Jahrgang 
1894
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23. 8. 93. Kürzung des Schulunterrichts an heissen Tagen.

25. 9. 93. Urlaubsbewilligung an Direktor Prof. Dr. Schirmer und Genehmigung, dem Prof. Dr. Pontani die Vertretung zu übertragen.

30. 9. 93. Lage der Schulstunden im Winterhalbjahr(8 12, 2 4; vom 13/11. bis 3/2.: ⁰½ 9 12, 2 4).

17. 10. 93. Dem städtischen Elementarlehrer Engelhardt wird der Turnunterricht in der II. und III. Abteilung(wöchentlich zusammen 6 Stunden) übertragen.

18. 10. 93. Wegfall der öffentlichen Prüfungen wird gestattet.

13. 1I1. 93. Ausführungsbestimmungen über Abhalten der Entlassungsprüfungen.

19. 12. 93. Verwaltung von Nebenämtern u. s. w. durch Leiter und Lehrer höherer Schulen.

9. 1. 94. Der durch die deutsche Wehrordnung(§ H, 2) geforderte einjährige Besuch der Untersekunda(zur Erlangung des Zeugnisses zum Einjährig-freiwilligen Heeres- dienste) kann sich auf zwei staatliche Anstalten erstrecken(nicht auch auf Privatanstalten).

III. Zur Geschichte der Anstalt.

Das Schuljahr 1893/04 begann am 10. April 1893. Zunächst ist zur Geschichte des Schuljahres 1802/93 nachzutragen, dass der Volksschullehrer Salz mann, der seit dem 1. Juli 1879 der Anstalt treue Dienste geleistet, in Folge der neuen Unterrichtsverteilung in der Vorschule vom 1. April ab aus dem Lehrerkollegium ausgeschieden ist und an die Bürger-Mädchenschule versetzt wurde. Am 4. April 1893 feierte die Oberrealschule zu Cassel das Fest ihres sojährigen Bestehens. Die Friedrich-Wilhelms-Schule sprach der Jubelanstalt ihre Teilnahme durch eine vom Zeichenlehrer Troll künstlerisch ausge-

führte Adresse aus. Am 21. Juni starb der Superintendent Dr. Hochhuth. Seit fast 10 Jahren hatte er dem Kuratorium der Anstalt angehört, sodass sein Heimgang auch die Friedrich-Wilhelms-Schule schmerzlich berührte. Am 10. August wurde eine Turnfahrt

unternommen, welche für die oberen Klassen sich auf 2 Tage ausdehnte. Am 31. August schied der Königl. Landrat Grimm aus seinem bisherigen Wirkungskreise aus und damit auch aus der Stellung als Vorsitzender des Kuratoriums, welche er fasst 8 Jahre be- kleidet hatte.

Der Sedantag wurde auch diesmal nur durch eine Schulfeierlichkeit begangen. bei welcher Oberlehrer Dr. Garthe die Ansprache hielt. Einen Ausflug zu unternehmen verhinderte die Ungunst der Witterung. Auch das Schauturnen, welches mit der Feier hatte verbunden werden sollen, musste aus dem Grunde ausfallen.

Mit dem Schlusse des Sommerhalbjahres, am 23. September, verliess der seitherige Direktor der Friedrich-Wilhelms-Schule, einem ehrenvollen Rufe zur Leitung des Real- gymnasiums zu Lippstadt folgend, die Anstalt, der er seit dem 4. Februar 1886 vorge- standen. Bei der Schlussandacht gedachte der scheidende Direktor seiner Lehrthätigkeit an der Schule, richtete beherzigenswerte Worte an die abgehenden Schüler und sagte den Lehrern und Schülern der Anstalt tiefbewegt Lebewohl. Unterzeichneter sprach dann im