Schülerinnen gehalten oder Volkslieder geſungen. Einige Male haben wir Lichtbildreihen gezeigt, die uns mit den Grenzländern oder abgetrennten Gebieten bekannt machten. Die rbeitsgemeinſchaft der„Kleinen“(VI— IV) leitet eine reifere Schülerin. Da wird vorgeleſen, es werden Lieder gelernt und Volkstänze geübt.
Bei der Pfingſttagung 1928 in Gmunden am Traunſee war die Schulgruppe⸗Eleonoren⸗ ſchule mit 45 Ceilnehmerinnen vertreten. Zur diesjährigen Tagung nach Kiel werden etwa 35 Schülerinnen gehen. In den Sommerferien 1928 unternahm die Leiterin der Schulgruppe mit einigen reiferen Schülerinnen eine Grenzlandfahrt nach Steiermark und RKärnten mit längerem Aufenthalt in Radkersburg und anſchließender 14 tägiger Wanderung durch die hohen Tauern. Eine Sommerfahrt Wien⸗Graz⸗Radkersburg mit anſchließender Wanderung durch die Dolomiten iſt für die Sommerferien 1929 geplant.
Anläßlich des Beſuches der Steiermärkerin Notburga huiber aus Radkersburg ver⸗ anſtaltete unſre Schulgruppe im November 1928 einen Grenzlandabend, an dem Frau huiber mit ergreifenden Worten die Rot ihrer Grenzſtadt ſchilderte. Der Ertrag des Abends wurde dem deutſchen Kindergarten in Radkersburg zugeführt. Die Arbeitsgemeinſchaft der„Kleinen“ veranſtaltete eine Weihnachtsfeier, deren Reinertrag ebenfalls an den Radkersburger Uinder⸗ garten geſchickt wurde.
Klle Berichte über das Arbeiten und die Erlebniſſe der Schulgruppe werden in einer V. D. H.⸗Chronik geſammelt. Wir hoffen, daß unſre Schulgruppe nicht nur weiterwachſen, ſondern ſich auch vertiefen wird, um fernerhin eine ſegensreiche Arbeit entfalten zu können.
Die Leiterin der Schulgruppe: Elſe Speckhardt.
Elternbeirat.
Der§ 30 der„Schulordnung für die höheren Lehranſtalten des Volksſtaates heſſen“ lautet:„An jeder Schule kann zu Beginn des Schuljahrs ein Elternbeirat gebildet werden, um eine lebendige Wechſelwirkung zwiſchen Schule und Elternhaus herzuſtellen. Der Beirat iſt ſtets zu bilden, wenn mehr als die hälfte der Erziehungsberechtigten es wünſcht.“
Seither hat es Elternbeiräte im Sinn dieſes Paragraphen an den höheren Schulen in Darm⸗ ſtadt nicht gegeben. Vor einiger eit hat aber die„Elternvereinigung an den höheren Schulen Darmſtadts“ angeregt, es möchten ſolche Beiräte für alle höheren Schulen gebildet werden. Der Vorſtand dieſer Vereinigung hat die Direktoren der 7 höheren Lehranſtalten Darmſtadts zu einer Beſprechung eingeladen und ſeine Anregung näher begründet und erläutert. Er konnte ſich dabei darauf berufen, daß in der„Dienſtanweiſung für die Schulleiter, Lehrer und Elternbeiräte an den heſſiſchen Volksſchulen“(Darmſtadt, 1926, Staatsverlag) ſchon ſeit 3 Jahren Elternbeiräte— allerdings auch in Form einer Kann⸗Vorſchrift— vorgeſehen ſind.
In welcher Weiſe ſich die oberſte Schulbehörde, die dieſe Verfügung erlaſſen hat, die Tätigkeit eines Elternbeirats denkt, hat ſie im§ 9 der genannten Dienſtanweiſung aus⸗
geſprochen.„Die Schulpflege umfaßt die Sorge für alle Maßnahmen und Einrichtungen, die
geeignet ſind, die äußeren Schulverhältniſſe zu beſſern und der Erziehung und Ertüchtigung der ſchulpflichtigen Jugend in und außer der Schule zu dienen. Der Elternbeirat ſoll in der Schulpflege mitwirken und ſich bemühen, die Beziehungen zwiſchen Schule und Elternhaus
enger zu knüpfen, um durch ein verſtändnisvolles Zuſammenwirken aller an der Jugend⸗
erziehung Beteiligten das Werk der öffentlichen Erziehung zu fördern. Seine Kufgabe kann der Elternbeirat nur erfüllen, wenn es ihm gelingt, Elternſchaft und Lehrerſchaft zu einer Erziehungsgemeinſchaft zuſammenzuſchließen, die auf gegenſeitigem Vertrauen aufgebaut iſt,
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