(Ma., Ph., ang. Ma.), Becker(Chem., Geo., Ph.), Eimer(Ma., Ph., Ch.), Hering(Ph., Bio., Ma.), Knauf(Bio., Geo., Ch.). Aſſeſſor Haas, der im Herbſt 1928 wieder als Volontär bei uns eintrat, erhielt ſchon am 30. Oktober 1928 eine Vertretung an der Li.⸗O.⸗R. Referendar Breitwieſer, der am 15. Ok⸗ tober 1928 ſein Probejahr am Rg. begann, übernahm bereits am 1. November eine Lehrerſtelle an einem Landheim bei Hildesheim. Unter dem Vorſitz des Herrn Staatsrats Block legten die früheren Mitglieder unſeres Seminars Dr. Bräunig(am 27. Auguſt 1928), Haas und Dr. Ihl(am 20. September 1928) und Dr. Holzapfel(am 17. Oktober 1928) ihre Staatsprüfung ab und wurden zu Studien⸗Aſſeſſoren ernannt. 4. Unterricht.
Alle Schüler, die nicht im Chor mitſingen oder im Orcheſter mitſpielen, beſuchen eine planmäßige Muſik⸗(Sing⸗)ſtunde. Nur IIla und IIb ſind nach dem Lehrplan vom Singen befreit.— Die Schüler, die an der Schülermiete des Landestheaters beteiligt waren, ſind in das Verſtändnis der aufgeführten Opern eingeführt worden.
Dem Schülerorcheſter gehörten 61 Schüler an; folgende Inſtrumente ſind vertreten: I. Violine 18, II. Violine 17, Viola 5, Cello 4, Kontrabaß 1, Flöte 3, Oboe 1, Klarinette 2, Waldhorn 2, Trompete 2, Poſaune 1, Schlagzeug 3, Klavier 2.
Bei dem Grenzland⸗Abend„Deutſch iſt die Saar“ wirkte unſer Schülerorcheſter unter Weides Leitung mit.
Die Einrichtung von wahlfreiem Unterricht im vorgeſehenen und wünſchenswerten Maße war behindert durch Mangel an Lehrkräften und z. T. auch an geeigneten Ubungsräumen(für die naturwiſſen⸗ ſchaftlichen Fächer). Folgender Unterricht war eingerichtet: Kurzſchrift: 4 Gruppen(ſ. S. 9); Geom. Zeichnen: 2 Gruppen für la, Ib; Biologiſche Ubungen: 3 Gruppen für Oberklaſſen.
Zur Durchführung des lehrplanmäßigen Unterrichts in der Form des Arbeitsunterrichts(Bildung, von Arbeitsgruppen= ½ Klaſſe) erhielten Lehrerzuſatzſtunden: IIa 1, IIa?, IIa5, IIb 4, IIb2, IIb3, IIb4, IIb5 je 1 Std. Chemie; IIb 1, IIb2, IIb3, IIIa 1, IIIa2, je 1 Std. Phyſik; IIIa 1, IIIa2 je 1 Std. Biologie.
Schlagballſpiel. Wöchentlich einmal traf ſich eine Anzahl ſpielbegeiſterter Schüler auf dem Sportplatz zu einem Übungsſpiel. Um die Wettkampftechnik zu vervollkommnen, ſpielten ſie einige Freund⸗ ſchaftsſpiele gegen die Mannſchaften des Gymnaſiums und der Ludwigs⸗Oberrealſchule. Ob im nächſten Jahr ein Spielbetrieb möglich iſt, hängt von der Platzfrage ab.
In der Kurzſchrift wurden 3 Anfängerkurſe von Studienrat Haas(je 28 Stunden, zuletzt mit 31 Schülern aus IIIa und IIb4) und ein Fortbildungskurſus von Studienrat Dr. Götz(28 Stunden zuletzt mit 30 Schülern aus Ib 2,4, IIb 1,2,3,5) abgehalten.
Von den Schwimmern aus dem Schuljahr 1927/28 erhielten am 27. März 1928 15 Schüler(aus IV 1— 3) die Freiſchwimmerkarte. Wie im vorigen Jahre nahm auch im abgelaufenen Schuljahre etwa die Hälfte der Quartaner aus den 4 Klaſſen— 46 Schüler— an dem wahlfreien Schwimmunterricht teil; 6 ſchieden während dieſer Zeit aus Geſundheitsrückſichten aus. Von den verbleibenden 40 haben 30 Schüler ſchwimmen gelernt.
Am Ende des Winters 1928/29 erhielten 37 Schüler aus den Klaſſen IIb 5—IVA die Freiſchwimmerkarte.
Angeſichts der Wichtigkeit des Schwimmens wäre es ſehr zu wünſchen, daß die Eltern der neuen Quartaner gerade dieſem Sportzweig erhöhte Anteilnahme entgegenbrächten.
Die Ausſtellung„Der Menſch“ wurde von den Klaſſen Ia— IIIa am 27. April 1928 beſucht; den„Sprechenden Film“ und den Film„Kamerun“ ſahen einzelne Klaſſen; die jüngeren Schüler erfreuten ſich an einem„Altdeutſchen Handpuppenſpiel“:„Beſtrafter Geiz“ und hörten einen Vortrag über„Haarraubwild“. Den von dem Herrn Direktor Dr. Kaiper aus Buenos⸗Aires gebotenen Vortrag über„Argentinien“ hörten viele Klaſſen. Wir danken dieſem Redner für ſeinen anregenden Vortrag herzlich, nicht minder auch Frau Huiber aus Radkersburg(Kärnten), die begeiſternd über„Die Nöte meiner Heimat“ ſprach.
Die Schüler der 3 oberſten Jahrgänge hörten den Vortrag des Herrn Pfarrers Köhler über den Maler Rudolf Schäfer(mit Lichtbildern).
Zu Unterrichtszwecken wurden wieder beſucht das Landesmuſeum, das Schloßmuſeum und das Ge⸗ werbemuſeum.
Zu beſonderem Dank ſind wir auch in dieſem Jahr der Direktion der Städtiſchen Akademie für Tonkunſt(Direktor: Herr W. Schmitt) verbunden, die uns zu den im Städt. Saalbau ſtattfindenden Konzerten immer eine Anzahl von Karten zu ermäßigtem Preiſe zur Verfügung ſtellte. Vielen unſerer Schuͤler, zumal den Orcheſtermitgliedern, iſt ſo Gelegenheit gegeben, gute Muſik zu hören.
Wir litten auch in dieſem Jahre an einer Überfülle von Angeboten: Theatervorſtellungen, Konzerten, Kinoaufführungen, Vorträgen u. a.— Nur eine kleine Anzahl konnte mit Rückſicht auf den Unterricht und den Geldbeutel der Eltern beſucht werden.
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