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Thüre aus KReal-Sexta„Feldinstruktion über die Zuaven“ von Bodenstedt; Benjamin Kahn aus Real-Untertertia„Deutsche Siege“ von Geibel; Heinrich Funck aus Gym- nasial-Sexta„Der erste gefangene Turko“ von W. Winckler; Siegmund Kaiser aus Real- gymnasial-Obertertia„Die Trompete von Vionville“ von Freiligrath; Alfred Schäfer aus der 1. Vorschulklasse„Der herrlichste Fang“ von K. Haupt; Wilhelm Reinhardt aus Real-Quarta„Friedensfeier“ von Geibel. Nach dem Chorgesange„Alles schweige, jeder neige“ ergriff Herr Professor Dr. Pontani das Wort zur Festansprache, welche die Begeisterung, mit der Alldeutschland vor fünfundzwanzig Jahren in den Kampf zog, die schweren Opfer, die für die Ehre des deutschen Namens gebracht wurden, den herrlichen Siegespreis, den unsere Heldenväter und-brüder heimbrachten, schilderte und mit einer Aufforderung schloss, das so teuer Erkaufte hochzuhalten, zu schützen und zu wahren. Das Hoch auf das deutsche Vaterland, womit der Redner schloss, tönte kräftig im Walde wieder. Darauf wurde die Kaiserhymne gesungen. Danach fanden Spiele und turnerische Ubungen statt, welche mit einem allgemeinen Wettturnen endeten. Als Preise für die Sieger waren drei Eichenkränze mit Bändern in den deutschen, hessischen und Eschweger Farben ausgesetzt. Den ersten Preis erhielt Otto Koch aus Gymnasial-Untertertia, den zweiten Karl Stern aus Gymnasial-Quarta und den dritten Ernst Weil aus Realgym- nasial-Untersekunda. Um halb sieben Uhr ward der Rückmarsch angetreten; am Krieger- denkmal wurde Halt gemacht und Beckers Rheinlied„Sie sollen ihn nicht haben, den freien, deutschen Rhein“ von Rob. Schumann gesungen. Darauf löste sich der Zug auf.
Mit dem ersten Oktober trat der Senior des Lehrerkollegiums. Herr Karl Tassiu s, nach einer 43 ⁄ jährigen Lehrthätigkeit im öffentlichen Schulwesen auf seinen Wunsch in den wohlverdienten Ruhestand. Aus diesem Anlass fand am 28. September, dem Tage des Schul- schlusses und der Abiturienten-Entlassung, eine grössere Schulfeier statt, zu welcher sich Lehrer und Schüler sowie Mitglieder des Kuratoriums und der städtischen Behörden, Bürger der Stadt und Freunde des Scheidenden in der Aula versammelt hatten. Nach dem einleiten- den Choral„Lobe den Herren“ verlas der Direktor den 103. Psalm„Lobe den Herrn, meine Seele“ und knüpfte daran nach einigen Worten bezüglich des Schulschlusses eine kleine Ansprache an die sechs Herbst-Abiturienten, erinnerte an die vaterländischen Gedenkfeiern des Jahres. im besonderen an die Heldengestalten Wilhelm I. und Bismarck und deren vorbildliche echte Herzensfrömmigkeit und entliess die Zöglinge mit dem Geleit- wort„Mit Gott!« Dann sang der Schülerchor„Bis hierher hat mich Gott gebracht“. Darauf wandte sich der Direktor an den Scheidenden mit einer Rede, welche den Gefühlen der Verehrung und des Dankes Ausdruck geben sollte und folgender- massen lautete:
„Mit der Feier, durch welche nach unserer Gewohnheit das Schulhalbjahr des Sommers geschlossen und die reif gesprochenen Zöglinge der Friedrich-Wilhelms-Schule entlassen werden, verbindet sich heute eine Feier, die ungewohnlich ist und die Gefühle tieter erregt. Ein teures Mitglied der Anstalt, dessen Name fast ein Menschenalter hin- durch das Lehrerkollegium geziert hat, will scheiden von der Stätte seiner Lebensthätig- keit, will scheiden von seinen Schülern und seinen Kollegen. Ihn gilt es jetzt zu feiern.
Hochgeehrter Herr Tassius! Wenn es Ihrer Bescheidenheit auch widerstrebt hat,
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