Jahrgang 
1876
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4 durchgenommen, aus der Satzlehre die der Verkürzung fühigen Subject-, Object-, Attributiv- und Ad- verbialsätze. In Lüdecking's englischem Lesebuch, I. Theil, wurden mehrere Stücke gelesen und theil- weise memorirt. 1 Stunde wöchentlich Exercitien.

Klasse I. Wiederholung der wichtigsten Regeln der Grammatik mit besonderer Berücksichtigung der in der Léectüre vorkommenden unregelmässigen Zeitwörter. Gelesen wurde Columbus cap. XXIV.XXIX. Memoriren, Exercitien, Extemporalien und orthographische Uebungen.

6. Geographie.

Klasse VI. Vorbereitung für den geographischen Unterricht durch naturgemässe Einleitung und Erörterung der Vorbegriffe, entwickelt an der nächsten Umgebung. Im Anschluss daran das Gross- herzogthum Hessen(Heimathskunde); Deutschland, Europa und übersichtliche Betrachtung der Erdober- fläche nach Erdtheilen und Meeren.

Klasse V. Deutschland.

Klasse IV. Europa als Erdtheil und die ausserdeutschen Länder desselben.

Klasse III. Die aussereuropäischen Erdtheile.

Klasse II. Deutschland; Oesterreich und die germanischen Nachbarländer.

Klasse I. Physikalische und mathematische Geographie. Wiederholung des in früheren Klassen durchgenommenen Stoffes.

7. Naturgeschichte.

Klasse VI. Anschauungsunterricht an einheimischen Thieren und Pflanzen, und zwar solchen Arten, welche zugleich als Repräsentanten der hauptsächlichsten Typen gelten können; Anleitung zum richtigen Beschreiben derselben, also Einführung in die naturhistorische Formenlehre(Morphologie). Im Winter: Thiere, zunächst Wirbelthiere; im Sommer: Pflanzen, und zwar solche mit deutlich erkenn- baren und leicht zu untersuchenden Theilen und Formen.

Klasse V. Im Winterhalbjahr: Zoologie, Kenntniss der Wirbelthiere, besonders der wichtigsten Repräsentanten der Vögel und Amphibien. Im Sommerhalbjahr: Beschreibung einer grösseren Anzahl von Pflanzen, mit Berücksichtigung der Untersuchung schwierigerer Formen. Zusammenordnen von Gattungen durch vergleichende Betrachtung der Arten. Einführung in das Linné'sche System.

Klasse IV. Uebung im Beschreiben von Thieren und Pflanzen; Construiren einzelner Familien aus dem Vergleichen von Gattungen. Im Winter: Zoologie, insbesondere Betrachtung der Amphibien und Fische. Im Sommer: Botanik, Uebung im Bestimmen von Pflanzen nach dem Linné'schen System.

Klasse III. Systemkunde. Im Winter: Zoologie mit dem Nothwendigsten aus der Anatomie und Physiologie unter Hinweisung auf den Menschen. Im Sommer: Botanik; auch hier das Nothwen- digste aus der Anatomie und Physiologie unter Anwendung des Mikroskops, durch welches Zell- und Gewebeformen verschiedener Pflanzen zur Anschauung gebracht wurden; ingleichen Veranschaulichung der Diffusion. Uebung im Bestimmen der Pflanzen; künstliches und natürliches System.

Klasse I. Mineralogie. Uebersichtliche Abhandlung der Mineralien.

S. Physik.

Klasse II. Einleitung. Gesetze der Schwere, Wirkung derselben auf feste, tropfbarflüssige und luftförmige Körper, mit steter Hinweisung auf technisch wichtige Apparate und Maschinen. Rechnung leichter Aufgaben.