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Quarta. Klassenlehrer: Dr. Reichenbach.
Religion. 2 St. Dr. Gotthold. Lehrbücher: Köhler, biblische Geschichte, Luthers kl. Katechismus, Gesangbuch für die evangelischen Schulen Schleswig-Holsteins. Zunächst wurden nach Köhlers biblischen Geschichten die früheren Pensa, namentlich die der VI und V repetiert, dann allgemeine Einleitung in die Bücher des Alten und Neuen Testaments, Geographie von Palästina, hierauf im Zusammenhang: Das Leben Jesu. Die Geschichten wurden vorgetragen, erläutert, repetiert und dann von den Schülern nacherzählt, möglichst im engen Anschluß au das biblische Wort. Im Katechismus wurde das I. Hauptstück durchgenommen und memoriert. Folgende Lieder aus dem Gesangbuch für die Schulen Schleswig-Holsteins wurden memoriert: No. 5»Vom Himmel hoch«.— No. 11»Ach bleib' mit deiner Gnade«.— No. 14 »Auf Christi Himmelfahrt allein«.— No. 15»0 heil'ger Geist, kehr bei uns ein⸗«.— No. 22 »Wie soll ich dich empfangen«.— No. 24»O Haupt voll Blut und Wunden«.— No. 25»Be- fiehl du deine Wege«.— No. 44»Jesus lebt, mit ihm auch ich«.— No. 4»Ein feste Burg«.
2 Deutsch. 4 St. Morin. 1. Grammatik: Der einfache umkleidete Satz wiederholt, der zusammengezogene Satz, die Satzverbindung, das Satzgefüge. Wiederholung der Formenlehre,
PErweiterung der Orthographie, Fremdwörter. Interpunktionslehre; es kommen hier besonders
Punkt, Ausrufungszeichen, Fragezeichen, Komma und Kolon in Betracht. Die einzeluen Regeln an Sätzen eingeübt. b. Lektüre: Es wurden vorzüglich die geschichtlichen Erzählungen von Paldamus, Lesebuch, 4. Teil, im Zusammenhange gelesen; dabei sachliche Erläuterung des Iuhalts und Disposition des Stückes. Die Schüler wurden angehalten, größere Abschnitte zusammenhängend und in entsprechender Form wiederzuerzählen. An betreffenden Lesestücken wurde der Unterschied zwischen Märchen, Sage, Fabel und poetischer Erzühlung besprochen. Die Deklamationsübungen wurden fortgesetzt. c. Schriftliche Übungen: Längere Diktate mit besonderer Berücksichtigung der Orthographie der Fremdwörter; Bildung von Sätzen durch die Schüler mit Bezug auf die durch- genommenen Regeln.— Aufsätze: Nachbildungen und Umarbeitungen poetischer und prosaischer Vorlagen:„1. Der erymanthische Eber und die Kentaurenschlacht. 2. Sei ehrlich! 3. Krösus und Solon. 4. Leonidas bei Thermopylae. 5. Die lebendige Mauer. 6. Ein Ringkampf in Olympia. 7. Klein Roland. 8. Mucius Scaevola. 9. Theodor Körner. 10. Rechtschaffenheit des Fabricius.
Französisch. 8 St. Dr. Scholderer. a. Grammatik und Ubersetzen 5 Stunden. Die Kou- jugation der wichtigsten sog. unregelmäßiigen Verba. Hierzu die vorzüglichsten Zusammensetzungen und Ableitungen. Die betreffenden Sätze der Plötz'schen Schulgrammatik wurden übersetzt, gelernt die Vokabeln von Lekt. 1— 23. Dazu kamen eine große Anzahl anderer sämtlich französischen Autoren entnommener Sätze, die teils französisch den Schülern vorgesagt und von diesen repetiert(zum Teil im Chor), teils, deutsch denselben vorgesprochen, ins Französische mündlich oder an der Schultafel über- setzt wurden; solche Sätze dienten auch zu den Scholasticis, deren im ganzen 36 angefertigt wurden, wozu noch 4 Domestica kamen. Berücksichtigt wurden bei den Übungen auch die wichtigsten Lehren der Syntax(Tempus und Modus) und der Wortstellung. Seit Weihnachten Diktate, zwei wöchent- lich, zur Befestigung der Orthographie und Grammatik. Dieselben wurden dann auch zur Um- bildung und Nachbildung benutzt. Zuletzt die Verba auf oir specieller, die von capere abgelei- teten, devoir, falloir, mouvoir, mit ihren zahlreichen Derivatis. b. Lektüre. 3 Stunden. Aus dem Lüdecking'schen Lesebuch, 1. Teil, wurden die Lesestücke II, 1—16. IV, 1. VII, 1— 15, im


