Jugendpflege, der Städtiſchen Sparkaſſe, dem Reichsamt für Landesaufnahme, von vielen Verlagsbuch— handlungen, ſowie von den Herren Kaufmann Chr. Arnold(Beethoven von Paul Becker), Prof. Dr. Berl (5 Bände des von ihm herausgegebenen Werkes„Chemiſch-techniſche Unterſuchungsmethoden“), Prof. Hohenſtein(Schiller, die Methaphyſik ſeiner Tragödie), Buchdruckereibeſitzer Hohmann(Die Beſteigung des Matterhorns); von Frau Miniſter von Brentano bekamen wir eine große Mappe mit Bildern.
Durch Herrn Prof. Dr. Maſſing erhielten wir das Bild der Abiturienten des Realgymnaſiums von 1897, die unſere Schule am 3. April 1927 beſuchten, die ſie vor 30 Jahren mit dem Reifezeugnis verlaſſen hatten.
Auch die Abiturienten von 1902 beſuchten uns am 22. Mai 1927, ſchenkten durch Herrn Studienrat Götz das Bild der Teilnehmer an der Konabiturienten-Feier und überreichten uns zum Andenken an die vor 25 Jahren beſtandene Reifepruͤfung für das Landheim 62 Mk. Auch Frau von Petery ſtiftete uns 30 Mk. für das Landheim.
Durch gütige Vermittlung der Firma E. Merck in Darmſtadt erhielten wir 20 Stück des„Roland⸗ Abreißkalenders“. Frau Dr. Koepke ſtiftete 20 Mk. als Grundſtock für die Anſchaffung von Blas⸗ inſtrumenten für eine Schülerkapelle, deren Rützlichkeit, ja Notwendigkeit ſich auf den V. D. A.⸗Fahrten nach Kufſtein, Hirſchberg und Goslar erwieſen hat.
Eine größere Summe iſt uns in Ausſicht geſtellt, wenn das Blasorcheſter zuſtande kommt. Von einem Herrn, der nicht genannt ſein will, erhielten wir eine größere Summe zu Weihnachtsgeſchenken für bedürftige Schüler, ſo daß wir 7 Jungen der Unter- und Mittelklaſſen erfreuen konnten.
Allen gütigen Gebern ſagen wir herzlichen Dank.
Im Namen der„Künſtlerhilfe 1926“ wurde der Schule für die opferfreudige Mitwirkung ver— bindlichſt gedankt und uns eine Originalradierung des Wormſer Künſtlers Richard Stumm zur Erinnerung überwieſen.
V. Mitteilungen an die Eltern.
1. Von dem Auszug aus der amtlichen Schulordnung, den wir mit einigen für unſere Anſtalt in Betracht kommenden Ergänzungen unſerem Jahresbericht von Oſtern 1926 angeſchloſſen haben, bitten wir, mit den Schülern, auch alle Eltern unſerer Schüler Kenntnis zu nehmen. Da dieſer Jahresbericht ſich in den Händen der meiſten Schüler befindet, ſetzen wir dieſe Kenntnisnahme bei Eltern wie Schülern in Zukunft voraus. Wer dieſe Schulordnung noch nicht oder nicht mehr beſitzt, ſoll ſie ſofort bei der Direktion anfordern. Die an Oſtern 1928 neu eintretenden Schüler erhalten ſie in den erſten Tagen des neuen Schuljahres.
2. Wir bitten die Eltern, beſonders diejenigen, deren Söhne die Tanzſtunde beſuchen, zu verhindern, daß durch geſellſchaftliche Veranſtaltungen die Zeit und die Kraft der Schüler über Gebühr in Anſpruch genommen wird. Auch hoffen wir, daß die Eltern ihre Söhne die mannigfachen Vergnügungen, die ſich der Jugend heutzutage bieten, nur in beſcheidenem Umfang genießen laſſen, damit nicht durch dieſe Abhaltungen, ſowie durch allzugroßen Sportbetrieb oder durch übertriebene Vereinstätigkeit die Leiſtungen der Schüler ungünſtig beeinflußt werden.
3. Es wird vielfach von den Lehrern über mangelnden Fleiß einzelner Schüler geklagt. Die ungenügende Erfüllung der Pflichten der Schüler der Schule gegenüber gefährdet die Verſetzung. Beſonders bei ſchwächeren Schuͤlern empfiehlt es ſich, wenn das Elternhaus mit der Schule in Verbindung bleibt. Alle Lehrer und die Direktion ſind ſtets zur Rückſprache bereit. Um ein Verfehlen oder unnötiges Warten zu verhuten, iſt es gut, wenn die Zeit der Ausſprache vorher ſchriftlich oder mündlich verabredet wird. Während des Unterrichts ſind die Lehrer nicht zu ſprechen.
4. Es iſt erſtaunlich, wie viele Dinge in der Schule, in den Schulhäuſern, ſowie in der Turnhalle verloren werden. Trotz Ausſtellen im Fundkaſten und Bekanntmachung in den Klaſſen melden ſich die Verlierer nicht. Leicht hört man da: Es iſt mir geſtohlen worden.
5. Um die Eltern zum letzten Mal auf die Leiſtungen ihrer Söhne aufmerkſam zu machen, erhält ein Teil der Schüler zu Weihnachten eine kurze Mitteilung über ſeine Leiſtungen. Es wird ausdrücklich bemerkt, daß es keine Sicherheit für die Verſetzung an Oſtern darſtellt, wenn eine ſolche Mitteilung nicht kommt.
6. Wenn die Eltern ihren Söhnen wegen mangelhafter Leiſtungen Privatunterricht erteilen laſſen wollen, empfiehlt es ſich, mit der Direktion oder den Lehrern Ruͤckſprache zu nehmen und nicht auf Grund einer Zeitungsanzeige einen Lehrer zu wählen.
7. Beſonders die Eltern derjenigen Schüler, die Oſtern 1928 Quintaner werden, machen wir darauf aufmerkſam, daß von dieſer Klaſſe an ein Atlas ein unentbehrliches Hilfsmittel iſt. Der Atlas iſt die
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