11. Für Violine: a) Grave von W. Friedeman Bach⸗Kreisler Tambourin Chinois von Fr. Kreisler Konzertmeiſter Ed. Weyns— Kapellmeiſter C. Hauf 12. Romanze a. d. Es dur Konzert für Waldhorn und Streichorcheſter, Köchel-Verzeichnis 447 v. W. A. Mozart Waldhorn: v. Bellersheim Ibs 13. Orcheſter: Der Torgauer Armeemarſch, bearbeitet von K. Zimmer 14. Chor mit Orcheſterbegleitung: Die Ehre Gottes von L. v. Beethoven
Der Bechſtein⸗Konzertflügel aus dem Pianolager A. W. Zimmermann, Grafenſtraße 21 nächſt Rheinſtraße, Inhaber Ludwig Schweisgut, wurde freundl. zur Verfügung geſtellt.
Das in allen Teilen von den Amtsgenoſſen Luley, Dr. Grünewald und Wermbter und den anderen Turnunterricht erteilenden Herren für den Mittag des 25. September vorbereitete Sportfeſt mußte leider infolge des ſchlechten Wetters ausfallen.(Teilweiſe boten einen Erſatz die turneriſchen Vorführungen am 15. Januar 1927(ſ. IV., 5, S. 10).
Ein Willkommgruß in Darmſtädter Mundart, verfaßt von einem ehemaligen Schüler, Herrn Rechnungsrat H. Enders, veröffentlicht im„Darmſtädter Tagblatt“ Nr. 266 vom 25. September, erfreute alte und junge Realgymnaſiaſten.
Am Abend des 25. September fand im Saalbau der vom„Verein der ehemaligen Schüler und der Freunde des Realgymnaſiums“ veranſtaltete, aufs beſte verlaufene Feſtkommers ſtatt. Etwa 700 ehe— malige Schüler und Freunde hatten ſich eingefunden. Die Leitung hatte Prof. Kabel, die gehaltvolle Feſt— rede hielt Herr Studienrat Strauch, warme Worte der Begrüßung ſprach im Namen der Stadt Herr Bürgermeiſter Mueller. Den Dank der Schule übermittelte Oberſchulrat Ritſert. Im Laufe des Abends ſprachen beherzigenswerte Worte Herr Rechnungsrat Enders und Herr Sanitätsrat Dr. Heil. Herr Miniſterialdirektor Urſtadt und Herr Staatsrat Block waren leider am Erſcheinen verhindert.
Aus einem Liederbuch, zu dem auch Prof. Dr. Köſer einen hübſchen Beitrag geliefert hatte, wurden alte und neue Lieder geſungen.
Die Feſtpoſtkarte, gezeichnet von Studienrat Machemer, zeigt unſer ehrwürdiges, jetzt 300 Jahre altes Pädagog; ſie fand raſchen Abſatz.
Am Vormittag des 26. September fand in Anweſenheit des Vertreters der Stadt, des Herrn Bürger— meiſters Mueller, im Hofe der Anſtalt vor einem zahlreichen Kreiſe, zu dem auch unſere jetzigen Schuͤler gehörten, die Totengedenkfeier ſtatt. Die eindrucksvolle Anſprache hielt Prof. Pfannmüller, der Schuͤler— chor ſang; das„Niederländiſche Dankgebet“ am Schluß ergriff alle Hörer. Die Gedenktafeln für die Ge— fallenen trugen Lorbeer- und Tannenſchmuck.
Ein Feſteſſen vereinigte in der Vereinigten Geſellſchaft über 100 Teilnehmer. Der Kaffee wurde auf dem Oberwaldhaus getrunken, eine fröhliche Zuſammenkunft am Abend bei Sitte machte den Schluß.
Am Sonntag, Montag und Mittwoch wurde von vielen Feſtteilnehmern die Ausſtellung von Bildern ehemaliger Lehrer, der Aufnahmen von Schülergruppen und anderer Erinnerungen, ſowie die reiche Ausſtellung von Schülerzeichnungen beſichtigt. Um das Zuſtandekommen dieſer Ausſtellung haben ſich die Amtsgenoſſen Dr. Dingeldey, Dörr, Machemer und Rettberg bemüht und verdient gemacht.
Am Abend des 5. November beſuchte ein Teil der Schüler der 3 feiernden Anſtalten mit ihren Lehrern und einer kleinen Anzahl von Ehrengäſten die Feſtvorſtellung des„Wilhelm Tell“ im großen Haus des Landestheaters. Ergriffen lauſchte die Jugend den Worten unſeres großen Dichters.
Der Morgen des 6. November ſah eine große Feſtverſammlung zur Akademiſchen Feier der 3 Realanſtalten im Landestheater. Das Große Haus war bis auf den letzten Platz beſetzt. Die Spitzen der Behörden und zahlreiche Ehrengäſte waren mit ihren Damen erſchienen, alle Altersklaſſen ehemaliger Schüler und die Vertreter der jetzigen Schüler füllten das Haus. Die vereinigten Schülerchöre und Orcheſter hatten auf der Bühne Platz genommen. Durch feierliche Feſtbeleuchtung war ein würdiger Rahmen für die Veranſtaltung gegeben.
Das Programm war folgendes:
. Chor und Orcheſter: Feſtgeſang von Franz Wagner.
. Begrüßungsanſprache: Oberſtudiendirektor Dr. Sturmfels.
. Orcheſter: Allegro a. d. Serenade von W. A. Mozart.
Rede: Oberſchulrat Ritſert.
Chor: Sanctus von Fr. Schubert.
Anſprachen.
Erwiderung und Schlußwort: Oberſtudiendirektor Dr. Kammer.
Chor und Orcheſter:„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ von Ludwig van Beethoven.
9ASSn 95 0.


