Jahrgang 
1872
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Klaſſe IIIa. und b. Vergleichung und Beſtimmung des Flächeninhalts gradliniger Figuren. Die Lehre von der Aehnlichkeit der Figuren und deren Anwendung. Die Lehre von den regelmäßigen ein⸗ und umſchriebenen Vielecken. Die Verwandlungsauf⸗ gaben. Die Theilungsaufgaben. Geometriſche Berechnungsaufgaben.

Klaſſe II. Kreislehre II. Theil. Stereometrie: Gerade Linien und Ebenen im Raum, der Flächenwinkel, die körperlichen Ecken, die regelmäßigen Polyeder, Prisma, Prismatoid, Pyramide, Cylinder, Kegel, Kugel. Zahlreiche Conſtructions⸗ und Be⸗ rechnungsaufgaben aus der ebenen Geometrie und Stereometrie.

Klaſſe I. Die darſtellende Geometrie: Grundzüge der geraden Parallelprojektion und deren Anwendung zur Löſung von Aufgaben über gerade Linien und Ebenen im Raume, über krumme Linien und gekrümmte Flächen. Stereometrie: Berechnungs⸗ aufgaben. Anwendung der Algebra und Trigonometrie auf die Geometrie.

D. Kunſtfertigkeiten.

a) Kalligraphie.

Klaſſe VI. u. Va. u. b. Die Schüler wurden mit der Körper⸗ und Federhaltung bekannt gemacht, dann die Elemente der deutſchen und engliſchen Currentſchrift nach Buch⸗ ſtaben und mit Wörtern verbunden eingeübt.

Klaſſe IVa. und b. Die Uebungen und weitere Ausbildung der deutſchen und engliſchen Currentſchrift wurden fortgeſetzt und den beſſeren Schülern in der Kanzlei⸗ und Frakturſchrift Unterricht ertheilt.

Klaſſe III. Die kalligraphiſchen Uebungen wurden fortgeſetzt und ſteigerten ſich bis zur Darſtellung geſchmackvoller zuſammengeſetzter Schriftwerke. Theorie der einfachen und doppelten Buchhaltung nebſt deren Anwendung nach Schiebe.

b) Zeichnen.

Klaſſe VI. bis IVa. und b. Der Unterricht beginnt mit ſenkrechten und wag⸗ rechten Linien in gleichen Zwiſchenräumen, woraus die Schüler, um ihren Formenſinn zugleich zu bilden, mannigfache gefällige Ornamente ſchaffen lernen(z. B. à la grecque etc.).

Im Fortſchreiten reihen ſich an die geradlinigen, die kreisförmigen und gebogenen Linien, durch welche gleichfalls in ſtrengen Formen der Schönheitsſinn geweckt, und die nöthige Fertigkeit des Zeichnens erlangt werden ſoll.

Klaſſe III. bis I. In den oberen Klaſſen wird dem Schüler Gelegenheit geboten, nach guten Vorbilden, ſowohl nach Zeichnungen als nach Gypsmodellen, den Schönheits⸗ ſinn auszubilden, und die verſchiedenen klaſſiſchen, als auch die Stylarten ſpäterer Jahr⸗ hunderte kennen, und in gefälliger Weiſe durch Licht und Schatten wieder geben zu lernen.