Reichsjugendwettkämpfe 1928.
Die Reichsjugendwettkämpfe hatten für unſere Anſtalt folgendes Ergebnis:
Vorklaſſe. Dreikampf: Ruth Rundſtatler VI, herma Rodemer V2, I. Sieg mit 74 Punkten.
Gruppe 1. Dreikampf: Ruth Bär III a2, 1. Sieg mit 76 Punkten.
Gruppe 2. Fünfkampf: Elſe horſt IIb A, 1. Sieg mit 102 Punkten.
Gruppe 3. Fünfkampf: Frauenſchule FII1, hanna v. Preuſchen, 1. Sieg mit 110 Punkten.
Kuf Grund ihrer Leiſtungen erhielten ſieben Schülerinnen die Ehrenurkunde des Reichs⸗ präſidenten v. hindenburg und 86 Schülerinnen die Urkunde des Reichsausſchuſſes.
Landheimbericht.
Das Landheim war auch im letzten Jahre von Anfang März bis Ende November faſt ununterbrochen belegt. Einen beſonderen Anziehungspunkt bildete den ganzen Sommer hin⸗ durch das prächtige Schwimmbad, das von der Gemeinde⸗Lichtenberg in dem Talkeſſel nörd⸗ lich vom Bollwerk angelegt wurde und von unſerem heim in wenigen Minuten zu erreichen iſt.— Wir haben das Landheim jetzt zum erſtenmal für einen längeren Zeitraum gemietet, vom 1. Oktober 1928 auf drei Jahre. Unſer Verbleiben in dem uns lieb gewordenen Niedernhauſen iſt demnach vorläufig geſichert. Es iſt uns auch gelungen, das einzige uns noch vorenthaltene Fimmer des hauſes zu bekommen, ſo daß uns jetzt das ganze Anweſen zur Verfügung ſteht. hierdurch wurde uns möglich, oben noch einen weiteren Schlafraum und unten ein, wenn auch nicht allzu großes, Wohn⸗ und Eßzimmer einzurichten. Wir konnten dadurch einem Mangel abhelfen, der beſonders an Regentagen ſich manchmal recht unangenehm bemerkbar gemacht hatte. Mit den monatlichen Beiträgen, die weitaus die meiſten Schülerinnen regelmäßig abliefern, konnten wir auch in dieſem Jahr neben den ſehr erheblichen laufenden Uusgaben für Miete, heizung, Beleuchtung, Inſtandſetzungen uſw. wieder allerlei Anſchaffungen machen, um die Einrichtung des hauſes zu verbeſſern. Allgemeinen Anklang hat beſonders die neue Waſcheinrichtung mit fließendem Waſſer gefunden.— An Stiftungen erhielten wir u. a. vom herrn Amtsgenoſſen Dr. Grebert als Ertrag ſeines Schubert⸗ Konzertes einen ſtattlichen Betrag und von der Klaſſe FIIA(Fräulein Naumann) einen Gasherd, den die Glücklichen beim Einkauf für ihren Landheimaufenthalt in der Darmſtädter Lichtwoche zu ihrer freudigen Überraſchung gewannen. Wir nahmen ihn gerne an, trotz⸗ dem uns in unſerem ländlichen haushalt das Gas noch fehlt, und gaben ihn beim Ein⸗ kauf eines ſowieſo benötigten Küchenherdes in Fahlung. Den freundlichen Spendern ſei auch an dieſer Stelle herzlicher Dank geſagt!— Am 2. Mai hatten wir die Freude, das neu hergerichtete heim den Direktoren der heſſiſchen höheren Mädchenſchulen für eine Tagung zur Verfügung zu ſtellen, an der auch herr Staatsrat Block teilnahm, und in deren Verlauf manches Wort der Anerkennung für den Landheimgedanken im allgemeinen und unſer Land⸗ heim im beſonderen fiel.(Kein Wunder, hatte ſich das„Küchenperſonal“ unter Fräulein hiemenz' umſichtiger Leitung doch alle Mühe gegeben!) Auch ſonſt in Deutſchland iſt die
LCandheimbewegung in ſtetigem Wachſen. Der Reichsbund der deutſchen Schullandheime um⸗
faßt jetzt rund 200 heime. n ſeiner zweiten Tagung, die im Oktober 1929 in hamburg ſtattfand und von mehreren hundert Vertretern von Behörden und Schulen aus allen Teilen des Reiches beſucht war, nahm der unterzeichnete Landheimleiter wiederum teil. Er hatte dabei Gelegenheit, etwa ein Dutzend Landheime in der näheren und weiteren Umgebung hamburgs zu beſuchen und mancherlei nützliche Erfahrungen zu ſammeln, die zu gegebener Zeit unſerem Landheim zugute kommen werden.
Dr. heldmann.
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