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zum Ende des Winterhalbjahrs 1894/95 verlängert wurde. Zum Zwecke der Vertretung des erkrankten Kollegen wurde durch Miniſterialverfügung vom 19. Juni 1894 der bei uns beſchäftigte Volontär Lehr⸗ amtsacceſſiſt Otto Altendorf mit der proviſoriſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle an unſerer Anſtalt beauftragt. Er war aber ſchon am 15. Juni in dieſes Vikariat eingetreten.
Am 14. Juni verließ Herr Dr. Adolf Krämer unſere Anſtalt, um die Dirigentenſtelle der höheren Bürgerſchule zu Rimbach i. O. zu übernehmen.— Gymnaſiallehrer Dr. Lindt wurde am 15. Juni zu einer vierwöchigen militäriſchen Dienſtleiſtung eingezogen, ebenſo Gymnaſiallehrer Fleiſch⸗ hauer von Ende Juni bis zum 26. Auguſt und Gymnaſiallehrer Dr. Rudolf Becker in den Monaten Auguſt und September 1894.— Zur Vertretung des Herrn Fleiſchhauer wurde Lehramtsacceſſiſt Georg Büchler für die Zeit vom 9. bis 26. Auguſt unſerer Anſtalt als Vikar überwieſen.
Nachdem Herr Kaplan Schütz infolge ſeiner Verſetzung nach Oſthofen am 20. Juni 1894 den katholiſchen Religionsunterricht der Vorſchule aufgegeben, wurde im Einverſtändnis mit dem biſchöf⸗ lichen Ordinariat zu Mainz von dem Großherzoglichen Miniſterium des Innern und der Juſtiz, Ab⸗ teilung für Schulangelegenheiten, durch Verfügung vom 23. Juni 1894 Herrn Kaplan Wilhelm Möller mit Wirkung vom 1. Juli 1894 der katholiſche Religionsunterricht der Gymnaſialvorſchule übertragen.
Durch Allerhöchſte Entſchließung vom 12. Juni 1894(Nr. M. J. 16067 vom 18. Juni 1894) wurde der Schulverwalter an der Gymnaſialvorſchule zu Darmſtadt Philipp Schäfer unter Belaſſung in der Kategorie der Volksſchullehrer zum definitiven Lehrer an der Vorſchule der Gymnaſien ernannt.
Im Winterhalbjahre 1894/95 traten folgende Veränderungen ein. Durch Allerhöchſte Dekrete vom 15. September 1894 wurde der Lehrer an dem Realgymnaſium zu Darmſtadt Profeſſor Eduard Winter mit Wirkung vom 1. Oktober 1894 an unſere Anſtalt verſetzt, und der Lehrer des Ludwig⸗ Georgs⸗Gymnaſiums Chriſtian Lenhardt zum Lehrer an dem Realgymnaſium dahier ernannt.— Durch Miniſterialverfügung vom 26. September 1894 wurde der proviſoriſche Lehrer Aloys Matthes mit Wirkung vom 1. Oktober von unſerer Anſtalt abberufen, und an ſeine Stelle wurde durch Miniſterial— verfügung vom 26. September 1894 der Lehramtsacceſſiſt Ferdinand Bodenſtein, der bis zum 31. Mai als Volontär an unſerer Anſtalt wirkte, mit der proviſoriſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle an dem Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium beauftragt.
Mit miniſterieller Genehmigung traten zu Anfang des Winterhalbjahres 1894/95 die Lehramts⸗ acceſſiſten Georg Büchler, Karl Rouge und Heinrich Willenbücher, am 3. Dezember 1894 Lehr⸗ amtsacceſſiſt Dr. Karl Bernbeck als Volontäre in unſere Anſtalt ein.
Durch Miniſterialverfügung vom 27. Oktober 1894 und durch ſpäteres Allerhöchſtes Dekret vom 12. Dezember 1894 wurde Gymnaſiallehrer Friedrich Fleiſchhauer zum Lehrer an der Realſchule zu Heppenheim a. B. ernannt, und zu ſeinem Erſatz wurde durch Miniſterialverfügung vom 27. Oktober 1894(Nr. M. J. 31177) der proviſoriſche Lehrer an der Realſchule zu Heppenheim a. B. Dr. Heinrich Schnell mit der proviſoriſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle an unſerer Anſtalt beauftragt. Herr Fleiſchhauer verließ am 28. Oktober unſere Anſtalt, Dr. Schnell trat am 29. Oktober bei uns ein.
Großherzogliches Miniſterium des Innern und der Juſtiz übertrug durch Verfügung vom 27. Okto⸗ ber 1894 Herrn Kaplan Peter Laufer mit Wirkung vom Tag ſeines Dienſtantritts(30. Oktober 1894) die proviſoriſche Verwaltung einer im Staatsbudget für 1894/97 neu errichteten Lehrerſtelle an dem Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſium. Zugleich wurde Herr Laufer mit der Erteilung des katholiſchen Religionsunterrichts an dem Neuen Gymnaſium, dem Realgymnaſium und der Realſchule zu Darm⸗ ſtadt innerhalb der ihm als ordentlichem Lehrer pflichtmäßig zukommenden Stundenzahl beauftragt. Aber bis auf weiteres werden die katholiſchen Schüler des Neuen Gymnaſiums wie früher mit den katholiſchen Schülern des Ludwig⸗Georgs⸗Gymnaſiums in unſerer Anſtalt unterrichtet.


