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kennbaren und leichter zu unterſuchenden Theilen und Formen. Gute Abbildungen können bei Thieren die Anſchauung des eigentlichen Naturgegenſtandes erſetzen. 2 St.
Quinta. Erweiterung des Unterrichts der vorhergehenden Klaſſe durch Unterſuchen und Beſchreiben auch ſchwierigerer Formen, namentlich aber Zuſammenordnen von Gattungen; desgleichen aber auch durch Vergleichung der Formen, wie ſie an einzelnen Specien ſich zeigen, Herbeiführen der Verſtellung der mit dem Terminus bezeichneten generellen Form; hier beſon⸗ ders zu üben an Blattformen. Im Winter: Zoologie, im Sommer: Botanik. 2 St.
Quarta. Weitere Uebung im Unterſuchen und Beſchreiben von Thieren und Pflanzen; Conſtruiren einzelner Familien aus dem Vergleichen von Gattungen; Erweiterung der mit der Terminologie verbundenen, aus der Anſchauung concreter Erſcheinungen abgezogenen Vor⸗ ſtellungen, beſonders geübt an Pflanzenformen, zunächſt noch in Beziehung auf Blätter, Blüthen, Blüthenſtand(Linne'ſches Pflanzenſyſtem). Im Winter: Thiere; im Sommer: Pflanzen. 2 St.
Tertia. Syſtemkunde, namentlich natürliches Syſtem, mit fortgeſetzter Beſchreibung von Thieren und Pflanzen. Im Winter: Zoologie mit dem Nothwendigſten aus der Anatomie und Phyſiologie unter Hinweiſung auf den Menſchen. In der Botanik: Uebung im Beſtimmen von Pflanzen unter Zuhilfenahme einer Flora. 2 St.
Unter⸗Secunda. Zuſammenordnung und Vervollſtändigung der in den früheren Klaſſen erlernten Morphologie der Pflanzen und Thiere(Terminologie). Mittheilungen über Verbreitungsbezirke von Thieren und Pflanzen. Kenntniß der wichtigeren Handels⸗ und Zier⸗ pflanzen. 1 St.
Ober⸗Secunda. Wiederholung und Erweiterung der in den früheren Klaſſen erwor⸗ benen Kenntniſſe, namentlich auch in Beziehung auf Exotiſches und Vorweltliches.
Unter⸗Prima. Mineralogie. 2 St. Ueberſichtliche Abhandlung der Mineralien.
Ober⸗Prima. Wiederholung des in Unter⸗Prima Durchgenommenen. Geſteine, mit Rückſicht auf geologiſche Vorgänge. 2 St.
9. Phyſik.
Geſammt⸗Lehrziel: Phyſik und Chemie können natürlich bei doppelter Unterrichtszeit, gereifterem Verſtande und vermehrten Vorkenntniſſen der Schüler in der R. I. O. viel ein⸗ gehender behandelt werden als in der R. II. O. Insbeſondere wird die erſtere den mechaniſchen und optiſchen Theil mathematiſch mehr begründen und durch angewandte Aufgaben einüben.
Klaſſenſtufen. Unter⸗Secunda. Einleitung und Grundbegriffe. Statik der drei Aggregatzuſtände. Rechnung einfacher Aufgaben. Ober⸗Secunda. Dynamik der drei Aggegratzuſtände. Die Lehre vom Magnetismus und der ſtatiſchen Electricität. Rechnung von Aufgaben. G Unter⸗Prima. Die Lehre der galvaniſchen Electricität und die Lehre von der Wärme. Rechnung phyſikaliſcher Aufgaben.


