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6. Durch Allerhöchſte Dekrete vom 12. September 1891 wurde den Gymnaſiallehrern Dr. Leo⸗ pold Conzen und Dr. Heinrich Schopp der Charakter als Profeſſor erteilt.
Durch Miniſterialverfügung vom 6. November 1891(Nr. M. J. 29 162) wurde Gymnaſial⸗ lehrer Dr. Matthäi an Stelle des Profeſſors i. P. Dr. Uhrig dahier zum außerordentlichen Mitglied der Großherzoglichen Prüfungskommiſſion für Einjährig⸗Freiwillige ernannt.
7. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 2. Juni 1891 wurde der Pedell Joh. Joſt Müller mit Wirkung vom Dienſtantritt ſeines Nachfolgers auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner lang⸗ jährigen und treuen Dienſte und unter Verleihung des allgemeinen Ehrenzeichens mit der Inſchrift: „Für langjährige und treue Dienſte“, in den Ruheſtand verſetzt. Er legte ſeine Stelle am 10. Auguſt nieder(Nr. M. J. 22 813). Durch Miniſterialverfügung vom 30. Juli 1891(Nr. M. J. 21 362) wurde dem Vizewachtmeiſter Peter Haußner die Stelle des Pedellen zunächſt zur Probeleiſtung und hierauf durch Allerhöchſte Entſchließung vom 28. Oktober 1891 auf Widerruf übertragen.(Nr. M. J. 28 926 vom 29. Oktober 1891).
8. Schon früher hat unſre Anſtalt vorübergehend muſikaliſche Schüler zu einer Muſikkapelle vereinigt. So geſchah es im Winter 1886/87 zum Zwecke der Aufführung des Philoktetes(vgl. oben S. 18). Auf unſer Erſuchen ließen ſich Herr Kollege A. Mendelsſohn und 37 Schüler bereit finden, wiederum eine Streichquartett⸗Kapelle, zunächſt für die bevorſtehende Kaiſergeburtstagsfeier, ins Leben zu rufen. Sie konſtituierte ſich am 19. November 1891, am 26. November hielt ſie ihre erſte Übungs⸗ ſtunde ab. Seitdem verſammelt ſie ſich allwöchentlich in einer Stunde zu ihren Übungen für zwei Violinen, Viola und Cello. Nur die geübteſten Schüler wurden zunächſt zugezogen; aber ein be⸗ deutender Nachwuchs von jungen Kräften, welche Streichinſtrumente ſpielen und bald herangezogen werden können, iſt vorhanden. So iſt zu erwarten, daß unſre Schulkapelle eine dauernde wertvolle Einrichtung bleibt. Sie fördert ihre Mitglieder durch das Zuſammenſpiel, regt andre Schüler der Anſtalt durch Vorbild und Leiſtung zur Pflege des Schönen und Guten an, hebt und verſchönert unſre Schulfeſte, wird zu einem Bande zwiſchen privaten Neigungen und Beſtrebungen und den Leiſtungen der Schule und unterſtützt die idealen Ziele der Anſtalt. Wir bitten für das Gelingen ſolcher Bemühung um allſeitige Unterſtützung.
Der Großherzoglich Heſſiſche Hülfsverein für die Krankenpflege und Unterſtützung der Soldaten im Felde(rotes Kreuz) regte es im letzten Winter wieder an, für Schüler unſerer Anſtalt einen Inſtruktionskurſus für die Ausbildung freiwilliger Krankenpfleger zu veranſtalten. Da aber ſchon der größere Teil des Winterhalbjahrs vorübergegangen war und die Errichtung des genannten Kurſus in den letzten Wochen des Halbjahres hinderlich zu ſein ſchien, ſo verlegten wir den beabſichtigten Kurſus in die Zeit zwiſchen Oſtern und Juliferien l. J.
Spaziergänge wurden von allen Klaſſen der Anſtalt am 27. April, 28. Mai und 6. November 1891 unternommen.— Am 10. Juni 1891 fuhren 137 Schüler der Klaſſen la—IIIa mit zehn Lehrern nach Worms, um im dortigen Theater das Volksbühnenſpiel„Heilige Eliſabeth“ von Henzen zu ſehen.— Am 26. Juni 1891 wurden von allen Klaſſen Tagesausflüge unter Führung der Lehrer unternommen.— Zur Benutzung der Eisbahn wurden im Dezember 1891 und Januar 1892 öfter die Nachmittagsſtunden ausgeſetzt. Dafür wurden insbeſondere die auf die Nachmittage fallenden Turnſtunden freigegeben.
9. Vorſchule der beiden Gymnaſien zu Darmſtadt.
Durch Miniſterialverfügung vom 3. April 1891(Nr. M. J. 9 038) wurde dem proviſoriſchen Vorſchullehrer Georg Eck die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an dem Realgymnaſium und
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