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b) Am Schluſſe des Schuljahres 1900/01.
Aus Klaſſe 1a. 11. Roßmann Georg Darmſtadt. 5. Hanſt Adam Lorſch. 1. Braun Auguſt Butzbach. 12. Schmitt Joſeph Wiesbaden. 6. Henrich Richard Darmſtadt. 2. Delliehauſen Karl Frankfurt a. M. 13. Vetter Auguſt Darmſtadt. 7. Herbert Jakob Eſchollbrücken. 3. Frank Viktor Worms. 14. Völker Hermann Dieburg. 8. Hölzer Hermann Butzbach. 4. Gagel Georg Auerbach. 15. Wiemer Wilhelm Auerbach. 9. Jung Jakob Offenbach a. M. 5. Haas Heinrich Darmſtadt. 16. Wörner Wilhelm Eberſtadt. 10. Kredel Ludwig Kirch⸗Brombach. 6. Heyer Eduard Krofdorf. Aus Klaſſe 1 a“. 11. Rückert Georg Roßdorf. 7. Hoppe Wilhelm Heppenheim. 1. Brand Wilhelm Konſtantinopel. 12. Schuchmann Hermann Darmſtadt. 8. Klein Friedrich Darmſtadt. 2. Büchler Emil Darmſtadt. 13. Schulze Karl Gießen. 9. König Wilhelm Etzen⸗Geſätz. 3. Enſinger Auguſt Michelſtadr. 14 Will Friedrich Queckborn. 10. Retzer Eugen Darmſtadt. 4. Haas Georg Hummetroth. 15. Wolf Wilhelm Dieburg.
Künftiger Beruf: Mathematik 9, Architektur 3, Maſchinenbau 5, Elektrotechnik 2, Ingenieurfach 5, Chemie 4,
Bergfach 1, Germaniſt 1, Bankfach 1. Schulgeſchichte.
Mit Beginn des Schuljahres wurden die beiden Primen in den meiſten Fächern in je 2 Parallel⸗ klaſſen geteilt, wozu 2 neue Lehrkräfte erforderlich waren. Die an Oſtern erfolgte ſtarke Schüler⸗ aufnahme machte außerdem die Teilung der Sexta, wozu eine weitere Lehrkraft ausreichte, nötig.
Am 23. April traten an der Schule Herr Oberlehrer Todt und Herr Dr. Kalbfleiſch, am 22. Mai Herr Schmitt den Dienſt an.
Auguſt Todt, geb. am 13. Novbr. 1865 in Gießen, beſtand Oſtern 1884 die Maturitätsprüfung am Realgymnaſium in Gießen, am 3. Auguſt 1888 an der Univerſität Gießen die Fakultätsprüfung in Deutſch, Geſchichte, Franzöſiſch und Engliſch, machte Herbſt 1888— 1889 am Gymnaſium in Gießen ſeinen Acceß, war Lehrer an der Realſchule zu Butzbach vom 1. Januar 1892 bis 1. April 1899, an der Real⸗ und Landwirtſchaftsſchule zu Groß⸗Umſtadt vom 1. April 1899 bis 23. April 1900.
Dr. Wilhelm Kalbfleiſch, geb. am 22. Juli 1872 in Ober⸗Moos, beſtand Oſtern 1898 am Realgymnaſium in Gießen die Reifeprüfung, Oſtern 1894 an der Univerſität Gießen die Fakultäts⸗ prüfung in Franzöſiſch, Engliſch, Deutſch und Geſchichte, beſuchte Oſtern 1894—1895 das pädagogiſche Seminar am Gymnafium in Gießen, war Lehrer am Realgymnaſium in Gießen Oſtern 1895 bis 21. Januar 1898, an der Realſchule zu Michelſtadt 22. Januar 1898 bis Oſtern 1900.
Johannes Schmitt, geb. am 6. Oktober 1877 in Bechtheim, beſuchte von Oſtern 1894 bis Oſtern 1897 das Schullehrerſeminar in Alzey, beſtand am 8. Mai 1999 die Definitorialprüfung in Darmſtadt, vertrat am 20. Septbr. bis 27. Oktbr. 1897 an der höheren Bürgerſchule in Baben⸗ hauſen einen Lehrer, war als Schulgehilfe, reſp. Schulverwalter in Arheilgen vom 10. Dezbr. 1897 bis 21. Mai 1900.
Infolge Allerhöchſter Entſchließung vom 20. April 1900 führen die deſinitiv angeſtellten akademiſch gebildeten Lehrer die dienſtliche Bezeichnung„Oberlehrer“. Durch Allerhöchſte Dekrete vom 5. Mai, 26. September, und 9. Februar wurden die Herren Lehramtsaſſeſſoren Roller mit Wirkung vom 20. April, Schäfer mit Wirkung vom 1. Oktober und Dr. Kalbfleiſch mit Wirkung vom 7. Februar zu Oberlehrern an unſrer Anſtalt ernannt.
Durch Entſchließung des Reichsamtes des Innern vom 8. Mai 1900 iſt unſre Anſtalt als Oberrealſchule mit rückwirkender Kraft bis zum Oſtertermine 1899 ſeitens des Reiches anerkannt und mit allen Berechtigungen ausgeſtattet worden, die ſich aus dieſer Anerkennung ergeben.
Durch Allerhöchſtes Dekret vom 9. Mai 1900 wurde Herrn Oberlehrer Schüler und Herrn Oberlehrer Lade der Charakter als Profeſſor erteilt.
Zur weiteren ſprachlichen Ausbildung hielt ſich Herr Oberlehrer Prof. Lade 6 Wochen(im 5— nnd Juli) in England und Herr Oberlehrer Dr. Dietz 6 Wochen(im Juli und Augnſt) in Genf auf.
Am Schluſſe des Sommerſemeſters ſchied Herr Pfannmüller, ein lieber Kollege und gewiſſen⸗ hafter Lehrer, aus dem Dienſte an unſrer Schule aus, um eine Stelle an hieſiger Hofbibliothek anzu⸗ nehmen. Zu ſeinem Nachfolger wurde Herr Pfarrer Gottfried Weimar ernannt und am 17. Oktober in den Dienſt an unſrer Schule eingewieſen.
Gottfried Weimar, geb. am 20. Juli 1860, beſtand Herbſt 1878 das Maturitätsexamen am Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium zu Darmſtadt, am 1. Auguſt 1882 die Fakultätsprüfung für Theologie an der Univerſität Gießen, beſuchte Herbſt 1882— 1883 das Predigerſeminar in Friedberg, beſtand am 1. März 1884 die Deſinitorialprüfung in Darmſtadt, war am 23. März 1884 bis Ende April 1887 Pfarrvikar, reſp. Pfarrverwalter in Albig, vom 1. Mai 1887 bis 16. Oktbr. 1900 Pfarrer in Münzenberg.


