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Klaſſe IVa. und b. Die gemeinen Brüche und Decimalbrüche wurden wieder⸗ holt an eingekleideten Aufgaben. Einfache Regeldetri, zuſammengeſetzte Regeldetri, Zins⸗ rechnung, Miſchungsrechnung, Geſellſchaftsrechnung und die Kettenregel wurden genau erklärt, ſowie durch zahlreiche Textaufgaben weiter eingeübt. Durch Vernunftſchlüſſe wurden weiter leichte eingekleidete Zahlenaufgaben gelöſt. Einige Eigenſchaften der Zahlen, ſowie die Kennzeichen der Theilbarkeit wurden angegeben und bewieſen. In einer Stunde Kopfrechnen in logiſcher Folge und möglichſter Gründlichkeit.
Klaſſe IIIa. und b. Zinsrechnung, Rabatt⸗ und Discontorechnung, Terminrech⸗ nung, Gold⸗ und Silberrechnung, Münzrechnung, Coursrechuͤung, Wechſelrechnung, Tauſchrechnung und Tararechnung wurden au zahlreichen Aufgaben eingeübt. Arithme⸗ tiſche Begründung der Potenzen und Wurzeln. Ausziehung der Quadrat⸗ und Kubik⸗ wurzel aus Zahlenwerthen. Zahlengleichungen oder numeriſche Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten wurden durch Vernunftſchlüſſe gelöſt und ſpäter erſt das mehr mechaniſche Auflöſen gelehrt und alsdann eingehalten. Zahlenaufgaben über entgegen⸗ geſetzte Größe.
Klaſſe II. Einleitung zur Algebra. Buchſtabenrechnung. Algebraiſche Begrün⸗ dung der Potenzen und Wurzeln. Irrationale und imaginäre Wurzeln. Ausziehung der Quadrat⸗ und Kubikwurzel aus Buchſtabenausdrücken. Logarithmen. Algebraiſche Glei⸗ chungen vom erſten Grad mit einer Unbekannten. Anwendung der Determinanten auf die Auflöſung von Gleichungen mit mehreren Unbekannten. Algebraiſche Gleichungen vom zweiten Grade, die Eigenſchaften ihrer Wurzeln und logarithmiſche Gleichungen. Arithmetiſche und geometriſche Reihen.
Klaſſe I. Anwendung der Logarithmen auf Zinszins und Rentenrechnung. Die Kettenbrüche und die unbeſtimmten Gleichungen vom erſten Grade mit 2 und mehreren Unbekannten. Algebraiſches Verfahren, die Quadrat⸗ und Kubikwurzel annähernd zu beſtimmen. Zerlegung der Quadratwurzel aus einem Binom von der Form ack’ b in die Summe oder Differenz zweier Quadratwurzeln. Zerlegung der Quadratwurzel aus einem Binom von der Form a bW-1. Trigonometrie, Erklärung der trigonometriſchen Funktionen und Entwickelungen der nothwendigſten Formeln. Gebrauch der trigono⸗ metriſchen Tafeln und Berechnung der Dreiecke und Kreisſtücke.
d) Geometrie.
Klaſſe VIa. und b. und Va. und b. Die Schüler wurden mit den einfachſten Figuren, ihrer Benennung und ihren Eigenſchaften bekannt gemacht. Der Gebrauch des verjüngten Maßſtabes und des Transporteurs wird gezeigt, worauf dann die Schüler Figuren conſtruiren zur Einübung in dem Gebrauch der Werkzenge. Einleitung in die Geometrie: Grund⸗ und Lehrſatz.
Klaſſe IVa. und b. Die Lehre von der Congruenz der Figuren und deren An⸗ wendung. Die wichtigſten Eigenſchaften gradliniger Figuren. Kreislehre I. Theil.—
Conſtruction gradliniger Figuren aus gegebenen Stücken. 2


