Jahrgang 
1928
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1913 1921. Zum erſten Mal können vielleicht ſchon Oſtern 1928 wieder Zinſen aus dieſen Stiftungen an würdige Schüler vergeben werden. Wir gedenken bei dieſer Gelegenheit dankbar der edlen Stifter.

Preiſe aus der Jubiläumsſtiftung der Schule erhielten Oſtern 1927: Knapp IV1, Lange IIIb4, Ramm IIb 5, Sehrt IIb3, Lutz Ib 1, Andrä Ib3.

Die Oſtern 1928 verliehenen Preiſe werden erſt im nächſten Jahresbericht bekannt gegeben werden können.

Die an Abiturienten verliehenen Preiſe aus der Jubiläumsſtiftung und den Preis der Münchſtiftung ſiehe unter III Seite 6.

10. Wohlfahrtskaſſe.

Der Wohlfahrtskaſſe floſſen auch in dieſem Jahr aus Veranſtaltungen der Schule, Konzerten u. ſ. w. genügend Mittel zu. Für größere Spenden von Freunden der Anſtalt konnten wir in 4 Fäͤllen unſeren verbindlichſten Dank ausſprechen. Für eine reiche Gabe ſind wir Herrn Brauereibeſitzer Wiener zu be ſonderem Dank verpflichtet. Einer Anzahl bedürftiger Schüler wurden durch Barzuwendungen die Koſten des Schulbeſuchs erleichtert. Drei Schüler erhielten aus Reichsmitteln ſtaatliche Erziehungsbeihilfen ge mäß Art. 146 Abſ. 3 der Reichsverfaſſung, die durch die Schule ſinngemäß verwaltet wurden. Ebenſo wurde der durch die Stadt Darmſtadt für Ferienſpaziergänge zur Verfügung geſtellte Betrag entſprechender Verwendung zugeführt.*

11. Buchhilfe.

Von der Möglichkeit, namentlich vorübergehend gebrauchte Lehrmittel gegen eine geringe Gebühr zu entleihen, machten zahlreiche Schüler aller Klaſſen Gebrauch. Die Einführung neuer Lehrbücher in Deutſch und Chemie konnte die Buchhilfe nennenswert erleichtern. Im Laufe des Schuljahres wurden 2040 Bände ausgeliehen. Ein Teil der Beſtände wurde neu hergerichtet, 589 Bände neu eingeſtellt, teils durch Kauf, teils durch Zuwendungen verſchiedener Schulverlage. Die Buchhilfe erhielt ſich durch eigene Mittel, ein Zuſchuß war nicht erforderlich.

12. Schulgebäude.

Auch in dieſem Schuljahr wurden wieder Klaſſenzimmer im Hauptbau hergerichtet. Ebenſo wurde ein weiterer Teil der ſtark ausgetretenen Treppen mit Betontritten verſehen. Im Keller des Hauſes der Hausmeiſter wurde eine Umformerſtation der Heag eingerichtet.

Wegen baulicher Herſtellungen in unſerer Turnhalle und wegen des von uns benutzten Sportplatzes am Finanzamt, der inzwiſchen zu unſerer Freude in den Beſitz der Stadt übergegangen iſt, wandten wir uns ſchriftlich an den Herrn Oberbürgermeiſter. Am 4. November 1927 hatten Oberreallehrer Luley und der Direktor eine längere Beſprechung über die Turnhalle und den Sportplatz mit Herrn Bürgermeiſter Buxbaum. Es fand dann auch eine längere Beſprechung zwiſchen einem Beamten des ſtädtiſchen Bau amtes, der Direktion und den Turnlehrern auf dem Sportplatz ſtatt, und wir geben uns der frohen Hoffnung hin, daß eine Anzahl der von uns vorgebrachten Wünſche demnächſt erfüllt wird.

Die Heizungsanlage im Neubau wurde im Anfang des Jahres 1928 ſchadhaft. Während der Aus⸗ beſſerung konnte an mehreren Tagen in dieſem Hauſe nicht unterrichtet werden.

Wegen der häufigen Beſchädigungen unſeres Schulhauſes und wegen der nächtlichen Störungen wandten wir uns am 19. Oktober 1927 Beſchwerde führend an das Landesamt für das Bildungsweſen. Das Heſſiſche Polizeiamt in Darmſtadt ſicherte am 9. Dezember 1927eine ſchärfere ÜUberwachung des Kapellplatzes und des Realgymnaſiums zu. Wir verweiſen auf unſere Bemerkung im Jahresbericht von 1927 S. 19, 3. Abſatz und müſſen mit Bedauern feſtſtellen, daß die Angriffe auf die Fenſterſcheiben der Schule nicht nachgelaſſen haben.

Während des großen Turnfeſtes im Sommer 1927 wurden während mehrerer Nächte vom 30. Juli bis 2. Auguſt eine große Anzahl von Klaſſenzimmern(29) als Schlafräume von auswärtigen Turnern benutzt. Das Frühſtück beſorgten unſere Hausmeiſter.

13. Geſchenke.

Geſchenke für die Bücherei oder zur Verteilung an die Schüler oder zur Lehrmittelſammlung erhielten wir vom Landesamt für das Bildungsweſen, der Stadt Darmſtadt, der Landesuniverſität, der Techniſchen Hochſchule, der Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik, der Zentralſtelle zur Förderung der Volksbildung und