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Aus Klaſſe laz:
1. Bernius, Karl, Darmſtadt 7. Rau, Herbert, Darmſtadt
2. Eidebenz, Heinrich, Craiova(Rumänien) 8. Rein, Wilhelm, Michelſtadt 3. Ferkinghoff, Rudolf, Darmſtadt V 9. Römer, Alfred, Darmſtadt 4. Helfenbein, Georg, Lauterbach 10. Schwarz, Georg, Dirlammen 5. Hörlein, Jakob, Wendelsheim 11. Wiegand, Adolf, Darmſtadt 6. Rau, Ernſt, Darmſtadt
Als erwählten Beruf gaben an: Mathematik 2, Naturwiſſenſchaft 1, neuere Prechen 1, Deutſch u. Geſch. 31, Forſtwiſſenſchaft 1, Baufach 3, Maſchinenbaufach 1, Ingenieurfach 1„Chemie 4, Volks⸗ ſchulfach 2, Zeichenlehramt 1.
Schulgeſchichte.
Zu Beginn des Schuljahres wurde Herr Kaßlick zum Hauptlehrer der Beſſunger Stadtknabenſchule ernannt. Wir verlieren an ihm einen Lehrer, der 22 Jahre lang mit gutem, pädagogiſchem Geſchicke und mit freudiger Arbeitsluſt an unſerer Anſtalt unterrichtete und durch ſein freundliches, ſicheres und zuverläſſiges Auftreten ſich als ein geſchätzter Kollege erwies.
Als Nachfolger erhielten wir Herrn Hugo Römer.
Wegen Dreiteilung unſerer Untertertia wurden zwei weitere Lehrkräfte, die Herren Oberlehrer Prof. Dr. Auguſt Sturmfels und Prof. Wilhelm Völſing, an unſerer Schule angeſtellt.
Hugo Römer, geb. 21. Juni 1865 zu Nieder⸗Ramſtadt, beſtand am Lehrerſeminar in Friedberg Oſtern 1884 die Abgangsprüfung und in Darmſtadt im Frühjahr 1886 die Definitorialprüfung, war an der Volksſchule zu Langen Oſtern 1884 bis Oktober 1889 verwendet, beſuchte von dort aus die Hochſchule für Muſik von Frau Dr. Clara Schumann zu Frankfurt a. M. 1886—1889, war an der höheren Bürgerſchule zu Hungen Oktober 1889 bis Oſtern 1903(von Januar 1891 an definitiv), am Realgymnaſium zu Darmſtadt Oſtern 1903 bis Oſtern 1904.
Profeſſor Dr. Auguſt Sturmfels, geb. 8. September 1862 zu Affolterbach, beſtand am Nenl eymaͤfiiun in Offenbach Oſtern 1881 die Reifeprüfung, am Ludwig Georgs⸗Gymnaſium zu Darmſtadt Oſtern 1883 die Ergänzungsprüfung, an der Univerſität Gießen im Mai 1885 die Fakultäts⸗ prüfung in Franzöſiſch, Engliſch, Deutſch und Geſchichte, machte am Gymnaſium zu Gießen Pfingſten 1885 bis Oſtern 1886 ſeinen Akzeß, war am Realgymnaſium in Gießen Oſtern 1886 bis Oſtern 1904 (vom 9. Juni 1891 an definitiv).
Prof. Wilhelm Völſing, geb. 17. Dezember 1859 zu Darmſtadt, beſtand am Ludwig Georgs⸗ Gymnaſium zu Darmſtadt Herbſt 1878 die Reifeprüfung, an der Univerſität Gießen im November 1886 die Fakultätsprüfung in Zoologie, Botanik, Mineralogie, Phyſik und Chemie, machte am Realgymnaſium in Darmſtadt Herbſt 1886/87 ſeinen Atzeß, war Sommer 1889 an der höheren Bürgerſchule zu Pfungſtadt, Winter 1888/89 und 1889/90 an der landwirtſchaftlichen Winterſchule in Darmſtadt, Oſtern 1890 bis Sommer 1895 Leiter der höheren Bürgerſchule in Homberg a. O., Juli 1895 bis Oſtern 1904 Oberlehrer an dem Gymnaſium(Auguſtinerſchule) zu Friedberg.
Als Volontär war an unſerer Anſtalt Herr Lehramtsakzeſſiſt Friedrich Balſer vom 18. April bis 18. Auguſt.
Krankheitshalber war Herr Heiß im ganzen Schuljahre beurlaubt und wurde durch Herrn Alexander Wilh. de Beauelair vertreten.
Wegen Krankheit fehlte Herr Prof. Schüler vom Herbſt bis Weihnachten und Herr Dr. Dietz von anfangs November bis Mitte Januar. Ein Teil ihrer Unterrichtsſtunden wurde von Herrn Lehramtsakzeſſiſten Otto Hotz erteilt.
Für Apotheker iſt nach der Prüfungsordnung(heſſ. Reg.⸗Bl. v. 29. Juni 1904) vom 18. Mai 1904 als wiſſenſchaftliche Vorbildung die Primareife eines G hmnaſiums, Realgymnaſiums oder einer Oberrealſchule des Deutſchen Reiches gefordert. Die Inhaber eines Zeugniſſes einer Oberrealſchule haben außerdem durch eine an einem Gymnaſium oder Realgymnaſium zu beſtehende Prüfung nach⸗ zuweiſen, daß ſie im Lateiniſchen die Kenntniſſe beſitzen, die für die Verſetzung nach der Oberſekunda eines Realgymnaſiums notwendig ſind.
Durch Allerhöchſtes Dekret wurde Herrn Dr. Todt am 1. Mai und Herrn Balſer am 1. Januar der Charakter als Profeſſor, dem Unterzeichneten am 25. November der Charakter als Geheimer Schulrat verliehen.


