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411 Deklamationsübungen wurden fortgesetzt. c. Schriftliche UÜbungen: Lüngere Diktate mit besonderer Berücksichtigung der Interpunktionslehre und der Orthographie der Fremdwörter; zehn Aufsätze im Anschluß an die Lektüre und an den geschichtlichen Unterricht.
Französisch. 8 St. Hub. a. Grammatik und Übersetzen 5 Stunden. Die Konjugation der wichtigsten sog. unregelmäßigen Verba. Hierzu die vorzüglichsten Zusammensetzungen und Ableitungen. Die betreffenden Sätze der Plötz'schen Schulgrammatik wurden übersetzt, gelernt die Vokabeln von Lekt. 1— 23. Dazu kamen eine großze Anzahl anderer sämtlich franzöõsischen Autoren entnommener Sätze, die den Schülern deutsch vorgesprochen und mündlich ins Französische übersetzt wurden; solche Sätze dienten auch zu den Scholasticis, wozu abwechselnd auch zusammenhängende Stücke traten, wie z. B. Polyphème, Tantale, Frédéric le Grand et le Page; Louis onze; La Corneille et la Cruche; la Lecture: le dernier Dauphin de Viennois; le Chien et l'Ombre; Galland; le Bücheron qui a perdu sa Hache; François Ier et le Charbonnier; 2 Briefe etc. Berücksichtigt wurden bei den UÜbungen auch die wichtigsten Lehren der Syntax (Tempus und Modus) und der Wortstellung. b. Lektüre. 3 Stunden Aus dem Lüdecking'schen Lesebuch, 1. Teil, wurden die Lesestücke I, 1— 64 aufs eingehendste repetiert; neu wurden II, 1— 16; III, IV und V ganz; VII, 1—6, im ganzen genau 100 Seiten in der Schule prä- pariert, dann von den Schülern zu Hause nachgelesen und in der Schule repetiert.
Geographie. 2 St. Pietzsch. Besprechung der außerdeutschen Länder Europas namentlich in oro- und hydrographischer Hinsicht.
Geschichte. 2 St. Morin. Ubersichtliche Wiederholung der griechischen Sagengeschichte. Geographie Griechenlands; eine Karte wurde von den Schülern nach Anleitung des Lehrers ge- zeichnet. Sodann folgte eine zusammenhängende Behandlung der griechischen Geschichte bis gum Tode Alexanders des Großen. Alles Unwichtigere und Unwesentlichere wurde aus- geschlossen; die historisch bedeutenden Persönlichkeiten traten in den Vordergrund der Erzählung. Ebenso geschah dies bei der nun folgenden Behandlung der römischen Geschichte bis zum Untergange der Republik. Die für die Gegenwart wichtigsten Erscheinungen des Altertums in kulturgeschichtlicher Hinsicht wurden hervorgehoben.
Naturbeschreibung. 2 St Dr. Rausenberger. Im Sommer Botanik: Repetition und Erweiterung des Lehrstoffs der Quinta. Ferner die Familien der Kern- und Steinobstgewächse, die Rosaceen, die Korbblütler, einige Monokotyledonen, die Palmen u. a. an Repräsentanten. Im Winter Zoologie: Die Naturgeschichte der Vögel. Repetitionen über die Säugetiere.
Rechnen. 2 St. Dr. Rausenberger. Die Dezimalbrüche. Schlußrechnung. Einfache und zusammengesetzte, direkte und indirekte Verhältnisse.(Nach Becker u. Paul).
Algebra. 2 St. Dr. Rausenberger. Einführung in die Buchstabenrechnung. Gebrauch der Klammern. Die vier Spezies mit relativen Größen. Faktorenzerlegung. Lösung von zahl- reichen Aufgaben nach Bardey, Aufgabensammlung.
Geometrie. 2 St. Dr. Rausenberger. Gerade Linie und Winkel; Nebenwinkel, Folgewinkel und Scheitelwinkel Parallelenlehre. Die Lehre vom Dreieck. Fundamentalauf- gaben und zahlreiche Konstruktionsaufgaben.(Nach Kambly, Planimetrie).
Schreiben. 2 St. Fertig. Wiederholung des vorjährigen Pensums in kleineren Schriftzügen.
Zeichnen. 2 St. Hein. Nach von dem Lehrer nach Weishaupt und Hänselmann an- gefertigten Wandtafeln: Schwierigere Rosetten, Pflanzenformen, charakteristische Blätter und


