die Lehre vom Dreieck. Fundamentalaufgaben und zahlreiche Konstruktionen.
Naturbeschreibung. 2 St. Dr. Schauf. Im Sommer Botanik: Die wichtigsten Fa- milien der monokotylen und dikotylen Pflanzen. Das Linné'sche System. Keimung. Im Winter Zoologie: Skelett der Gans. Die Vögel, insbesondere die bekannteren eiuheimischen. Übungen im Bestimmen einzelner Skeletteile der Säugetiere und Vögel.
Quinta. Ordinarius: Pietzsch.
Religion. 2 St Dr. Kretzer. 1. Biblische Geschichte: Die wichtigsten biblischen Geschichten des Neuen Testamentes(nach Köhler) wurden gelesen, erklärt und besprochen, von den Schülern nacherzühlt und durch Wiederholungen dem Gedächtuis eingeprägt, die Kern- stellen derselben memoriert.— 2. Lieder: Es wurden memoriert resp. wiederholt: 25, 18, 19,


