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Gartenbaukunde, im Sommer wöchentlich 3, im Winter wöchentlich 1 Std. Sommerhalbjahr: Praktiſche Betätigung im Schulgarten. Winterhalbjahr: Theoretiſcher Unterricht: Biologie wichtiger Gartenkulturpflanzen.— Düngungsfragen.— Anlage und Bearbeitung des Gartens.— Das Warm⸗ beet und ſeine Behandlung.
Klaſſe I.
Deutſch, 2 St. Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Lektüre, Beſprechung, Referate der Schülerinnen..
Engliſch, 2 St. w.[wahlfreil a) Sprechübungen über Dinge des täglichen Lebens, Sitten und Gebräuche, Handel und Verkehr in England unter Heranziehung der deutſchen Verhältniſſe.(Teilweiſe nach Deutſchbein.) b) Literatur: Leben und Werke der bedeutendſten englichen Schriftſteller von Milton bis zur Neuzeit.
Kunſtgeſchichte, Ausgewählte Kapitel aus der Kunſtgeſchichte.
Franzöſiſch, 2 St. w.[wahlfrei] Vorträge über die franzöſiche Literatur des 18., 19. und 20. Jahr⸗ hunderts. Lektüre und Beſprechung der hauptſächlichſten Dichterwerke, Referate und Vorträge der Schülerinnen. Sprechübungen wie im Engliſchen.
Kulturgeſchichte, 2 St. Die älteſten Kulturvölker. Die Gründe der Blüte und des Niedergangs der Griechen und Römer. Plato und Ariſtoteles(Staat). Die Germanen als Kulturträger. Die Auf⸗ teilung der Welt im Lauf der Jahrhunderte: politiſch, nach Nationen, Religion, Raſſen. Deutſchlands innere Kämpfe: politiſche, wirtſchaftliche. Unſere Verhältniſſe zu den Nachbarſtaaten. Der Staat und ſeine Aufgaben. Staatsformen und Verfaſſungen. Staat, Kirche und Volk.
Rechnen, 1 St. Wiederholung des Stoffes des 1. Jahres. Zinſeszinsrechnung, Berechnung von Wertpapieren, Kontokorrentrechnung nach den 3 Methoden.
Erziehungslehre, 2 St. Fortſetzung der Pſychologie. Erziehungstätigkeit, Erziehungsziel. Vorträge der Schülerinnen im Anſchluß an Mathias:„Wie erziehen wir unſeren Sohn Benjamin“ und Gruber: „Ruths Erziehung“.
Volkswirtſchaftslehre, 1 St. Weſen und Bedeutung der Volkswirtſchaft, Wirtſchaftsſtufen, Weſen und Arten menſchlicher Arbeit. Das Wichtigſte aus der Lehre von Geld⸗, Kredit⸗ und Bank⸗ weſen. Die wirtſchaftlichen Stände Deutſchlands, Landwirtſchaft, Handwerk und Großinduſtrie, der Handel. Deutſchlands Handels⸗ und Verkehrseinrichtungen. Die rechtlichen Verhältniſſe zwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Frauenfrage als ſoziales und wirtſchaftliches Problem. Kapitalanlage.
Geſundheitslehre und Kinderpflege, 1 St. Bau, Leben und Pflege des menſchlichen Körpers. Ausgewähltes Kapitel aus der Geſundheitslehre: Ernährung, Kleidung, Lüftung, Heizung uſw. Kinder⸗ krankheiten. Erſte Hilfe. Verbandkurs.
. Wohlfahrtspflege, 1 St. Fürſorge für die Schwachen bis zum Siechenhaus. Soziale Arbeit in Staat, Gemeinden und Vereinen. Beſuch von Wohlfahrtspflegeanſtalten. Praktiſche Arbeit im Kinderhort(ſ. u.).
Kindergartenlehre. 1. Theorie: 2 St. Die Theorie ſchließt ſich an die Erfahrungen und Beobachtungen an, die die Schülerinnen im Kindergarten und Hort ſammeln, dabei wird beſonders berückſichtigt: Pflege der Sinne, ÜUbung der Glieder, Behandlung des Nachahmungs⸗, Wiſſens⸗ und Spieltriebs, Einführung in die Natur, Blumen⸗ und Tierpflege, Geſchichtenerzählen, Bedeutung der Freudigkeit und des Intereſſes, Pflichtgefühl, Hausarbeit; alles beſonders für das vorſchulpflichtige Kind. Bekanntmachen mit der Methode. 2. Praxis. a) Handfertigkeit: Bekanntmachen mit den Fröbelſchen Beſchäftigungen, ihrem Wert für das Kind. Anfertigen von Spielzeug aus unſcheinbarem Material. b) Kindergarten: 3 St. Zuerſt zuhören, dann als Helferin mitarbeiten und im letzten halben Jahr Gruppen von 5—8 Kindern, je nach Befähigung der Schülerin, ſelbſtändig bei den Spiel⸗ und Beſchäftigungs⸗ ſtunden übernehmen. Bei der Kritik, die öfters den Stunden folgt und von der Leiterin und den Schülerinnen ausgeht, äußern letztere ihre Beobachtungen über den Charahkter, geiſtige und körperliche Anlagen der Kinder. Hausarbeit mit den Kindern, Gartenarbeit. c) Kinderhort, 3 St. Die Schülerinnen


