Jahrgang 
1929
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Spielfeſt im Kindergarten.

Um letzten ſonnigen herbſtnachmittag des September 1928 war Spielfeſt im Kindergarten. Eltern und vor allem Kinder kamen in Scharen herbei. Viele ſtellten ſich bereits in frühſter Mittagsſtunde ein. Beſonders die Kinder der Lagerhausſtraße ſäumten ab 2 Uhr erwartungs⸗ voll rings die Mauer des Gartens. Bald konnte dort im Garten ein fröhliches Treiben beginnen. In der Turnhalle verſammelten ſich die Erwachſenen zur kurzen Eingangsfeier. Unſere kleine Muſikantengruppe im Rindergarten ſpielte den Eltern zunächſt ihr Stücklein. Rach einer kurzen Begrüßung durch die Jugendleiterin folgte ein Gedichtvortrag durch eine Schülerin der Frauenſchule. Unter der Leitung von Frau Schaffnit⸗Darmſtaedter zeigte unſere Kinderturngruppe, daß auch ſchon ganz kleine Turner ihren Mann ſtellen können. Rach einem Violin⸗ und Klavierzwiſchenſpiel gab's ein Schlußſingen unſerer Minder und den großen Schülerinnen. Kinderlieder zur Laute. Run ging's hinaus zum Elternkaffee in den Garten. Dort bot ſich ein farbenfrohes Bild. Es war der reinſte Jahrmarktstrubel im Garten. HKuf dem Raſen unter Wimpel⸗ und Fähnchenreihen war noch fröhlich Kaffeeſtunde der Kleinſten, wie ſchmeckte es da an den feſtlich gedeckten Kindertiſchen. Die meiſten der größeren Kinder waren bereits ringsum zu den Jahrmarktsbuden, zu den Rutſchbahnen, zum Uinderkaruſſell geeilt. Nicht nur kleine, ſchon recht große Leutchen verſuchten da ein herunterrutſchen. Da⸗ zwiſchen gab's regelrechten Sturm auf die Eſelchen, die unermüdlich 23 der kleinen Trabanten aufſitzen ließen und ebenſo unermüdlich den ſtändig gereichten Zucker, die Ruchen fraßen. Der Leierkaſtenmann ſpielte ſeine Weiſen wie auf derrichtige Meß, wie eins der Kinder immer wieder begeiſtert verſicherte, und wie auf derrichtige Meß gab's an Buden, an den Drehſchirmen allerhand Überraſchungen. Eifrig verſuchten die Buben das Creffen am Schieß⸗ ſtand, immer wieder langte man mit verbundenen Kugen in die Greifkörbe, um nach einem glücklichen Griff ſtrahlend das erwiſchte Etwas einzuheimſen. Flugs ging's dann zu den Eltern an den Kaffeetiſch vorn am Garteneingang, wo die Großen, ſich erfriſchend, plaudernd zu⸗ ſammenſaßen. Dort brachte man ſeine herrlichkeiten in Sicherheit. Für die Zaungäſte ringsum fiel auch manches ab, jeder der Buben auf der Mauer hatte ſein Kuchenanteil. Um 6 Uhr war das Feſt im Garten zu Ende, Große und Kleine ſammelten ſich wieder in der Turnhalle vorm RKaſperletheater. Bülſch von Garlen ſpielte mit einem Freund der hamburgiſchen Studentengruppe. Es war ein echtes Kaſperlſpiel, das alle freudig mitriß. Nur zu ſchnell ging die Zeit dahin. Ein gemeinſam geſungenes Lied, vom Kaſperle lebhaft gewünſcht, be⸗ ſchloß den Nachmittag..

Kus der Tätigkeit der V. D. K.⸗Schulgruppe.

Wie an allen Schulen Darmſtadts, ſo beſteht auch an der Eleonorenſchule eine Schulgruppe desVereins für das Deutſchtum im Ausland. Z3weck und öiel dieſer Einrichtung iſt in

moraliſcher hHinſicht, die heranwachſende Jugend im Volksbewußtſein zu ſtärken und ihre

herzen für die in hartem Kampf ringenden deutſchen Brüder im Aus⸗ und Grenzland zu erwärmen und in praktiſcher hinſicht, durch die freiwilligen Beiträge der Jugend eine mithilfe zur Unterſtützung deutſcher Schulen im Ausland zu gewinnen. Unſre Schulgruppe zählt 380 eingetragene Mitglieder, die im Jahr die Summe von 190 Mk. aufbringen. Die Schülerinnen aller Klaſſen können Mitglied des Vereins werden. Als ſolches ſind ſie berechtigt, vom 15. Lebensjahr ab an den großen Tagungen des V. D. fl. an pfingſten teilzunehmen. Sie ſind verpflichtet, ihre Beiträge abzuliefern, ihre Zeitſchrift(Jung⸗Roland oder Roland⸗ Blätter) zu leſen und die Arbeitsgemeinſchaften zu beſuchen, die 1 2 mal im Monat ſtatt⸗ finden. In der Arbeitsgemeinſchaft derGroßen(ab IIIb aufwärts), die von der Leiterin der Schulgruppe geführt wird, werden wichtige Deutſchtumsfragen beſprochen, Referate von

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