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Frau Fabrikant Else Brill übernommen: beiden Damen sei auch an dieser Stelle der gebührende Dank abgestattet. Den verbindenden Text sprach der Oberprimaner Georg Narewczewitz. Die schöne Feier erzielte auch einen hübschen Reingewinn, der zu Schul- zwecken Verwendung finden soll.
Eine schlichte, aber ergreifende Weihnachtsfeier, für die der Magistrat wiederum einen riesigen Tannenbaum gestiftet hatte, vereinigte in der Mittagsstunde des 23. Dezembers noch einmal die Schulgemeinde.
Mit Schluß des Jahres 1909 schied der bisherige Stadtverordnetenvorsteher Herr. Chr. Fr. Thorey, der auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, auch aus dem Kuratorium der Friedrich-Wilhelms-Schule. Dem ÜUnterzeichneten, der mit ihm in einer fast IIjährigen gemeinsamen Tätigkeit für das Wohl der Friedrich-Wilhelms-Schule gearbeitet hat, ist es ein Herzensbedürfniss, an dieser Stelle Herrn Thorey für die verständnisvolle, von großen Ge-
sichtspunkten getragene Mitarbeit den Dank der Anstalt auszusprechen.— An seine Stelle trat mit Beginn des neuen Jahres der neue Stadtverordnetenvorsteher, Herr Fabrikant H. Calenberg.
Die Kaisersgeburtstagsfeier am 27. Januar wurde durch eine Andacht eröffnet. Daran schlossen sich abwechselnd Gesänge des ersten Chors bezw. der Quintaner und Dekla- mationen. In der Festrede entwarf Oberlehrer Dr. Römheld ein Bild von der Ge- schichte und Kultur Marokkos in Vergangenheit und Gegenwart. Die Kaiserprämie konnte, da sie erst am folgenden Tage eintraf, leider nicht ausgehändigt werden. Zuerkannt wurde sie dem Obersekundaner Georg Saame.
Zur Reifeprüfung wurden die schriftlichen Arbeiten vom 31. Januar bis 4. Fe- bruar angefertigt; die mündliche Prüfung fand am 28. Februar und 1. März unter dem Vor- sitz des Direktors statt.
Die schriftlichen Arbeiten für die Schlußprüfung an der Realschule wurden vom 22. bis 25. Februar angefertigt; die mündliche Prüfung fand am 7. März unter dem Vor- sitz des Direktors statt.
Die feierliche Entlassung der Abiturienten erfolgte am 0. März.
Der Schulschluß wird am 19. März stattfinden.
Herr Dr. Thomas, der seit Januar 1900 der Anstalt seine ersprießlichen Dienste gewidmet hat, scheidet mit dem Schluß des Schuljahres 1900 aus unserer Mitte, um eine Oberlehrerstelle an der höheren Mädchenschule in Hersfeld zu übernehmen. Unsere besten Wünsche begleiten ihn dorthin.
Der Gesundheitszustand der Schüler ließ im Sommerhalbjahr und im dritten Vierteljahr viel zu wünschen; Scharlach und Diphtherie forderten in den unteren und mittleren Klassen nicht wenige Opfer. Am 15. Mai starb der Gymnasialquintaner Otto Scholle, ein liebenswürdiger, frischer und begabter Knabe, der einzige Sohn seiner tiefbetrübten Eltern, in seiner Heimat Niederhnone. Lehrer und Schüler geleiteten den Frühvollendeten zur letzten Ruhestätte. R. i. p.! 4


