Jahrgang 
1913
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Und der Widerſtand der Frauenvereine iſt in unſerem ande auch undenkbar, da wir ja gerade in der engen bereinigung mit der Rliceſchule eine unſerer hauptaufgaben erblicken. Wir wollen dieſer ſeit Jahrzehnten ſegensreich wirkenden Rnſtalt keine Schülcrinnen entziehen, ſondern ihr gqut vorbereitete Mädchen erziehen, die dann in den Seminarabteilungen dieſer Schule für einen Beruf weitergebildet werden können. Uährend die Studienanſtalt und das Tehrerinnenſeminar mit der biktoriaſchule ver bunden ſind, wird unſerer nſtalt die Einrichtung der Frauenſchule anvertraut werden. Dir ſollen alſo und wollen als hHauptziel unſerer rbeit die dorbildung der Mädchen für das haus, für ihren natürlichen Beruf betrachten, mögen ſie ſpäter als Tehrerinnen der hauswirtſchaftlichen Fächer oder ſelbſt als Hausfrauen tätig ſein. Seither wurden unſere jungen Mädchen nach erfüllter Schulpflicht entweder in ein faushaltungspenſionat geſchickt, oder die Mütter übernahmen die häusliche Hnleitung derſelben. Rber erſteres konnten ſich viele Eltern der großen Koſten wegen nicht erlauben, und es wird bei der ſtetigen Zunahme der leuerung immer ſchwerer auch für Wohlhabendere, und letzteres kann nur

Hofanſicht.

dann von Erfolg begleitet ſein, wenn die Mutter ſelbſt eine tüchtige Hausfrau iſt und zugleich eine gute Lehrgabe beſitzt, zwei Eigenſchaften, die gleichzeitig nicht allzu häufig vorhanden ſein dürften.

Wir aber wollen, daß allen jungen Tädchen eine gründliche fusbildung fürs haus ohne allzu große und unerſchwingliche Koſten ermöglicht wird, ſo daß die, die im eigenen hausſtand zu wirken haben, durch ſparſames Wirtſchaften bei guter Tebensführung die immer teurer werdenden Zeiten mit überwinden und eine größere Zufriedenheit in den Familien herbeiführen helfen, und daß die, denen ein eigener hausſtand nicht beſchieden iſt, eine ſichere 6rundlage für einen ſpäteren Erwerb im fremden hauſe erhalten oder die Hot der ärmeren Bevölkerungsklaſſen können lindern helfen.

Mit Freuden, liebe Imtsgenoſſen und liebe Schülerinnen, wollen wir ans Werk gehen, mit friſchem WMut das Heeue wagen, mit Treue arbeiten, in Tiebe zuſammenhalten und auf 6ott vertrauen!

Der 6eſang des Mendelsſohnſchen Choreshebe deine Hugen auf bildete den Beſchluß des ein drucksvollen Feſtaktes, an den ſich eine Beſichtigung des neuen hauſes ſchloß. Das 6roßherzogs paar ſprach ſich ſehr anerkennend über die Zweckmäfſigkeit und Schönheit des neuen Baues aus.