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der Realſchule zu Mainz übertragen; er trat am 6. April aus unſerer Vorſchule aus. Der Schul⸗ verwalter an unſerer Vorſchule Karl Backes wurde durch Miniſterialverfügung vom 9. April 1891 (Nr. M. J. 9870) als Verwalter an die Knabenmittelſchule zu Darmſtadt verſetzt. Er verließ unſere Vorſchule am 12. April.
In die durch den Abgang der Herren Eck und Backes erledigten Stellen traten infolge der Miniſterialverfügungen vom 10. April 1891(Nr. M. J. 10 173 und 10 176) die Schulamtsaſpiranten Johann Müller aus Zotzenbach und Chriſtian Friedrich Kraft aus Mainz als proviſoriſche Verwalter ein. Sie wurden am 15. April 1891 in ihren Dienſt eingewieſen.
In dem zurückgelegten Schuljahr wurde endlich der langjährige dringendſte Wunſch unſerer Vorſchule, der auf eine dauerhafte Sicherſtellung ihres Beſtandes gerichtet war, durch die Stadt Darmſtadt erfüllt.— Vor zwölf Jahren war durch Verfügung des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 3. März 1880 die Errichtung der Gymnaſialvorſchule dahier ge⸗ nehmigt worden, und ſie wurde am 1. April 1880 eröffnet, behielt aber den Charakter einer Privat⸗ anſtalt, deren Einnahme⸗lÜberſchüſſe für die Bedürfniſſe der Vorſchule und des Ludwig⸗Georgs⸗ Gymnaſiums verwandt wurden. Aber ſo lange die Schule weder vom Staate noch von der Stadt Darmſtadt in ihren Etat eingeſtellt war, vermochten die Lehrer derſelben nicht definitiv angeſtellt zu werden. Nachdem wiederholt die Übernahme derſelben durch den Staat von ſeiten der 2. Kammer der Heſſiſchen Stände abgelehnt worden war, nahm ſich endlich die Verwaltung der Haupt⸗ und Reſidenzſtadt Darmſtadt unſerer Vorſchule mit freundlicher Fürſorge an und erklärte ſich damit ein⸗ verſtanden, daß die Vorſchule der Gymnaſien zu Darmſtadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1891 von der Stadt übernommen wurde. Von dieſem Tage an wurde auch die Kaſſe der ſeitherigen Vorſchule mit dem damaligen baren Üüberſchuß von ca. 4500 Mark von der ſtädtiſchen Verwaltung übernommen. Es war nun zunächſt möglich, nach dem Vorſchlag der Stadtverwaltung und auf Antrag der Groß⸗ herzoglichen Bürgermeiſterei die beiden älteſten Vorſchullehrer, die viele Jahre unter nicht unbedeuten⸗ den Opfern zur definitiven Anſtellung nicht gelangen konnten, endlich infolge der Freundlichkeit der hieſigen ſtädtiſchen Verwaltung unter Zugrundelegung des neuen ſtädtiſchen Lehrerbeſoldungs⸗Regu⸗ lativs definitiv anzuſtellen. So wurden durch Allerhöchſte Entſchließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 20. Februar 1892 die Schulverwalter an der Vorſchule der hieſigen Gymnaſien Otto Höcker und Leonhard Meiſinger zu Lehrern an dieſer Schule unter Belaſſung in der Kategorie der Volksſchullehrer ernannt(Nr. M. J. 3965 vom 22. Febr. 1892).
Im Einverſtändnis mit dem Biſchöflichen Ordinariat zu Mainz und nachdem die Großherzogliche Bürgermeiſterei der Stadt Darmſtadt ihre Zuſtimmung erteilt, genehmigte das Großherzogliche Miniſterium des Innern und der Juſtiz, Abteilung für Schulangelegenheiten, durch Verfügung vom 14. März 1892(Nr. M. J. 6122), daß der katholiſche Religionsunterricht an der Vorſchule der hieſigen Gymnaſien, der ſeit der Verſetzung des Herrn Kaplans Bayer(nach Weihnachten 1891) erledigt war, an den Nachfolger desſelben, Herrn Kaplan Johannes Schütz dahier, übertragen wurde. Der Dienſtantritt desſelben erfolgte am 19. März l. J.
10. Für die folgenden Geſchenke ſagen wir beſten Dank. Herr Buchhändler Klingelhöffer dahier ſchenkte der Anſtalt einen Globus. Gymnaſiallehrer Dr. Ihm in Mainz die von ihm beſorgte neue Auflage von Gebhards Verg. Aen., Teil 1, lib. I, II, Paderborn 1888. Studioſus Wilhelm Wilbrand übergab uns einen Kupferſtich: Porträt des ehemaligen Pädagogiarchen, Konſiſtorialrats und Oberſchulrats Helfrich Bernhard Wenk dahier, und eine alte Radierung, der Karlshof bei Darm⸗


