auf. Mit bewährtem Geſchick hatte wieder Herr Dr. Malzan das Stück in Szene geſetzt und durfte mit ſeiner ganzen Spielſchar den dankbaren Beifall eines vollbeſetzten Hauſes entgegennehmen. Als Einleitung und während der beiden Pauſen ſpielte unſer wackeres Orcheſter unter der umſichtigen Leitung des Herrn Studienrats Kaiſer Wilhelm Peterſens Muſik zu den„Spürhunden“ des Sophokles und dem„Kyklops“ des Euripides. Das Bühnenbild hatte Walter Wilhelm Knöß entworfen, die neue Bühnenbeleuchtung Siegfried Weiß geſchaffen.
16. Die Schulgruppe des Vereins für das Deutſchtum im Ausland iſt im abgelaufenen Schul⸗ jahr mit beſonderen Veranſtaltungen nicht hervorgetreten. Die Mitgliederzahl iſt gegen das Vorjahr zurück⸗ gegangen und betrug bei einer Geſamtſchülerzahl von 383 nur 179. Wir bitten die Eltern, im kommenden Schuljahr ihren Kindern den Beitritt zur Schulgruppe gegen einen monatlichen Beitrag von 20 Pfg. zur Unterſtützung des bedrängten Auslanddeutſchtums zu geſtatten.
Die Pfingſtfahrt führte diesmal nach Salzburg in Öſterreich und war mit der Feier des 50 jährigen Beſtehens des öſterreichiſchen Schulvereins verbunden. Im ganzen nahmen 14 Schüler unter Führung von Studienrat Dr. Hippler an dieſer Fahrt teil. Im Anſchluß an die Tagung führten Wanderungen die Schüler nach dem Königsſee, nach Schlierſee und München.
Einen großen Verluſt erlitt die Schulgruppe durch den allzufrühen Tod ihres Obmanns Herbert Langenbach; wir werden ihm für ſeine erfolgreiche und ſelbſtloſe Arbeit im Dienſt einer großen deutſchen Sache allezeit eine dankbare Geſinnung bewahren.
Außer den an den Landesverband Heſſen pflichtmäßig abgeführten Kopfbeiträgen konnten beſondere Mittel für die Betreuungsarbeit nicht abgeliefert werden. Wie ſeither, ſo fanden auch in dieſem Jahre die Zeitſchriften(Jung⸗Roland, Rolandblätter) bei unſeren Schülern eifrige und begeiſterte Leſer.
17. Der„Schülerkurzſchriftverein“ unſeres Gymnaſiums hat auch in dieſem Jahre ſeine rege Tätigkeit fortgeſetzt. Er konnte eine große Anzahl Schüler der Quarta bis Unterſekunda in der Ein⸗ heitskurzſchrift ausbilden. Neben mehreren Fortbildungs⸗(Diktat⸗)Kurſen war den Mitgliedern Gelegenheit gegeben, in Redeſchriftkurſen ihre Kenntniſſe zu vervollkommnen. Auch veranſtaltete der Verein im letzten Winter ein internes Wettſchreiben, verbunden mit Schön⸗ und Richtigſchreiben.
18. Der Mangel an Raum verbietet es uns, alle Geſchenke und Spenden im einzelnen aufzu⸗ führen, mit denen uns auch in dieſem Jahre wieder Freunde und Gönner unſerer Anſtalt erfreut haben.
Möchten ſie auch weiterhin ihr Wohlwollen unſerem Gymnaſium erhalten und betätigen!
VII. Mitteilungen an die Eltern.
1. Das neue Schuljahr beginnt am Montag, dem 20. April 1931 um 8 ½ Uhr. 2. Ferienordnung für 1931:
erſter letzter . Ferientag Oſterferien: 29. März 19. April Pfingſtferien: 24. Mai 31. Mai Sommerferien: 18. Juli 17. Auguſt Herbſtferien: 27. Sept. 11. Okt. Weihnachtsferien: 24. Dez. 7. Jan. 1932
3. Anträge auf Gewährung von Freiſtellen müſſen alsbald nach Beginn des neuen Schuljahrs eingereicht werden, ebenſo Geſuche um Befreiung von einzelnen Unterrichtsfächern(Turnen, Schwimmen, Spielen uſw.)
Für derartige Anträge ſind die bei den Klaſſenführern erhältlichen Vordrucke beſtimmt.
4. Der Schulhof wird vormittags 10 Minuten vor Beginn des Unterrichts, die Klaſſenzimmer werden 5 Minuten vor Anfang des Unterrichts geöffnet. Es iſt daher zwecklos, wenn Schüler ſich vor dieſer Zeit vor dem Schulgebäude einfinden. Sie werden durch das ermüdende Warten unfähig zur Arbeit und behindern den Straßenverkehr. Nur auswärtige Schüler, die mit der Eiſenbahn ankommen und vor der oben angegebenen Zeit am Schulgebäude eintreffen, dürfen ihre Klaſſenzimmer aufſuchen.
5.§ 31 der„Schulordnung“ lautet:
„Es iſt dringend erwünſcht, daß die Erziehungsberechtigten mit der Schule in dauernder Fühlung bleiben und die an der Schule eingerichteten Sprechſtunden häufig im Laufe des Schuljahres beſuchen, um mit den Lehrern über die geiſtige und körperliche Förderung ihrer Pflegebefohlenen zu beraten.“
Wir bemerken dazu: Die Beſprechungen der Eltern mit dem Direktor, dem Klaſſenführer oder den Fachlehrern haben nur dann einen Zweck, wenn ſie rechtzeitig, d. h. nicht erſt am Schluß des Schuljahres erfolgen. Es empfiehlt ſich jedenfalls, den Beſuch vorher anzumelden, um Ort und Zeit der Ausſprache zu vereinbaren.
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