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Lehranstalt, für alle ubrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte
Dienstbehörde auszustellen ist, muss die Erteilung des Berechtigungsscheines zum einjährig-freiwilligen Militairdienst bei derjenigen Prüfungskommission für Einjährig-Freiwillige, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist, schriftlich nachgesucht werden.
Wer sich behufs Erlangung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nicht, spätestens bis zum 1. Februar seines ersten Militairpflichtjahres, d. h. desjenigen Jahres, in welchem er das 20. Lebensjahr vollendet, bei der betreffenden Prüfungskommission anmeldet und den Nach- weis der Berechtigung nicht bis zum 1. April desselben Jahres bei der Ersatzkommission seines Gestellungsortes erbringt, verliert das Anrecht auf Zulassung zum einjährig-freiwilligen Militairdienst.“
9. K. Min. d. geistl. etc. Angel. 12. Nov. 1885 teilt das Ergebnis der unterm 3. Febr. 1885(S. Seite 13 Nr. 2) angeordneten Ermittelungen mit. Die Anzahl der schwerhörigen Schüler auf den höheren Schulen beträgt 2,18% der Gesamtzahl, und spezifische Einflüsse der Schulein- richtungen sind dabei nicht beobachtet worden.
10. K. Prov.-Schulk. 14. Dez. 1885 giebt den Dirigenten der höheren Lehranstalten anheim, das 25 jährige Regierungsjubiläum Sr. Majestät in einer den Allerhöchsten Wünschen— mitgeteilt durch Min. Verf. vom 23. Nov., erläutert durch Min. Verf. vom 12. Dez.— entsprechenden Weise in der Schule zu feiern.
11. K. Min. d. geistl. etc. Angel. 26. Nov. 1885 fordert eingehenden Bericht über die Entwickelung, welche die durch Cirk. Verf. vom 27. Oct. 1882 angeregten gemeinsamen Schul- ausflüge gewonnen haben, insbesondere uber die Ausdehnung nach Raum und Zeit und die Höhe der durchschnittlich erwachsenen Kosten.
12. K. Prov. Schulk. 8. Dez. 1885 ordnet auf Grund ministerieller Erlasse an, dass die Osterferien dies Mal vom 15. April bis zum 2. Mai dauern, dafür aber zu Pfingsten nur an deu beiden Festtagen die Lektionen ausgesetzt werden sollen.
13. K. Min. d. geistl. etc. Angel. 28. Jan. 1886 fordert Nachweisung, in wieweit an den auf 7-jährige Lehrdauer angelegten höheren Schulen der 7. Jahreskursus thatsächlich bestehe.
III. Chronik der Schule.
Montag den 13. April 1885 wurde das Schuljahr mit gemeinsamer Andacht feierlich eröffnet.
An demselben Tage trat der Kandidat des höheren Schulamtes Herr Jul. Leidolf aus Giessen zur Ableistung des pädagogischen Probejahres ein.
Am 29. April überreichte eine Deputation des Lehrer-Kollegiums dem Vorsitzenden des Kuratoriums, Herrn Landrat Gross, anlässlich seines 50jährigen Dienstjubiläums eine vom Zeichen- lehrer der Anstalt künstlerisch ausgeführte Adresse, welche den Dank für das vom Jubilar der Schule und ihren Lehrern allezeit bewiesene Wohlwollen und die Wunsche für sein ferneres Wohl
ausspricht. Am 9. Juni 1885 verschied nach langem und schwerem Leiden, welches ihn schon seit


